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Lokalpolitik

Rat der Stadt fasst Beschlüsse zu Mobilität, grünem Dortmund und eSport-Meisterschaft

Nachricht vom 31.03.2022

Die Themen der Ratssitzung am Donnerstag, 31. März, waren vielfältig. Hauptaugenmerk der Sitzung lag allerdings auf dem Krieg in der Ukraine, daneben debattierten die Ratsmitglieder aber auch über die Themen Mobilität, grünes Dortmund und eine eigene eSport-Stadtmeisterschaft.

Generalkonsulin Iryna Shum sprach am Donnerstag, 31. März, vor dem Rat der Stadt Dortmund.

Generalkonsulin Iryna Shum sprach am Donnerstag, 31. März, vor dem Rat der Stadt Dortmund.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Zu Beginn der Ratssitzung am Donnerstag, 31. März, stand der Krieg in der Ukraine im Fokus. Auf Einladung von Oberbürgermeister Thomas Westphal ist Iryna Shum, Generalkonsulin der Ukraine, zu Gast bei der Ratssitzung gewesen. Sie berichtete zum Krieg in der Ukraine und bedankte sich für die große Hilfe, die Dortmund ankommenden Ukrainer*innen zu Teil werden lässt. Shum schilderte in einer Rede die Lage in ihrem Heimatland und erläuterte, wie die deutschen Städte das Land in der aktuellen Situation weiterhin unterstützen können. Ihr dringender Appell: gemeinsam als "Einheitsfront gegen das Böse" zusammen stehen. Die Resolution Ukraine wurde mit der Mehrheit der Fraktionen SPD, B'90/Die Grünen, CDU, Die Linke+, FDP/Bürgerliste und Die Partei beschlossen.

Blick auf Wohnen und Verkehr

Nach der bewegenden Rede der ukrainischen Generalkonsulin und den Stimmen aus Politik und Verwaltung beschloss der Rat der Stadt Dortmund im Verlauf der Sitzung die Bewohnerparkzonen "Geschwister-Scholl-Straße" und "Mühlenstraße" als Bestandteil des Nahmobilitätskonzeptes "Brügmannviertel" . Die Zonen sollen den Parksuchverkehr im Brügmannviertel reduzieren und Pendler*innen dazu bringen, auf den ÖPNV und das Fahrrad umzusteigen.

Der Rat beschloss auch E-Roller als Teil des Mobilitätskonzeptes der Stadt Dortmund, dazu gehört auch eine Sondernutzungserlaubnis , die die Betreiber*innen beantragen müssen. So soll es in der Dortmunder Innenstadt zu keinem "wilden Abstellen" von E-Scootern mehr kommen. Das wurde mit der Mehrheit der Fraktionen SPD, B'90/Die Grünen, CDU, AfD und FDP/Bürgerliste beschlossen.

Der Radverkehr in Westerfilde & Bodelschwingh soll mit dem "Salz- und Pfefferweg" gestärkt werden. Der Weg hat eine Länge von ca. 1.400 m von West nach Ost und von ca. 1.350 m von Nord nach Süd. Die Strecke verbindet zentrale alltägliche Anlaufstellen im Quartier und soll Westerfilde & Bodelschwingh noch attraktiver machen.

Rat der Stadt Dortmund 31.3.2022

Am Donnerstag, 31. März, tagte der Rat der Stadt Dortmund.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Dortmund soll grüner und bunter werden

Die Stadt Dortmund will das gemeinschaftliche Gärtnern in der Stadt fördern. Mit dem Programm "Querbeet Dortmund – ernte deine Stadt!" hatte der Rat im vergangen Jahr dazu die Grundlagen beschlossen. Die Stadt wird dadurch grüner und bunter. Nun hat der Rat auch den Förderrechtlinien des Programms zugestimmt. Diese sind in Kürze online zu finden.

Neue Jugendfreizeitstätte entsteht in Aplerbeck

Eine neue Jugendfreizeitstätte in Aplerbeck soll neben den Skate- und Fun-Park gebaut werden , beschloss der Rat einstimmig. Die jetzige Jugendfreizeitstätte ist schon sehr alt und marode. Mit der vorgeschlagenen Variante, in der die Jugendfreizeitstätte etwas näher an den Skate- und Funpark heranrückt, kann dieser Raum für die Jugend modern und zeitgemäß gestaltet werden. Das Ganze soll im Jahr 2025/2026 fertig gestellt sein.

Strom und Wärme, Mobilität und Wohnen, Netze und Infrastruktur - diese fünf Innovationsfelder nimmt der neue Masterplan Energiezukunft in den Fokus, den der Rat in der Sitzung am Donnerstag, 31. März, beschlossen hat. Der Masterplan Energiezukunft ist die Weiterentwicklung des Masterplans Energiewende und eng mit den Smart-City-Aktivitäten der Stadt Dortmund verknüpft.

Dortmund bekommt eigene eSport-Stadtmeisterschaft

In Dortmund können Gamer*innen bald gegeneinander antreten: Noch in diesem Jahr soll die erste eSport-Stadtmeisterschaft starten. Damit schafft die Stadt gemeinsam mit dem "StadtSportBund" ein kostenloses Gaming-Angebot für alle. Den ersten Wettkampf soll es im eFootball geben. "eSport" ist der sportliche Wettkampf mit Video- und Computerspielen und ein fester Bestandteil der digitalen Freizeitkultur. Dortmund will diesen virtuellen Sport fördern.

Diskussionsbedarf hatten die Ratsmitglieder auch bei den Themen Krieg in der Ukraine, Corona-Pandemie und Zukunft der City.

Text: Nadja Lucas

Die Ratssitzung zum Nachschauen in voller Länge. Quelle: YouTube

Dieser Beitrag befasst sich mit der Rats- bzw. Gremienarbeit der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.