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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Gesundheit

Umweltamt hat "Handbuch Methangas" aktualisiert – ab sofort online verfügbar

Nachricht vom 12.05.2022

Auch 35 Jahre nach Stilllegung der letzten Zeche in Dortmund ist kohlestämmiges Methangas ein Thema, das es in einigen Bereichen des Stadtgebietes nach wie vor zu beachten gilt. Das Dortmunder Umweltamt hat nun eine Neufassung des "Handbuchs Methangas" als PDF-Download erstellt.

Bereits seit dem Jahr 2000 kommt die sogenannte "Arbeitskarte der potentiellen Methangasaustritte an der Tagesoberfläche" zum Einsatz. Überall dort, wo die geologischen Randbedingungen es vermuten lassen, sind bei Neubauvorhaben vorsorgliche Sicherungsmaßnahmen zu berücksichtigten. Damit sind bauliche Maßnahmen gemeint, die verhindern sollen, dass es in Innenräumen zu möglicherweise kritischen Anreicherungen kommen kann. Häufig reichen einfache, sogenannte passive Konstruktionen aus, beispielsweise in Form einer Flächendränage unter dem Gebäude, die dem potenziell aufsteigenden Methan einen direkten Weg an die Oberfläche "anbietet" und damit eine gefahrlose Ableitung ermöglicht.

Weltweites Interesse

Um Bauverantwortliche, Architekturschaffende und Bauunternehmer*innen ein Beratungsangebot zu machen, hat das Umweltamt Dortmund bereits im Jahr 2000 ein "Handbuch Methangas" veröffentlicht. In diesem werden die Problematik erläutert und praktische Details für unterschiedliche technische Ausführungen und Bauweisen von passiven Gassicherungsmaßnahmen aufgezeigt. Das Handbuch wird nicht nur regional nachgefragt. Auch für die Planung von Bauvorhaben in ganz Deutschland und sogar in Sao Paulo, Brasilien, greifen Sachverständige gern auf das Handbuch zurück.

Die bisherige gebundene Papierausgabe ist nun in einer Neufassung als PDF-Download kostenlos auf der Webseite des Umweltamtes Dortmund abrufbar. Dort hält das Umweltamt auch noch weitere Informationen zu dem Thema bereit.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.