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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Radschnellweg Ruhr

Stadt gibt ersten Bauabschnitt des RS1 frei - Schilder und Markierungen folgen

Nachricht vom 29.09.2021

Am Dienstag, 28. September, hat die Stadt die letzten Absperrungen am Radschnellweg Ruhr (RS 1) im Dortmunder Kreuzviertel abgebaut. Ab sofort ist der erste Bauabschnitt bis zum südlichen Ende der Große Heimstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Asphaltierungsarbeiten auf dem letzten Teilabschnitt in Höhe der Stübbenstraße

Asphaltierungsarbeiten auf dem letzten Teilabschnitt in Höhe der Stübbenstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

"Mit dem Einbau der Fahrbahndecke von Wittekindstraße bis zum neuen Parkplatz in Höhe der Stübbenstraße haben wir die schweren Straßenbauarbeiten abgeschlossen", erklärt der städtische Bauleiter Torsten Jahnke.

Bauabschnitt wird erst im Oktober Fahrradstraße

Wirklich zur richtigen Fahrradstraße wird der erste RS1-Bauabschnitt jedoch erst mit der fertigen Beschilderung und Markierung. Dies wird noch im Laufe des Oktobers erfolgen. Bis dahin gelten weiterhin die Verkehrsregeln einer Tempo-30-Zone. "Viele Radfahrende haben die Kolleg*innen des Ordnungsamtes und uns schon gefragt, wann der erste Bauabschnitt endlich zur Fahrradstraße wird", verrät Tiefbauamtsleiterin Sylvia Uehlendahl. "Wir sind guter Dinge, dass die Beschilderung und abschließende Markierung jetzt bald folgen wird. Damit die Einfärbung der großen Kreuzungsbereiche und der Haltelinien aber nachhaltig aufgebracht werden kann, brauchen wir passende Witterungsverhältnisse." Die Markierung wird in Zukunft die veränderte Vorfahrt auf dem RS1 verdeutlichen und ist damit absolut sicherheitsrelevant.

Klare Regeln für alle auf der zukünftigen Fahrradstraße

Tiefbau-, Ordnungs- sowie das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt haben gemeinsam die Regeln für die zukünftige Fahrradstraße in Abstimmung mit weiteren Expert*innen und Erfahrungsberichten von anderen Kommunen definiert. Im Fokus stand dabei eine klare Regelung für alle Verkehrsteilnehmenden zu finden, um Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Die Regeln wurden zudem einvernehmlich mit der Bezirksregierung Arnsberg getroffen:

  • Die Fahrradstraße im Kreuzviertel wird im gesamten ersten Abschnitt für den motorisierten Verkehr zugelassen.
  • Für den Fahrverkehr gilt weiterhin eine Höchstgeschwindigkeit von 30km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit verringern.
  • Radfahrende werden dann nebeneinander fahren dürfen.
  • Auf der Fahrbahn wird ein absolutes Halteverbot gelten. Parken und Halten wird dort zu jeder Zeit verboten sein und durch die Verkehrsüberwachung sanktioniert. Für den Lieferverkehr werden ausgeschilderte Lieferzonen zur Verfügung gestellt, die in dem ausgeschilderten Zeitfenster für Anlieferungen genutzt werden können. Außerhalb des Zeitfensters darf dort geparkt werden.
  • Die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben. Alle Verkehrsteilnehmenden auf dem RS1 erhalten Vorfahrt (Verkehrszeichen 306). Neben der Beschilderung werden rote Fahrbahnmarkierungen in größeren Kreuzungsbereichen auf die geänderte Vorfahrt hinweisen. Die Markierung sogenannter "Haifischzähne", wird in Einmündungsbereichen die Wartepflicht des einfahrenden Verkehrs verdeutlichen.

Förderung durch Land NRW

Die Realisierung des ersten Bauabschnitts wird im Rahmen der Sonderförderung des Radschnellwegs Ruhr über die Bezirksregierung Arnsberg mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Zuschusshöhe beträgt 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Mehr Informationen zum Thema RS1

Ähnlich wie bei dem Fahrradprojekt "Radwall" können Interessierte jetzt schon virtuell auf das Fahrrad steigen und den RS1 zwischen Schnettkerbrücke und Stadthaus erfahren.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.