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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Wirtschaftsförderung

"Broodwormfarm" gewinnt 5.000 Euro bei Stipendienprogramm "greenhouse.ruhr 2021"

Nachricht vom 20.12.2021

Beim Auftakt noch spontan in das Programm aufgenommen gewinnt die Broodwormfarm nach spannendem Finale das diesjährige Stipendienprogramm "greenhouse.ruhr" der Wirtschaftsförderung Dortmund und sichert sich mit ihrer Idee, einer nachhaltigen Zucht von Mehlwürmern, ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Gewinner*innen des Stipendienprogrammes "greenhouse.ruhr 2021": "Broodwormfarm

Gewinner*innen des Stipendienprogrammes "greenhouse.ruhr 2021": "Broodwormfarm
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Mielek

"Greenhouse.ruhr" ist ein Stipendienprogramm der Wirtschaftsförderung Dortmund in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund zur Förderung sozialer, innovativer und nachhaltiger Geschäftsideen, das im Jahre 2020 erstmalig durchgeführt wurde. In diesem Jahr gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Finalist*innen.

Während des Finales am 15. Dezember, das als Hybrid-Veranstaltung unter 2G+ Bedingungen in der Werkhalle des Union-Gewerbehofs stattfand, hatten die besten acht Teams des Programms die Chance, in einem Pitch sich und ihre nachhaltige, soziale oder ökologische Geschäftsidee einer interdisziplinären Jury zu präsentieren. Die Jury war per Stream zugeschaltet und zeigte sich während der Pitches durchweg begeistert von den vorgestellten Ideen.

Nachhaltige, soziale Geschäftsideen gesucht

"Mit greenhouse.ruhr bieten wir gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund ein Programm zur Förderung nachhaltiger und sozialer Geschäftsideen an, das in dieser Form einzigartig und zukunftsweisend ist", zeigt sich Friedrich-Wilhelm Corzilius, Geschäftsbereichsleiter Kundenservice bei der Wirtschaftsförderung Dortmund, begeistert und ergänzt, "Solche Projekte sind der Grund, warum die Stadt Dortmund kürzlich durch den Europäischen Innovationsrat zur europäischen Innovationshauptstadt 2021 gewählt wurde." "greenhouse.ruhr" zeige sehr gut, wie der Titel der Dortmunder Bewerbung "Innovation next door – Zukunft aus der Nachbarschaft" in Dortmund in die Praxis umgesetzt würde, so Corzilius.

Mitinitiator Dr. Arne Elias, Leiter Social Innovation Center der Wirtschaftsförderung Dortmund, zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Es war wieder sehr spannend miterleben zu dürfen, wie sich die Teams mit ihren Geschäftsideen für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen einsetzen. Wenn wir mit dem Programm dazu beitragen können, dass sich die Teams mit Ihren Ideen in Dortmund vernetzen und weiterentwickeln können, freut uns das noch mehr."

44 Bewerber*innen - drei Sieger*innen

"greenhouse.ruhr" war Anfang September mit 44 Bewerber*innen gestartet, von denen sich in der Vorauswahl acht Teams für das Unterstützungsprogramm qualifizierten. "Die besten acht Teams haben in den vergangenen drei Monaten unfassbar viel Engagement und Herzblut in die Weiterentwicklung ihrer Idee gesteckt und das haben die Jury und alle Gäste während des Finales hautnah erleben können", resümiert Andrea Schubert, Teamleitung Gründen bei der Wirtschaftsförderung, das diesjährige Finale.

Die Teams "lodomo" und "John Dory" komplettierten mit den Plätzen zwei und drei das Siegertreppchen bei greenhouse.ruhr 2021. Das sind die besten drei Teams von greenhouse.ruhr 2021:

1. Preis - 5.000 Euro: "Broodwormfarm"

Die "Broodwormfarm" möchte mit ihrer eigenen Mehlwurmzucht gesunde und nachhaltige Lebensmittel neu denken. Sie ziehen hochwertige tierische Eiweißträger auf, ohne dabei in Nahrungsmittelkonkurrenzen zu treten – ohne die Beanspruchung von Bauflächen und Wasser. Sie züchten Mehlwürmer in wärmespeichernden Zellen, halten dabei die Naturlandrichtlinien ein und leisten einen Beitrag zu nachhaltiger gesunder Ernährung. Mit ihren Produkten schließen sie die Eiweißlücke – nachhaltig, ökologisch. Teammitglieder: Mira Iordanova, Constantin Jedwabski, Elis Peteanu

2. Preis - 4.000 Euro: "lodomo"

Für viele Senioren ist die digitale Welt noch völlig unerschlossen. Sie kommen mit den bestehenden Angeboten nicht zurecht oder vertrauen ihnen nicht. Somit haben sie wenig Teilhabe an der modernen digitalisierten Gesellschaft. Genau da setzt "lodomo" an: "lodomo" bietet eine digitale Plattform inklusive Tablet und mobilem Internetzugang an, welche Senioren den Einstieg ins Internet und die intuitive Nutzung digitaler Inhalte ermöglicht. Hierbei erfordert das neuartige Designkonzept wenig Abstraktionsvermögen oder bereits vorhandenes Digitalwissen. Teammitglieder: Jan-Eric Wörheide, Jonas Spieth, Ralph Wörheide, Daniel Sonnabend

3. Preis - 3.000 Euro "John Dory"

"John Dory" ist eine soziale Jobbörse, die denjenigen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt eröffnet, die chancenlos erscheinen. "John Dory" ist webbasiert, exklusiv und arbeitnehmerorientiert. Ihre Exklusivität stellen sie über ihre Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen sicher. In diesen Einrichtungen ermöglichen sie es den Personen vor Ort, sich auf der Jobbörse zu registrieren und ein Profil anzulegen. Dies erfolgt nach ausführlichen Gesprächen mit ihren Sozialarbeitern*innen. Auf Grundlage der angegebenen Fähigkeiten und Kenntnisse können die Personen nun von interessierten Arbeitgebern*innen (privat oder gewerblich) gefunden und auf Minijob-Basis engagiert werden. Teammitglieder: Birger Boeven, Felix Krawczyk

Die Plätze vier bis acht in alphabetischer Reihenfolge:

  • "Gebrauchtwaren Einkaufszentrum." - Barbara Skindziel und Sven Skindziel
  • "Green.Space Manufaktur" – René Papier
  • "Plantastisch.de" – Hendrik Garre, Tobias Krüger, Doris Korthaus, Tobias Seifert und Rolf Morgenstern
  • "Pott.Balkon" – Alina Samson und Björn Wolf
  • "Socialtivity" – Leon Jansen, Robert Leidig und Majolan Mahendrarajah

Die Plätze vier bis zehn erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro

Zum Thema

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Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten der Stadtentwicklung bzw. Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.