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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Neues Plumplori-Schutzprojekt mithilfe des Zoos Dortmund ins Leben gerufen

Nachricht vom 13.09.2021

Der im Zoo Dortmund ansässige Verein Plumploris e.V. - der vom Zoo fachlich und finanziell unterstützt wird - hat ein neues Plumplori-Schutzprojekt in Bangladesch gestartet. In dem südasiatischen Land übernimmt der Verein nun auch die Unterbringung und Rehabilitation von beschlagnahmten Plumploris.

Zoo-Kommunikationsmanager Marcel Stawinoga hält einen Plumplori auf dem Arm.

Marcel Stawinoga mit einem Plumplori in der Rehabilitationsstation auf Sumatra.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Stawinoga

Dafür setzt sich der Dortmunder Verein bereits seit seiner Gründung 2018 auf Sumatra ein. Außerdem errichtet Plumploris e.V. Brücken, über die Plumploris und andere kleine Tiere sicher Straßen überqueren können.

Gehege für beschlagnahmte Plumploris

Der Dortmunder Verein hat nun eine Vereinbarung mit der in Bangladesch zuständigen Naturschutzbehörde unterzeichnet. Diese beinhaltet, dass Plumploris e.V. zunächst für zwei Jahre Gehege und einen Büro-Raum im Lawachara Wildlife Rescue Centre zur Verfügung gestellt werden. Das Tierschutzzentrum befindet sich im Lawachara-Nationalpark im Osten von Bangladesch.

Die Gehege sollen der Unterbringung und Rehabilitation von beschlagnahmten Plumploris sowie der Forschung an diesen Primaten dienen und werden derzeit von Mitarbeitern vor Ort dafür umgebaut.

Lage der Primaten in Bangladesch

In Bangladesch kommt es regelmäßig zu Beschlagnahmen von Plumploris aus illegaler Haltung durch die Naturschutzbehörde, während bisher kein Rehabilitationsprogramm existierte, welches die Tiere auf ein erneutes eigenständiges Leben in der Wildnis vorbereitet. Dieses will Plumploris e.V. nun in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde und der Unterstützung zweier Zoologen vor Ort aufbauen.

Um die Bestände des in Bangladesch vorkommenden Bengalischen Plumploris nachhaltig zu schützen, errichtet der Verein außerdem Plumplori-Brücken, die Bäume über Straßen hinweg verbinden. Denn Plumploris kommen häufig im Straßenverkehr oder beim Überqueren von Straßen entlang von Stromleitungen ums Leben. Um die Nutzung der Brücken durch Plumploris und andere Tiere nachvollziehen zu können, und als Grundlage für eine Studie, sollen die Brücken beidseitig mit Wildkameras versehen werden.

Infos für Dortmunder Zoobesucher*innen

Erster Vorsitzender und Gründer von Plumploris e.V. ist Marcel Stawinoga, Kommunikationsmanager im Zoo Dortmund. Fachlich beraten werden er und der restliche Vorstand dabei unter anderem vom Dortmunder Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter, der im Beirat des Vereins sitzt.

Die Dortmunder Zoobesucher*innen werden sich über das neue Plumplori-Projekt künftig am Gehege der Dortmunder Zwergplumploris Helene und Flori informieren können, welches coronabedingt derzeit für Besucher*innen nicht zugänglich ist.

Als Hauptsponsor für das Plumplori-Projekt in Bangladesch konnte der Verein die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe gewinnen, die die komplett kalkulierten Kosten für das erste Jahr in Höhe von 28.000 Euro übernimmt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.