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Gesundheit

Schutz vor Corona: Impfzentrum auf Phoenix West zieht positive Bilanz

Nachricht vom 01.10.2021

Das Impfzentrum auf Phoenix West war für viele Dortmunder*innen die erste Anlaufstelle für eine Impfung zum Schutz vor Corona: 372.475 Impfungen wurden in Hörde in den vergangenen acht Monaten verabreicht. Ab dem 1. Oktober übernehmen jetzt vor allem die Hausärzt*innen diese wichtige Aufgabe.

Ein Banner des Impfzentrums Phoenix-West im Sonnenuntergang

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Das Impfzentrum auf Phoenix-West war für viele Dortmunder*innen die erste Anlaufstelle für eine Impfung zum Schutz vor Corona: 372.475 Impfungen wurden in Hörde in den letzten Monaten verabreicht. Ab 1. Oktober wird diese wichtige Aufgabe jetzt an die Hausärzt*innen übertragen.

Gemeinsame Kraftanstrengung

Acht Monate und drei Wochen hatte das Impfzentrum im Stadtteil Hörde geöffnet. Seit dem 30. September sind die Türen nun geschlossen. Die Bilanz des Zentrums, vor dem sich zu Beginn lange Warteschlangen von Bürger*innen gebildet haben, ist positiv: "Mit Hochdruck haben wir im Winter letzten Jahres mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Stadt - insbesondere der Feuerwehr -, Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen Lippe und Apothekerkammer Westfalen-Lippe quasi aus dem Nichts das Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall auf die Beine gestellt", erinnert sich Oberbürgermeister Thomas Westphal.

Die Planungen für das Impfzentrum begannen bereits im vergangenen Winter. Mitte Dezember war alles startklar. Doch der langeersehnte Impfstoff ließ auf sich warten. Oberbürgermeister Westphal erinnert sich: "Bereit, ihren Betrieb aufzunehmen, war die neue Einrichtung - wie vom Land NRW erwartet - bereits am 15. Dezember. Dafür haben alle Beteiligten Schwerstarbeit geleistet. Diese kann nicht hoch genug eingeschätzt werden", so der Oberbürgermeister. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die geleistete Arbeit.

Start Anfang Februar

Bedingt durch den bundesweiten Impfstoffmangel, konnten die ersten Impfungen erst am 8. Februar durchgeführt werden. Am ersten Tag erhielten 360 Senior*innen der Altersgruppe Ü80 ihre Erstimpfung.

Nachdem das Impfzentrum aufgrund der auch weiterhin nur spärlichen Versorgung mit Impfstoff zu Beginn nur in den Nachmittagsstunden geöffnet war, konnten die Öffnungszeiten ab dem 1. März an allen Tagen in der Woche auf die Zeit von 8:00 Uhr und 19:00 Uhr ausgeweitet werden.

"Bis gestern wurden insgesamt 372.475 Impfungen im Impfzentrum durchgeführt. Mehr als 180.000 Menschen haben dort ihren vollständigen Impfschutz erhalten. Am 15. Mai stellten wir mit knapp 3.600 Impfungen den Rekord in Bezug auf die höchste Anzahl der an einem Tag durchgeführten Impfungen auf", sagt Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner.

Verabreichte Impfstoffe

  • Biontech: 253.365
  • Moderna: 56.365
  • AstraZeneca: 54.362
  • Johnson&Johnson: 8.383

Zusätzlich zur Organisation und Durchführung von Impfungen im Impfzentrum und den mobilen Impfaktionen koordinierte das Team von Impfzentrum und KVWL (Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe) über 350 große Impfaktionen in Pflegeheimen, Tagespflegeeinrichtungen, Seniorenresidenzen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe und sorgte für den Impfstoff.

Koordinierung von Impfungen

Hinzu kamen die Impfungen vor Ort in Hochinzidenzgebieten sowie die Impfungen einzelner Gruppen. Dazu zählten Obdachlose, die Jugendhilfe, die Justizvollzugsanstalt sowie bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel Lehrer*innen. Bei diesen Impfaktionen haben über 30.000 Menschen ihre Impfungen bekommen.

"Noch ist die Summe nicht vollständig, denn in 33 Impfbus-Einsätzen sowie 17 weiteren mobilen Impfaktionen erhielten 7.634 Dortmunder*innen ihre Impfungen. Das waren seit dem 6. August 5.653 Impfungen durch den Impfbus und 1.981 Impfungen durch mobile Angebote", rechnet Birgit Zoerner vor. "Bilanzierend muss man sagen, dass die gesamte Betriebszeit des Impfzentrums von einer hohen Dynamik geprägt war. Zentrale Herausforderungen waren vor allem die bis zum Sommer andauernde Impfstoffknappheit sowie die komplizierte Regelung der Impf-Priorisierung."

Alle Herausforderungen haben die Beteiligten im Impfzentrum gut gemeistert. Jetzt übernehmen vor allem die niedergelassenen Hausärzt*innen die weiteren Impfungen. Zusätzlich gibt es Angebote für Impfungen, zum Beispiel mit dem Impfbus, durch die Stadt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.