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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Grünflächenamt beginnt ab Montag mit Verjüngungskur im Gewerbegebiet Bärenbruch

Nachricht vom 26.01.2022

Im Gewerbegebiet Bärenbruch in Lütgendortmund ist das Grünflächenamt ab Montag, 31. Januar, im Einsatz: In der Revierstraße, hinter dem Briefzentrum, wird es eine Verjüngungskur für Gehölze und Sträucher geben. So soll dieses Gebiet bei Unternehmen wieder zu einem höheren Kaufinteresse führen.

Seit 1991 mit einem Bebauungsplan beschlossen wurde, dass eine Fläche im Stadtteil Kirchlinde als Gewerbegebiet Bärenbruch vermarktet werden soll, siedelten sich seit 1994 immer wieder neue Unternehmen an. Das Gewerbegebiet umfasst insgesamt 12 ha, davon sind 9 ha für die gewerbliche Nutzung vorgesehen. Flächen, die noch nicht vermarktet wurden, werden seitdem immer wieder zurückgeschnitten, um eine Bewaldung zu vermeiden. Auf einer Teilfläche steht genau dies jetzt wieder an.

Zu diesem Zweck stimmen sich das Liegenschaftsamt, die Wirtschaftsförderung und das Grünflächenamt eng miteinander ab und entwickeln gemeinsam eine Strategie. Es geht um eine Fläche hinter dem Briefzentrum in der Revierstraße. Damit dieses Gebiet bei Unternehmen wieder zu einem höheren Kaufinteresse führt, beginnt das Grünflächenamt ab Montag, 31. Januar, mit einer Verjüngungskur für Gehölze und Sträucher.

Rückzugsraum für Tiere

Allerdings wird bei der aktuellen Bearbeitung der Fläche etwa ein Viertel des derzeitigen Bewuchses ausgespart und erst in der nächsten Schnittsaison bearbeitet. Dieses Vorgehen bietet den dort lebenden Tieren einen Rückzugsraum, von dem aus sie sich ihren Lebensraum neu erschließen können. Außerdem finden sich in direkter Nachbarschaft sogenannte Ausgleichs- und Ersatz-Flächen des Umweltamtes.

Die durch die Verjüngung des Aufwuchses entstehenden Strukturen aus Gräsern und Stauden bieten wiederum ein spezielles Umfeld für Offenlandarten, wodurch die Biodiversität gefördert wird. Besonders Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Heuschrecken profitieren davon und sie dienen wiederum selbst anderen bedrohten Arten als Nahrung.

Das Grünflächenamt wird zudem Insekten-Nisthilfen und Greifvogel-Sitzstangen anbringen, um die Artenvielfalt zusätzlich zu fördern.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.