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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Abwassergebühren in Dortmund können leicht sinken - kleine Ersparnis für Bürger*innen

Nachricht vom 26.10.2021

Die Stadtentwässerung Dortmund hat der Verwaltungsspitze ihren Wirtschaftsplan 2022 vorgelegt: Der Eigenbetrieb plant im kommenden Jahr mit Erträgen in Höhe von 157,2 Millionen Euro, aber auch Aufwendungen sind einzurechnen. Die Bürgerschaft kann sich auf geringere Abwassergebühren freuen.

Den größten Anteil an den Erträgen machen die Abwassergebühren mit 149,1 Millionen Euro aus. Auf der anderen Seite stehen die Aufwendungen von rund 141,4 Millionen Euro, deren mächtigste Kostenblöcke sind: die Beiträge an Wasserwirtschaftsverbände (71,7 Millionen Euro), die Zinsaufwendungen (20 Millionen Euro), Abschreibungen in Höhe von 21,4 Millionen Euro und die Personalaufwendungen mit 14,9 Millionen Euro.

Für Investitionsmaßnahmen stehen für das Jahr 2022 rund 35 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den wichtigsten Baumaßnahmen gehören u.a. Rigwinstraße (Kanalbau im Zusammenhang mit der Abwasserfreiheit der Emscher), Asselner Hellweg (Kanalbau gemeinsam mit Straßenbau und Stadtbahnbau – Maßnahme bereits gestartet), Provinzialstraße (Kanalsanierung zusammen mit einer Straßenbaumaßnahme), Cimbernstraße (umfangreiche Kanalerneuerung) und das Regenrückhaltebecken an der Wittener Straße (Starkregenvorsorge). Darüber hinaus werden viele Kanalsanierungsmaßnahmen im gesamten Stadtbezirk realisiert.

Der geplante Jahresüberschuss wird maßgeblich wieder in das über 2.000 Kilometer lange Kanalnetz der Dortmunder Stadtentwässerung investiert.

Abwassergebühr wird moderat gesenkt

Gegenüber dem Vorjahr kann die Abwassergebühr leicht sinken. Bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt um knapp 2,4 Prozent. Dazu lobte der für die Stadtentwässerung zuständige Stadtdezernent Arnulf Rybicki am Dienstag, 26. Oktober: "Im Vergleich zu anderen Kommunen sind wir konkurrenzfähig." Die Stadt liege bei den Gebühren etwas unter dem Schnitt, "das werden wir auch so halten".

Wesentlicher Grund für die Senkung sind die gesunkenen kalkulatorischen Zinsen. Die Mitgliedsbeiträge an Wasserwirtschaftsverbände stellen mit rund 48 Prozent die größte Einzelposition der durch Gebühren zu deckenden Kosten dar. In diesem Bereich wird mit einer Kostensteigerung von rund 3,1 Prozent (2,1 Millionen Euro) kalkuliert.

Die gesamten durch Gebühren zu deckenden Kosten belaufen sich auf 141,5 Millionen Euro. Für die Entwässerung der städtischen Straßen, Wege und Plätze trägt die Stadt Dortmund einen Eigenanteil in Höhe von 21,1 Mio. Euro.

Für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt sinkt die jährliche Gebühr von bisher 596,80 Euro um 14,40 Euro auf dann 582,40 Euro.

In Dortmund werden bei den Abwassergebühren die Bereiche Schmutzwasser und Regenwasser grundsätzlich getrennt voneinander kalkuliert. Die Gebühr für das Schmutzwasser berechnet sich anhand des Wasserverbrauchs. Bei den Kosten für die Einleitung des Regenwassers ins städtische Kanalnetz kommt es auf die Größe der versiegelten Grundstücksfläche an.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.