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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Fortschritt

Masterplan Energiezukunft: Stadt nimmt Maßnahmen für Umwelt und Wirtschaft in den Blick

Nachricht vom 22.02.2022

Strom und Wärme, Mobilität und Wohnen, Netze und Infrastruktur - diese Felder nimmt der neue Masterplan Energiezukunft in den Fokus. Dafür haben Expert*innen Maßnahmen erarbeitet, um Dortmund zukunftssicher aufzustellen. Es soll Raum für Start-ups geben, aber auch dezentrale Angebote im Quartier.

Ein Modellbild zum geplanten Energiecampus.

In Huckarde soll ein Energiecampus für Forschung, Produktion und Entwicklung entstehen - ein Projekt mit Vorbildcharakter.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Falkenstein Fresi Kroll Arbeitsgemeinschaft

Der Masterplan Energiezukunft ist die Weiterentwicklung des Masterplans Energiewende und eng mit den Smart-City-Aktivitäten der Stadt Dortmund verknüpft. Im Zentrum stehen dabei Prozesse, um technische Innovationen und Geschäftsmodelle vor dem Hintergrund der wachsenden digitalen Herausforderungen in der Energiewirtschaft auf den Weg zu bringen und somit einen Fahrplan für Wirtschaft und Stadt abzuleiten. Der Fokus wird auf fünf Innovationsfelder gesetzt.

Fünf Felder für Innovation

  • Netze & Infrastruktur
  • Strom
  • Wärme
  • Mobilität
  • Intelligentes Wohnen & Leben

Damit bekomme Dortmund einen aktualisierten "Fahrplan für die Stadt und für die Wirtschaft", so Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Die beteiligten 70 Expert*innen haben dazu insbesondere technologische Maßnahmen benannt, die vor dem Hintergrund der Energie- und Mobilitätswende sowie des Klimaschutzes bearbeitet werden müssen, um den Wirtschaftsstandort Dortmund mit seiner starken Wissens- und Unternehmenslandschaft zukunftssicher zu gestalten und gleichzeitig die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu stärken.

Intelligente Wärme und interaktive Mobilität

Bausteine sind dabei unter anderem der Einsatz von Wasserstoff in der Energieerzeugung und in Produktionsprozessen, die digitale Gebäudeakte, die intelligente Wärmeversorgung oder interaktive Mobilitätsplattformen für Bürger*innen. Damit bietet sich Unternehmen die Chance, technologische Produkte für diese Anwendungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Digitalisierung oder Netze und Infrastrukturen sind Querschnittsthemen, die sich neuen Herausforderungen unter anderem durch die Elektromobilität, den Erneuerbaren Energien und der Wasserstoffthematik stellen müssen.

Mehr dezentrale Lösungen finden

Der Masterplan enthalte viele bereits bekannte Maßnahmen und Projekte, die mit Wissenschaft und Forschung weiterentwickelt werden sollen, so Marzen. Wichtig ist für die Innovationsentwicklung die Bereitstellung von passenden Infrastrukturen oder die Möglichkeit, Technologien in einem lebendigen Quartier zu erproben. Angebote wie der Digital-Hafen oder der geplante Energiecampus sind wichtige unterstützende Elemente, um Startups und kleinen Unternehmen in Dortmund eine Infrastruktur bereitzustellen, damit diese gemeinsam Innovationen auf den Weg bringen können. Die Wärmewende als wichtiger Baustein des Klimaschutzes findet bereits in großem Umfang in Dortmund statt. Gleichzeitig sind nach Expert*innenmeinung auch dezentrale Lösungen auf Basis der Sektorenkopplung auf Quartiersebene notwendig, die es digital zu vernetzen gilt.

Am Puls der Zeit bleiben

"Die Fortschreibung des Masterplans Energiewende ist ein Update, das auf die neusten Entwicklungen in dem Bereich reagiert. Wir wollen die Vernetzung mit neuen Technologien berücksichtigen. Insgesamt ist es ein Prozess, der uns in den nächsten Jahren begleiten wird und ständig weiterentwickelt werden muss", erklärt Marzen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.