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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Nothilfe

Westfalenhallen nehmen bis 10. März Sachspenden für Ukraine an

Nachricht vom 01.03.2022

Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe, eine Tochtergesellschaft der Stadt Dortmund, engagiert sich für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine. Bei einer Spendenaktion bis zum Donnerstag, 10. März, werden unter anderem Kleidung und Hygieneartikel gesammelt.

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat dazu geführt, dass viele Ukrainer*innen ihre Heimat verlassen haben bzw. verlassen wollen. Der Dortmunder Verein Grenzenlose Wärme Refugee Relief Work e.V. und die Westfalenhallen Unternehmensgruppe haben nun eine Spendenannahme für die Menschen aus der Ukraine ins Leben gerufen.

Die Aktion startet am Mittwoch, 2. März, in der Halle 1 der Messe Dortmund. Die Spendenabgabe ist ab dann täglich bis zum Donnerstag, 10. März,  jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr möglich. Großer Bedarf besteht aktuell an Kleidung für Männer und Frauen (in den Größen XS – XL). Aber auch medizinische Artikel wie Einwegmasken und -handschuhe sowie Desinfektionsmittel, Hygieneartikel (bspw. Handtücher und ungeöffnete Körperpflegeprodukte), Equipment / Ausrüstung (bspw. festes Schuhwerk, Rucksäcke, Taschenlampen und Powerbanks) werden dingend benötigt.

Die Anfahrtsmöglichkeiten sind ab der B1 in Dortmund ausgeschildert. Parkmöglichkeiten stehen direkt vor den Westfalenhallen kostenfrei zur Verfügung (Rheinlanddamm 200, 44149 / Adresse für das Navigationsgerät).

Hilfe soll gebündelt werden

"Die Solidarität der Menschen in Dortmund ist riesig. Deshalb ist es jetzt enorm wichtig, diese Unterstützung zu koordinieren und zu bündeln. Damit verhindern wir, dass Ressourcen verschwendet werden und wir behalten gleichzeitig einen besseren Überblick", sagt Mitorganisator Sebastian Heinze vom Dortmunder Verein Grenzenlose Wärme Refugee Relief Work. Alternativ ist es zum Beispiel möglich, über das Deutsche Rote Kreuz oder die AWO zu helfen.

Sabine Loos, Haupgteschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, ergänzt: "Die aktuelle Entwicklung in der Ukraine hat uns zutiefst bestürzt. Ein erneuter Krieg in Europa galt bis vor kurzem noch als unvorstellbar. Doch die Kriegshandlungen zeigen, wie gefährdet unser Selbstverständnis und unsere Werte von einem friedlichen Austausch, einem freien Handel und der internationalen Zusammenarbeit sind. Als Standort für internationale Messen, Events und Künstler sind wir in Gedanken bei den Menschen, die um ihre Heimat kämpfen oder bereits flüchten mussten. Wir hoffen, dass die Spenden und Unterstützungen das Leid der Menschen vor Ort lindern können."

Zum Ablauf: Das Material wird neun Tage lang in der Halle 1 der Messe Dortmund angenommen, gesichtet und feinsortiert, in Kartons und auf Paletten verpackt und abschließend koordiniert, an welchem Ort das Material am dringensten gebraucht wird. "Anschließend gehen die Lieferungen an vier dezentrale Verladeorte des Netzwerkverbunds aus mehrere Hilfsorganisationen, von wo aus die Sattelzüge in die Nachbarländer der Ukraine starten", erläutert Heinze. Für Dortmunder Betriebe gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, eine gesonderte Annahme für größere Material-Spenden zu vereinbaren. Hierfür bitte per E-Mail Kontakt aufnehmen unter grenzenlosewaerme@outlook.co.

Stadt Dortmund richtet Koordinierungsstab und Anlaufstelle für Ukrainer*innen ein

Auf den Krieg gegen die Ukraine reagiert auch die Dortmunder Stadtverwaltung: Es wird ein Koordinierungsstab eingerichtet, der sich um zentrale Fragen - etwa zur Unterbringung von Geflüchteten - kümmern soll. Für Ukrainer*innen gibt es eine Anlaufstelle.

Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten einer Beteiligungsgesellschaft der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.