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Zoo

Löwenhaus im Zoo ist offiziell eröffnet worden

Nachricht vom 17.11.2021

Die Modernisierung des Löwen-Geheges nähert sich dem Ende: Der Zoo Dortmund kann nach knapp vier Jahren wieder den Königen der Tiere, den Löwen, ein modernes Zuhause mit einer zeitgemäßen Außenanlage bieten.

Feierlich wird das neue Raubtierhaus eröffnet. Nach einer Eingewöhnungszeit der neuen Löwinnen und des Löwen ist das Haus auch wieder für alle Besucher*innen geöffnet. Quelle: YouTube

Oberbürgermeister Thomas Westphal hat am Freitag, 19. November, das Löwenhaus und die Außenanlagen gemeinsam mit Stadträtin Birgit Zoerner, DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung, DSW21-Finanzvorstand Jörg Jacoby und Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter eröffnet. "Dortmund hat wieder Löwen", so Westphal. "Und das sind wunderbare Nachrichten! Wir haben zwei junge Löwinnen bekommen: Saba, die Morgenröte, und Zuri, die Schöne."

Feierlich wird das neue Raubtierhaus eröffnet

v.l.n.r.: Hubert Jung (DSW21-Verkehrsvorstand), Oberbürgermeister Thomas Westphal, Dr. Frank Brandstätter (Zoodirektor), Jörg Jacoby (DSW21-Finanzvorstand) eröffnen das neue Raubtierhaus.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Auch Zoodirektor Frank Brandstätter zeigt seine Begeisterung: "Wir sind als Zoo natürlich froh, das Raubtierhaus endlich wieder öffnen zu können und Löwen zu haben. Es ist ein klassisches Zootier und wir freuen uns, in einer neuen und modernisierten Anlage wieder Löwen zeigen zu können."

Im Zuge des "Zukunftskonzepts Zoo 2023" erhielt das alte Raubtierhaus eine aufwändige energetische Sanierung und wurde zum Löwenhaus umgebaut.

Das Zukunftskonzept wurde im Jahr 2016 beschlossen. Die Bauzeit hatte sich durch die Pandemie auf vier Jahre gestreckt. "Corona hat den Umbau verzögert und erschwert. So konnten die Teams nicht gleichzeitig arbeiten, sondern nur hintereinander. Das hat Zeit gekostet", erläuterte Marcel Stawinoga, Zoolotse und Pressesprecher.

Nach einer Eingewöhnungsphase können bald Besucher*innen die neuen Zoo-Bewohnerinnen im neuen Gehege besuchen.

Löwin Saba schaut interessiert bis skeptisch. Nach einer Eingewöhnungsphase können Besucher*innen bald die neuen Zoo-Bewohnerinnen im neuen Gehege besuchen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Stawinoga

Innen- und Außenbereich wurde neu gestaltet

Insgesamt gab es drei Bauabschnitte: Den energetischen Umbau des Geheges, die Umgestaltung des Innenbereichs als auch die Neuanordnung des Außengeheges. "Früher waren hier verschiedene Großkatzen-Arten untergebracht wie zum Beispiel der Tiger. Nun ist das Außengelände zu einem geworden mit der Möglichkeit, diesen bei Bedarf zu trennen."

Das Gebäude wurde insgesamt energiesparend umgebaut. Der Aufenthaltsbereich für die Großkatzen im Inneren hat einen neuen Bambusschliff erhalten, zudem können sich die Löwen auf den neuen Liegeplätzen ausruhen und das Geschehen von oben beobachten. Außerdem wurde neue Sicherheitstechnik verbaut. "Es wurden neue Schließsysteme eingebaut, mehr Kameras installiert, etc. Das ganze Gehege ist insgesamt auf den neuesten technischen Stand", so Stawinoga.

Neue Löwen sind bereits angekommen

Die Löwinnen-Schwestern Saba und Zuri, die am 31. August 2020 im Thüringer Zoopark Erfurt zur Welt kamen, sind bereits in ihr neues Heim eingezogen. Beide haben sich nach kurzer Zeit gut eingewöhnt. "Sie sind noch skeptisch, aber nicht mehr so nervös wie am Anfang und damit noch etwas zurückhaltend. Die beiden sind noch sehr jung, gerade einmal 14 Monate alt. Sie sind quasi noch Teenager", sagte Stawinoga weiter.

Dennoch bringen die beiden Löwen-Damen schon ordentlich Gewicht auf die Waage: Saba wiegt 95 Kilogramm, ihre Schwester Zuri immerhin 86,5 Kilogramm. "Daran sieht man, wie 'klein' sie noch sind. Löwinnen wiegen im Erwachsenenalter bis zu 150 Kilogramm." Bis Löwen aber als ausgewachsen gelten, müssen noch einige Jahre vergehen.

Der männliche Löwe Boeti, am 15. Oktober 2019 im GaiaZoo in Kerkrade in den Niederlanden geboren, verbringt zur Eingewöhnung noch ein paar Tage in einem Gehege hinter den Kulissen. "Der versteckt sich noch und lässt sich selten blicken, der braucht noch ein, zwei Tage", so der Zoosprecher.

"Wenn er soweit ist, werden sich die Großkatzen kennenlernen, zunächst aber in getrennten Bereichen, damit sie sich beschnuppern können." Der 150 Kilogramm schwere Kater soll langfristig mit den Löwinnen für Nachwuchs sorgen. "Aber auch hier gilt, dass das noch dauert, da alle drei noch zu jung für Nachwuchs sind."

Löwinnen Zuri und Saba.

Zuri und Saba liegen im neuen Innenbereich des Raubtierhauses.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Angela Seger

Nachwuchs ist also geplant: "Also, langfristig sollen sich die Neuen paaren und den Bestand natürlich erhöhen. Aber das dauert noch. Alle drei sind noch sehr jung, bei Saba sieht man das zum Beispiel nicht nur an der Größe und Gewicht, sondern auch noch ganz gut am Fell - es ist fleckig wie bei 'Teenager'-Löwen. Bis sie geschlechtsreif sind, dauert es noch zwei Jahre. Also, wenn alle mindestens das dritte Lebensjahr erreicht haben und sich verstehen, dann können wir über Nachwuchs nachdenken", erklärte Stawinoga.

Für Besucher*innen ist das Löwenhaus noch nicht offen

Das Löwenhaus wird zur besseren Eingewöhnung der Tiere voraussichtlich noch einige Zeit für Besucher*innen geschlossen bleiben müssen. Selbstverständlich werden die neuen Tiere sobald wie möglich in ihrem neuen Zuhause auch für die Besucher*innen zu erleben sein.

"Wie lange das dauert, hängt von den Tieren ab, das kann man schlecht einschätzen. Die einen brauchen nur ein, zwei Wochen, die anderen wiederum mehrere Wochen. Das ist wie bei Menschen, die sind ja auch individuell", machte der Zoosprecher klar.

Text: Angela Seger

Zum Thema

Der Zoo freut sich, mit DSW21 den Hauptsponsor für das Löwenhaus gewonnen zu haben. Zur Rückkehr der Löwen in den Zoo Dortmund ist das Begleitheft "Hekima Ya Simba. Löwen im Zoo Dortmund" erschienen. Es enthält zahlreiche Informationen zur Biologie der Löwen und zum Neubau des Hauses.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.