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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Coronavirus

Inzidenzen besonders hoch bei Ü61-Jährigen - Lage in Krankhäusern unter Kontrolle

Nachricht vom 22.03.2022

In den kommenden Tagen erwartet die Stadtspitze ein Abflachen der aktuellen Corona-Welle. Dennoch: Das Virus ist nach wie vor gefährlich - besonders die hohen Altersgruppen zeigen so hohe Infektionszahlen wie nie. Trotz mehrerer Ausbrüche ist die Lage in den Krankenhäusern unter Kontrolle.

In einer Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 22. März, berichtete die Stadtspitze zur aktuellen Corona-Lage in Dortmund. Krisenstabsleiterin Birgit Zoerner legte die Zahlen vor: Am Montag kamen 914 positive Testergebnisse hinzu, mit einer Inzidenz von 1.472,5 liegt Dortmund unter dem Bundesdurchschnitt (1.733), jedoch über dem NRW-Wert (1.404). Unter den Dortmunder Stadtbezirken ist die Innenstadt West mit einer Inzidenz von 1.826 Spitzenreiterin.

Infektionen insbesondere bei Älteren

Den Höhepunkt der derzeitigen Infektionswelle habe man erreicht, schätzte Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken. "Die Kurve bleibt nun auf einem gleichen Level und steigt nicht weiter an, wir können in einigen Tagen wahrscheinlich mit einem Abfall rechnen." Die Einschätzung solle aber nicht zu dem falschen Schluss führen, das Virus sei nicht mehr gefährlich, bekräftigte Renken: "Wir haben jetzt zwar weniger Infektionen als zuvor, aber es sind immer noch sehr viele." Die BA.2-Variante mache rund 70 Prozent der Infektionen aus.

In allen hohen Altergruppen ab 61 Jahren würden sich in den letzten Wochen Spitzenwerte zeigen, die so noch nie da gewesen seien. "Der Impfschutz nimmt besonders bei den Älteren ab - sie sind besonders gefährdet für schwere Verläufe", so Renken. Da die Ansteckungsgefahr bei den Jüngeren durch Bildungseinrichtungen und Arbeitsplatz gerade jetzt, wenn die Homeoffice-Regelung wegfalle, besonders hoch sei, empfiehlt der Gesundheitsamtsleiter in allen Bereichen, in denen es möglich ist, weiter auf Distanz zu setzen.

Lage in den Krankenhäusern unter Kontrolle

Die hohen Infektionszahlen in den Altersgruppen ab 61 spiegeln sich auch beim Blick auf die Krankenhaus- und Sterbefallzahlen wider: 240 Menschen werden derzeit stationär behandelt, 19 intensiv und zwölf beatmet. In den vergangenen vier Wochen sind 21 Sterbefälle hinzugekommen. Dr. Frank Renken versicherte: "Auch wenn wir in mehreren Krankenhäusern Ausbrüche haben, ist die Lage dort unter Kontrolle." Eine Impfung schütze nach wie vor am besten vor einem schweren Verlauf und demnach davor, durch das Coronavirus im Krankenhaus zu landen. "Bei Omrikron ist es so, dass Geimpfte statistisch gesehen in neun von zehn Fällen einen geringeren Verlauf haben und neunmal seltener sterben - die Schutzwirkung ist erheblich."

Impfangebot in der Berswordthalle schließt

Impfwillig sind die Dortmunder*innen jedoch leider mittlerweile nicht mehr. Nur 722 Impfungen wurden in der vergangenen Woche durchgeführt, davon 156 Erst- und 302 Boosterimpfungen. 25 Kinder erhielten ihre erste Impfung gegen das Virus, 60 die Folgeimpfung. "Die niedrigen Impfzahlen haben zur Folge, dass wir das Impfangebot in der Berswordthalle nur noch bis einschließlich Freitag, 25. März, aufrecht erhalten und danach schließen - alle weiteren Angebote bleiben bestehen", erklärte Birgit Zoerner. Die Kinderimpfungen in der Thier-Galerie wolle man noch bis Ende April durchführen. Ab Mai müssen Kinder dann bei ihrer*m Kinderarzt*ärztin geimpft werden.

Der Impfbus, in dem zuletzt an der Leopoldstraße ankommende Ukrainer*innen geimpft wurden, zieht zur neuen Anlaufstelle in Hörde am Entenpoth. Man wolle die Impfangebote für Geflüchtete noch mehr bewerben, so Zoerner. 161 Ukrainer*innen haben sich in dieser Woche impfen lassen, in der vorherigen Woche waren es 103.

Text: Kira Hibbeln

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Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.