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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Verkehr

Stadt Dortmund ist beim Stadtradeln auch 2021 teilnahmestärkste Kommune im Ruhrgebiet

Nachricht vom 02.11.2021

Erneut treten die Dortmunder*innen für mehr Klimaschutz kräftig in die Pedalen. In keiner anderen Kommune haben die Bürger*innen so viele Kilometer mit dem Rad zurückgelegt wie in Dortmund.

Teilnahme- und kilometerstärkstes Team Stadtradeln 2021

Teilnahme- und kilometerstärkstes Team v.l.: TU Dortmund mit Jan Gellweiler als teamstärkster Radler, Dr. Viola Hofmann als teamstärkste Radlerin, Kanzler Albrecht Ehlers, Team-Captain und Leiter Hochschulsport Christoph Edeler, Oberbürgermeister Thomas Westphal.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

"Dank der Leistung von 4.471 aktiven Teilnehmenden, die 875.383 Kilometer geradelt sind und 129 Tonnen CO2 eingespart haben, ist Dortmund auch 2021 teilnahmestärkste Kommune im Ruhrgebiet bei der Kampagne des Klimabündnisses geworden", bedankte sich Oberbürgermeister Thomas Westphal bei allen Beteiligten am Dortmunder Stadtradeln 2021.

Im Rahmen der "UmsteiGERN"-Kampagne waren vor allem diejenigen angesprochen, die kurze Alltagswege in die Stadt bisher mit dem Auto zurückgelegt haben. Vom 5. bis zum 25. September konnte gemeinsam in Teams für mehr Klimaschutz und Radverkehrsförderung in die Pedale getreten werden.

Bundesweit belegt Dortmund damit den 44. Platz bei der Wertung "CO2 Ersparnis" unter den teilnehmenden Städte und Kreisen.

Leistung der Teilnehmer*innen kann sich sehen lassen

Gesamtwertung

Als radelaktivstes (km absolut) und größtes Team wurde die TU Dortmund ausgezeichnet. 401 Radelnde legten stattliche 84.803 km zurück. Kanzler Albrecht Ehlers ließ es sich daher nicht nehmen, die Urkunde stellvertretend für das Team entgegenzunehmen und zugleich das Ziel für 2022 auszurufen. "Bei fast 7.000 Beschäftigten und über 33.000 Studenten wollen wir im nächsten Jahr natürlich die 100.000 km-Marke knacken", erklärte Albrecht Ehlers.

"Ziel dieses Jahr war es, noch mehr Studierende und Beschäftige zu motivieren und gemeinsam die 50.000-Kilometer-Marke zu knacken und damit die 46.297 Kilometer aus dem Vorjahr zu toppen", berichtete der Team-Captain und Leiter des Hochschulsports Christoph Edeler.

Teammitglieder der TU Dortmund konnten sich zudem auf eine interne Preiseverleihung des Hochschulsports freuen. Zu gewinnen gab es Turnbeutel, Trinkflaschen und Coffee-to-go-Becher. Außerdem ging in diesem Jahr erstmals der neue Wanderpokal für das aktivste Unterteam an die Radelnden der Mathematik.

Das Team Endurance um Captain Frank Rose gewann mit 1.182 km pro Kopf die Wertung der relativen Teamleistung.

Sonderkategorie Schule

Erstmals beim Stadtradeln Dortmund wurde auch die Sonderkategorie "Schule“ ausgerufen. "Wie schon im letzten Jahr haben die Dortmunder Schüler*innen einen Großteil zum Erfolg der Aktion beigetragen. Sechs Schulen sind sogar in der Gesamtwertung unter die ersten 20 Teams geradelt“, freute sich Fuß- und Radverkehrsbeauftragter Fabian Menke. Über 1.700 Teilnehmende kamen allein aus der Dortmunder Schullandschaft.

Teilnahmestärkste Grundschule

Teilnahmestärkste Grundschule: Lieberfeldschule mit Team-Captain Sven Kitschmann mit Stadtradeln-Kids Eric und Elen Meklenburg in Begleitung ihrer Mutter Verena Meklenburg sowie Oberbürgermeister Thomas Westphal.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Grundschulen

Die radelaktivste Grundschule war mit 4.392 km die Emschertalschule. "Der Lehrerparkplatz war während des Stadtradelns sehr leer. Man hätte meinen können, dass wir wieder einen Lockdown haben", beschreibt Team-Captain Victoria Rohrbeck die Dynamik in ihrem Kollegium.

Das größte Grundschul-Team um Captain Sven Kitschmann stellte die Lieberfeldschule mit 42 Radelnden. Das Team war mit zwei Schüler*innen gekommen, die eine Standluftpumpe, ein Fahrradwerkzeugset und die Urkunde von Oberbürgermeister Thomas Westphal in Empfang nahmen.

Die Uhlandschule führte mit 300 km pro Kopf das Ranking für die beste relative Leistung an.

Weiterführende Schulen

Bei den weiterführenden Schulen konnte sich das Leibniz-Gymnasium um Team-Captain Peter Wernsmann durchsetzen. Mit 45.995 km und 254 Teilnehmenden belegte es nicht nur die beiden ersten Plätze in diesen Kategorien. Vielmehr war das Schulteam auch in der Gesamtwertung aller Teams auf dem dritten Platz gelandet.

