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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

"nordwärts"

Werkstattverfahren zur Neugestaltung der Münsterstraße: Kölner Büro ist auf dem ersten Platz

Nachricht vom 19.01.2022

Im Jahr 2021 wurden frische Ideen für die Neugestaltung des öffentlichen Raums der beliebten Fußgängerzone Münsterstraße gesucht. In einem Werkstattverfahren hatten die teilnehmenden Planungsbüros die Aufgabe, den öffentlichen Raum in der Münsterstraße neu zu gestalten.

Werkstattverfahren zur Neugestaltung der Münsterstraße: Kölner Büro auf dem ersten Platz

Perspektive Münsterstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Büro ClubL94

Inhaltlich sollte ein multifunktionaler, resilienter Stadtraum für die gut frequentierte Einkaufsmeile dargestellt werden. Ziel des vom Projekt "nordwärts" koordinierten kooperativen Werkstattverfahrens, das die Beteiligung der Bürger*innen und Akteur*innen vor Ort sicherte, war es, ein freiraumplanerisches Konzept mit zukunftsfähigen Lösungsansätzen zu entwickeln, die den Stadtraum attraktiver machen.

Aufenthaltsqualität und Erlebbarkeit

Dabei sollten bestehende Strukturen behutsam weiterentwickelt und der Platz vor der St. Joseph Kirche zu einem zentralen Quartiersspielplatz entwickelt werden, eine großzügige und nachhaltige Straßenraumgestaltung geplant und in eine ansprechende städtebauliche Freiraumgestaltung eingebettet werden. Die Steigerung von Aufenthaltsqualität und Erlebbarkeit der Münsterstraße sollte im Fokus der Maßnahme stehen. Betreut wurde das Wettbewerbsverfahren durch das Büro planlokal aus Dortmund.

Das Preisgericht aus Sach- und Fachpreisrichter*innen sowie sachverständigen Berater*innen tagte direkt vor Ort in der St. Joseph Kirche. Aus den insgesamt drei Beiträgen der Teams Kraft.Raum aus Krefeld, ClubL94 aus Köln und Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg wurde schließlich ein präferierter Beitrag ausgewählt.

Den ersten Platz sicherte sich das Büro ClubL94 aus Köln, dessen, erarbeiteter Lösungsansatz nun dem weiteren Planungs- und Beteiligungsprozess zu Grunde gelegt werden kann. Die beiden anderen im Dialog mit den Bürger*innen entwickelten Beiträge wurden von der Jury ebenfalls in Bezug auf die gute Auseinandersetzung mit dem Raum und ihrer hohen Qualität gelobt.

Zuspruch von Bürger*innen

Der gesamte Prozess fand bei den Bürger*innen übrigens viel Zuspruch: So hoben diese auf der Abschlussveranstaltung explizit das offene Werkstattverfahren sowie die Berücksichtigung der Beiträge aus den Online-Beteiligungen hervor. Mit diesem Vorgehen können neue Wege bei der Beteiligung der Bürger*innen in planerischen Wettbewerbsverfahren beschritten werden. Die Ergebnisse und allgemeine Informationen zum Verfahren finden Sie online.

Ausblick

Die Entwürfe verstehen sich als Ideen für die perspektivische Entwicklung der Münsterstraße und dienen im Verfahren als Grundlage für weitere Planungen. So werden die Ergebnisse als Vorlage für weitere Prozesse, wie z. B. die Neuaufstellung des Integrierten Handlungskonzeptes Nordstadt bis 2024, genutzt. Kurzfristige Maßnahmen sollen in kleinen Schritten schon in den nächsten Jahren realisiert werden können.

Der Umbau der Münsterstraße zu einem klimaresilienten Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität könnte zu einem Vorreiter für die Entwicklung zukunftsfähiger Stadträume in Dortmund werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.