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Bildung

Stadtgymnasium freut sich über Auszeichnung als "Digitale Schule"

Nachricht vom 11.11.2021

Digital, digitaler, Stadtgymnasium: Die Schule in der Dortmunder City ist mit dem Siegel "Digitale Schule" ausgezeichnet worden. Die Ehre kommt nicht ohne Grund. Seit März ist sie vollausgestattet mit iPads. Dahinter steckte viel Arbeit, wie OB Westphal und Schuldezernentin Schneckenburger erfuhren.

Oberbürgermeister Thomas Westphal im Gespräch mit dem Schüler Lorik Yashari.

Oberbürgermeister Thomas Westphal im Gespräch mit dem Schüler Lorik Yashari.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Wer in die Zukunft von Schüler*innen investieren will, der muss Digitalisierung leben. So oder so ähnlich könnte ein Motto des Stadtgymnasiums (STG) lauten, das sich seit Dezember 2019 mit dem Thema auseinandersetzt – damit also bereits vor Corona-Zeiten begonnen hat.

Fast zwei Jahre Digitalisierungsarbeit haben sich gelohnt: Die Initiative "MINT Zukunft schaffen!" zeichnete das Stadtgymnasium jüngst mit dem Siegel "Digitale Schule" aus, die Juror*innen verliehen sogar die Kategorie "vorbildhaft". Gefeiert wurde die Ehrung am Mittwoch, 10. November, u.a. mit Oberbürgermeister Thomas Westphal und Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. "Ohne Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund wäre die Auszeichnung nicht möglich gewesen", sagte Schulleiterin Stefanie Klimasch.

Die Vollausstattung aller Lehrkräfte und Schüler*innen gelang, weil Eltern auch angeboten wurde, ein iPad für das Kind zu leihen statt zu kaufen. Denn günstig ist so eine Anschaffung nicht: "Laut Stadt sollen die Geräte im Durchschnitt alle fünf Jahre wegen der Akkuleistung ausgetauscht werden", sagt Martin Depenbrock vom Schulverwaltungsamt. Als Bereichsleiter Digitale Bildung freute er sich ebenfalls über die Auszeichnung für das STG.

Schüler:innen einer Klasse am Stadtgymnasium Dortmund halten iPads hoch.

Die Freude war groß in der Pilotklasse, als die iPads eintrafen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadtgymnasium Dortmund

Klassenzimmer wurden neu definiert

Auf dem Weg zur digitalen Schule ging das Stadtgymnasium viele einzelne Schritte. Anfang 2020 wurde zunächst das Kollegium mit iPads ausgestattet, im September 2020 folgte die Einführung der iPads in der Pilotklasse. Das war so erfolgreich, dass nach sechs Wochen eine zweite Pilotklasse startete.

"In so kurzer Zeit eine so hohe Leistung zu schaffen, damit haben Lehrer- und Schülerschaft Geschichte geschrieben", lobte Nergiz Özdogan von der Elternvertretung. Claudia Samariter, ebenfalls Elternvertretung, brachte es auf den Punkt: "Es gab eine Neudefinition von Klassenzimmern. Es sind jetzt smarte Klassenzimmer." Dass Digitalisierung mehr ist, als iPads für Kinder zu kaufen, war allen Beteiligten klar. "Wir haben ein Cloud-System geschaffen, mit einer Lern-Cloud, einer Lehrkräfte-Cloud und einer Cloud für Videokonferenzen", erläutert Robert Schwarz, Lehrer für Biologie, Chemie, Physik und Philosophie. Als IT-Leiter des Digitalisierungsteams am STG ist er Teil der sich verändernden Lernkultur: "Digitale Didaktik, digitale Lerntechniken – das braucht Zeit."

Smarte Schule hat mehr Freiräume im Unterricht

"Digitalisierung sehen wir in der Arbeitswelt und bei Unternehmen, umso wichtiger, dass auch Schulen smart werden", sagte OB Westphal zum Stadtgymnasium. "Technik unterstützt die Intention, das Lernen zu lernen", ergänzte Dezernentin Schneckenburger. Schwarz berichtete konkret aus der Praxis: "Digitalisierung kann uns Lehrer*innen Freiräume schaffen, sich mehr Zeit für das individuelle Lernen der einzelnen Schüler*innen zu nehmen."

Kreative Projekte mit Apps

Im Gespräch mit Jugendlichen aus den Klassen 8 und 9 überzeugten sich OB und Schuldezernentin von deren digitalen Kompetenzen. Präsentiert wurden ein Stop-Motion-Video zur Evolution der Wale oder etwa selbstproduzierte Musikstücke. Besonders beeindruckend war ein Video mit Gebäudeaufnahmen von der Schule, untermalt mit selbst auf Französisch geschriebenem und eingesungenem Rap-Text. "Klasse" lobte OB Westphal - in Noten gesehen meinte er sicherlich eine Eins.

Text: Larissa Hinz

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.