Die Schule am Hafen konnte sich mit 335 km pro Kopf in der dritten Kategorie im Wettbewerb der weiterführenden Schulen durchsetzen. Richard Groß und Jasmin Kurre nahmen die Urkunde und das Fahrradset bestehend aus Luftpumpe und Werkzeugset stellvertretend für Team-Captain Imo Gatz entgegen.

Einzelradler*innen

Geehrt wurden auch die drei besten Einzelradler die jeweils mehr als 2100 km erradelt haben. "Man muss sich klar machen, dass die drei im Durchschnitt pro Tag über 100 km im Sattel gesessen haben und das über 21 Tage", führte Hendrik Konietzny aus dem Team Fuß- und Radverkehr im Tiefbauamt ein.

Thomas Kicinski hatte mit 2.473 km für das Team "BVB Freunde" den dritten Platz erreicht. Für den Mendener ist das bereits der zweite Stadtradeln-Erfolg in diesem Jahr. Im Märkischen Kreis war er mit seiner Leistung im August auf den ersten Platz geradelt. Insgesamt standen in sechs Wochen über 4.500 Kilometer auf dem Tacho.

Glücklich konnte sich auch die TU Dortmund schätzen: Der zweitplatzierte Jan Gellweiler hatte 2.771 km zum Gesamterfolg beigesteuert. "Ich habe dieses Jahr nach 2020 zum zweiten Mal für die TU Dortmund am Stadtradeln teilgenommen. Das Rad ist für mich sowohl mein Alltags-Verkehrsmittel, als auch mein Sport- und Fitness-Gerät. Da kommen viele Kilometer zusammen", erklärte der Team-Captain des Unterteams ITMC seine Leistung.

Die Schallmauer von 3.000 Kilometern in 21 Tagen wurde auch dieses Jahr durchbrochen. Hendrik Osthues vom Team andante gGmbH hatte mehrere Gründe für seine Mammutleistung: Seine ländliche Herkunft habe ihn schon früh zum Langstreckenradler werden lassen. Zudem sei sein gut 30 km langer Arbeitsweg zur andante gGmbH in Dortmund eine gute Basis für den diesjährigen Kilometerrekord.

Stadtradeln-Star

Ausgezeichnet wurde auch Stadtradeln-Star Björn Köpenick, der 717 Kilometer auf seinem 27 Jahre alten Peugeot Trekkingrad zurückgelegt und dabei 21 Tage kein Auto von innen gesehen hatte. Dabei ist Björn Köpenick jeden Tag von Witten aus zur Arbeit geradelt und hat in seinem Blog alle an seinen Erlebnissen in der Natur teilhaben lassen. "Im nächsten Jahr werde ich erneut ein Team für die Sparkasse anmelden. Mein Ziel ist es dabei, die Teilnehmerzahl zu verdoppeln", beschreibt Björn Köpenick seine Stadtradeln-Pläne für 2022.

Danksagung an aktive Fahrradszene

"Das Stadtradeln lebt von den Veranstaltungen aus der aktiven Fahrradszene, den Vereinen und Institutionen in Dortmund. Das können wir nicht oft genug sagen. Ein großer Dank geht daher an den ADFC, die Velokitchen, Aufbruch Fahrrad Dortmund, VeloCityRuhr, die Denkmalbehörde, die VHS und viele mehr", betonte Mitorganisator Hendrik Konietzny zum Abschluss der Siegerehrung.

Oberbürgermeister Thomas Westphal nahm den Ball von Albrecht Ehlers, Kanzler der TU Dortmund, auf: "Ich werde natürlich auch im nächsten Jahr dabei sein. Wenn die TU Dortmund 100.000 km erradelt, dann knackt die Stadt Dortmund 2022 die Million."

Interessierte Stadtradler können in die Verlängerung gehen

Radelnde, die mit ihrem Team in die Verlängerung gehen möchten, können sich über die Bike Citizens App noch bei der Bike-to-Work und Bike-to-Campus-Aktion anmelden, die noch bis zum 14. November bzw. zum 12. Dezember laufen. In der Wochenwertung können dort auch neue Teams noch ordentlich mitmischen.

Gleichzeitig lassen sich mit der App Heatmaps erstellen. Mit jeder Fahrt werden zudem Vergünstigungen bei Dortmunder Partner*innen innerhalb der Bike-Benefit-Aktion gesammelt. Downloaden und teilnehmen lohnt sich also.

Darüber hinaus läuft weiterhin "Die Klimawette". Bis zur nächsten Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November sollen mit ihr eine Million Menschen zusammen eine Million Tonnen CO2 einsparen. Heruntergerechnet auf die Einwohnerzahl von Dortmund entspricht dies 8.823 Tonnen CO2. "Dortmund – Klima ist Heimspiel"- Es kommt auf jeden Spielerin und jeden Spieler an! Die Stadt Dortmund unterstützt die Aktion. Mitmachen kann man über die Website .

Zum Thema

Alle Infos zum Stadtradeln, zum Radverkehr in Dortmund oder Informationen zur Umsteigern-Kampagne für eine emissionsfreie Innenstadt sind als Verlinkung angehängt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.