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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Ermittlungen

EDG-Aufsichtsrat wurde über Untersuchungsergebnisse von Deloitte unterrichtet

Nachricht vom 11.04.2022

Im Zusammenhang mit den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen den Vorsitzenden des Verbund-Betriebsrats der EDG Holding GmbH hatten die Stadt Dortmund und die Dortmunder Stadtwerke AG – DSW21 als Gesellschafter der EDG auf Veranlassung von Oberbürgermeister Thomas Westphal eigene Schritte eingeleitet.

Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte wurde mit einer eingehenden Compliance-Prüfung beauftragt. Das Ergebnis liegt nun vor. Der EDG-Aufsichtsrat wurde darüber auf seiner Sitzung am Freitag, 8. April, informiert.

Deloitte sollte die internen Abläufe bei Verfahren zur Einstellung von neuen Mitarbeitenden sowie bei der Beendigung bestehender Arbeitsverhältnisse durchleuchten. Dabei galt das Hauptaugenmerk möglichen Unregelmäßigkeiten, die auf eine unzulässige Einflussnahme hinweisen. Geprüft werden sollte auch, ob etwaige Einflussnahmen von einer einzelnen Person erfolgt oder weitere Personen beteiligt gewesen sind.

Entscheidungswege klar zugeordnet und dokumentiert

Deloitte hat in den letzten Wochen Organisation, Struktur und Abläufe der Personaleinstellungen für den relevanten Zeitraum bei der EDG untersucht. Diese sind danach transparent und nachvollziehbar, Entscheidungskompetenzen und Entscheidungswege sind klar zugeordnet und dokumentiert. Es haben sich keinerlei Hinweise ergeben, dass auf diese Prozesse durch nicht dazu berechtigte Personen Einfluss genommen worden ist.

Keine Hinweise auf Geldzahlungen

Deloitte ist zudem allen Hinweisen auf die im Untersuchungszusammenhang genannten Personen nachgegangen, um zu ermitteln, inwieweit Bewerber*innen für Einstellungen Geldzahlungen geleistet haben oder in anderer Weise strafrechtlich relevant Einfluss auf Einstellungen genommen worden ist. Die Untersuchungen haben keinerlei Hinweise ergeben, dass Geldzahlungen im Zusammenhang mit Personaleinstellungen geleistet worden sind.

Somit bleibt es den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vorbehalten zu klären, in welchem Zusammenhang die sichergestellten 3.000 Euro zu sehen sind. Dies ist der Privatsphäre des Verdächtigen zuzuordnen, da die Untersuchung von Deloitte keinerlei Hinweise ermittelt hat, dass ein Zusammenhang zu Abläufen bei der EDG besteht.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.