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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Coronavirus

Dortmunder Inzidenz sinkt weiter - Impfung mit Novavax jetzt für alle möglich

Nachricht vom 01.03.2022

Die Stadtspitze ist erleichtert: Die Corona-Infektionen gehen stark zurück. Genauso sieht es leider mit den Impfzahlen aus, obwohl die Impfung nach wie vor das wichtigste Mittel in der Bekämpfung der Pandemie ist. Der Novavax Impfstoff ist daher nun für alle Personengruppen verfügbar.

Ein Lichtblick in der über zwei Jahre andauernden Pandemie zeigt sich am Dienstag, 1. März, in Dortmund. In einer Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes gaben sich sowohl Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner als auch Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken beruhigt im Angesicht der derzeitigen Corona-Lage. Die Inzidenz ist innerhalb weniger Wochen auf einen Wert von 833 gesunken und liegt damit unter den Werten des Bundes (1.213) und des Landes NRW (1.026). "Man sieht, dass Dortmund sich immer weiter nach unten absetzt - das ist sehr erfreulich", so Birgit Zoerner. Auch die Lage in den Krankenhäusern beruhigt sich: 201 Patient*innen sind mit dem Coronavirus infiziert, davon werden 13 intensivmedizinisch behandelt und sieben beatmet.

Nur 16 Impfungen zum Impfstart von Novavax

Leider sind die Impfzahlen im Vergleich zur vergangenen Woche noch weiter zurück gegangen: 870 Menschen haben sich in den letzten sieben Tagen gegen das Coronavirus impfen lassen, für 119 von ihnen war es die Erstimpfung. Die Krisenstabsleiterin sieht den Abwärtstrend mit Sorge: "Besonders bedauerlich ist der Trend bei nur 221 bei Kinderimpfungen." Man wolle dennoch weiter Angebote machen, auch mobiler Art, um besonders die Gruppen zu erreichen, die die stationären Angebote nicht aufsuchen. Diese Woche wird im Ev. Gemeindehaus Kirchderne und im Haus der Vielfalt geimpft.

Am Montag, 28. Februar, startete die Stadt Dortmund Impfaktionen mit dem neuen Impfstoff von Novavax. "Die Nachfrage war leider sehr schlecht und es sind nur 16 Impfungen mit diesem Impfstoff erfolgt", berichtet Zoerner. "Wir greifen nun ein und sagen - jeder Mensch darf sich mit Novavax impfen lassen, nicht mehr nur die vorgezogenen Gruppen."

Bundeswehr zieht sich zurück

In den vergangenen Monaten wurde die Stadt Dortmund erneut durch die Bundeswehr unterstützt. Sie halfen beim Impfen, bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen und bei der Dateneingabe. Zoerner bedankte sich bei den Helfer*innen: "Zukünftig bleiben nur noch vier Personen zur Dateneingabe bei uns, da die Soldat*innen nun durch den Angriffskrieg in der Ukraine andere Aufgaben wahrnehmen sollten. Wir bedanken uns für den hervorragenden und wichtigen Beitrag zum Bevölkerungsschutz bei der Bundeswehr."

Dr. Frank Renken sieht den Weggang der Bundeswehr nicht als problematisch. Man habe mittlerweile die Lage wieder im Griff. Zwar seien bei 700 bis 800 Neuinfektionen pro Tag noch nicht alle Kontaktnachverfolgungen zeitgerecht möglich, doch zumindest im Bereich Schule und Kita können die Mitarbeitenden wieder tagesaktuelle Fälle abarbeiten. "So können wir vor allem gewährleisten, dass die Schulen offen bleiben - wir können nämlich wieder Einzelmaßnahmen aussprechen und müssen nicht gleich ganze Klassen stilllegen", erklärt der Gesundheitsamtsleiter.

Alters- und Bezirksinzidenzen zeigen positiven Trend

"Der kontinuierliche Rückgang der Infektionszahlen ist in jeder Altersgruppe zu erkennen bis auf die Unter-5-jährigen", berichtet Renken. Das sei jedoch nicht besorgniserregend. Dass die Inzidenzen in fast jeder Altersgruppe sinken, sei ein sehr gutes Zeichen. Vor allem die Über-80-Jährigen mit einer Inzidenz von 207 würden einen Positivtrend erkennen lassen. Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser haben aktuell sehr wenige Ausbrüche.

Eine Überraschung zeigt sich bei den Inzidenzen im Dortmunder Stadtgebiet. Die Nordstadt erreicht einen Wert von 606 - damit wird der Bereich zum Niedriginzidenzgebiet. "Wir hatten hier lange sehr hohe Infektionszahlen und mit Omikron die höchsten Inzidenzen im ganzen Stadtgebiet. Wir gehen davon aus, dass der niedrige Impfschutz dort mittlerweile durch eine hohe Durchseuchung ausgeglichen wird", erklärt Renken den Rückgang. Die Sterblichkeit und die Inzidenzen seien in den anderen Stadtgebieten dagegen kontinuierlich durchs Impfen tief geblieben. Impfen sei demnach noch immer der beste Schutz vor einem schweren Verlauf und einer weiteren Verbreitung des Coronavirus.

Text: Kira Hibbeln

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Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.