Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Grünflächen

Besondere Eiche am Asselner Hellweg muss wegen Parasitenbefalls gefällt werden

Nachricht vom 05.04.2022

Zu den wichtigsten Aufgaben des Dortmunder Grünflächenamtes gehören u.a. die Pflege und Kontrolle der städtischen Bäume. Mehr als zehn Jahre lang haben die städtischen Mitarbeitenden eine Eiche am Asselner Hellweg kontrolliert, die nun aber nicht mehr standfest ist.

Eiche Asselner Hellweg

Die Eiche ist leider nicht mehr standfest.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

"Die Kolleg*innen aus der 'Baumsäule', so nennen wir den Bereich, sind regelmäßig im ganzen Stadtgebiet unterwegs, um alle Bäume gründlich auf ihre Gesundheit und Verkehrssicherheit hin zu kontrollieren. Wir wissen, dass uns dabei angesichts des fortschreitenden Klimawandels eine ganz besonders hohe Verantwortung zukommt", sagt Ralf Schomberg, Leiter der Dortmunder Baumkontrolleur*innen im Grünflächenamt. "Zahlreiche Rückmeldungen bestätigen uns jeden Tag, dass vielen Bürger*innen unsere Bäume ein echtes Herzensanliegen sind, wie u.a. auch die große Zahl ehrenamtlicher Baumpatenschaften eindrucksvoll belegt."

Leben des Baumes durch Maßnahmen zehn Jahre verlängert

"Eine besonders markante und ortsbildprägende Eiche am Asselner Hellweg in Höhe Haus Nr. 160 liegt seit einiger Zeit im besonderen Fokus unserer Arbeit", berichtet Schomberg weiter. Mehr als zehn Jahre konnte das Leben des Baumes durch Maßnahmen verlängert werden. Doch jetzt ist leider eine Grenze erreicht: Die Eiche wurde seit 2008 in regelmäßigen Abständen (alle drei Jahre), zusätzlich zu den Kontrollen des städtischen Bezirksmeisters durch ein Sachverständigenbüro begutachtet. Dabei wurde leider festgestellt, dass sich die Standsicherheit des Baumes in der Vergangenheit deutlich verschlechtert hat. Bislang befand sich der Baum, der zwischen 80 und 100 Jahre alt ist, aber trotzdem noch in einem insgesamt verkehrssicheren Zustand.

Die Begutachtung ergab aber auch, dass die Eiche von einem Parasit befallen ist. Dabei handelt es sich um den sogenannten "Tropfenden Schillerporling" (Inonotus dryadeus) - ein Pilz, der im Stammfußbereich des Baumes eine langsam fortschreitende Weißfäule verursacht und das Holz zerstört. Zur großen Besorgnis von Ralf Schomberg wurde nun bei der letzten Sichtkontrolle am 19. Januar eine Höhlung im Stammfußbereich festgestellt, die direkt auf diesen Pilz zurückgeht.

Fällung so schnell wie möglich

Weitergehende Untersuchungen haben ergeben, dass die Eiche nun auch an Morschungen, sowohl am Stammfuß als auch im Wurzelbereich und Stammanlauf leidet. Damit ist die Verkehrssicherheit dieser besonderen Eiche stark beeinträchtigt, insbesondere dann, wenn sich die Fäuleausdehnung im Bereich der Wurzelanläufe weiter ausdehnt, womit zu rechnen ist. "Wir müssen auf Nummer Sicher gehen! Um jedes Risiko für Anwohnende und Passant*innen auszuschließen, müssen wir den Baum fällen. Daran führt leider kein Weg vorbei", bedauert Schomberg.

Die Firma, die mit der Fällung beauftragt worden ist, wird möglicherweise noch in dieser Woche aktiv. Spätestens mit Ablauf der kommenden Woche wird diese besondere Eiche denn verschwunden sein. Um Ersatz wird sich das Grünflächenamt kümmern.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.