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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

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Friedhöfe Dortmund schließen 2021 erneut mit gutem Ergebnis ab

Nachricht vom 18.05.2022

32 kommunale Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von rund 330 Hektar, 4.600 Bestattungen im Jahr, 140 Mitarbeiter*innen, 20.000 Bäume und ein Umsatz von rund 11 Millionen Euro. Eine externe Prüfung bestätigt nun, die uneingeschränkt ordentliche Wirtschaftsführung der städtischen Ruhestätten.

Die Kirschbaumallee auf dem Hauptfriedhof in Feld 80

Die Kirschbaumallee auf dem Hauptfriedhof in Feld 80
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Friedhöfe Dortmund

Der Eigenbetrieb Friedhöfe bietet ein umfangreiches und vielfältiges Bestattungsangebot und leistet gleichzeitig einen wichtiger Beitrag für das grüne Dortmund. Insgesamt handelt es sich um 32 kommunale Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von rund 330 Hektar und 4.600 Bestattungen im Jahr. Um das alles kümmern sich 140 Mitarbeiter*innen, die insgesamt 20.000 Bäume gepflanzt und ein Umsatz von rund elf Millionen Euro gemacht haben.

Dies sind nur einige der Kennzahlen, mit denen sich die externe Wirtschaftsprüfung "audalis Treuhand GmbH" bei der Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht beschäftigt hat. Sie bestätigt den Friedhöfen Dortmund eine uneingeschränkt ordentliche Wirtschaftsführung.

Herausforderung ist die Wirtschaftlichkeit

Die kommunalen Friedhöfe stehen im Bestattungsbereich im direkten und herausfordernden Wettbewerb mit zahlreichen anderen Friedhofsträgern. Auch privat organisierte Alternativangebote (u.a. Bestattungswälder) entwickeln sich zunehmend als Konkurrenz. Gleichzeitig erfüllen die städtischen Friedhöfe erweiterte öffentliche Aufgaben: sie sind ein bedeutender Teil des städtischen Grünflächenangebots und haben wichtige Funktionen als Erholungsbereiche, Klimainseln und ökologische Entwicklungsräume.

Besonders anschaulich wird dies auf dem Dortmunder Hauptfriedhof. Er feierte 2021 sein 100-jähriges Jubiläum. Seine Fläche von 112 Hektar (das entspricht der Größe von 157 Fußballfeldern) und seine landschaftsparkartige Gestaltung mit 7.000 Bäumen und üppiger Vegetation lädt in jeder Jahreszeit zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Nicht zuletzt bereichern Friedhöfe mit historischen Grabstätten, denkmalgeschützten Gebäuden und Denkmälern das kulturelle Angebot der Stadt. Viele Dortmunder*innen, aber auch zahlreiche auswärtige Gäste, haben in der "Corona-Pandemie" besonders dieses erweiterte Aufgabenspektrum kennen und schätzen gelernt. Die parkartig angelegten städtischen Friedhöfe sind in dieser Zeit auch als Entspannungs- und Erholungsorte entdeckt worden.

Die Corona-Pandemie hat 2021 auch im Bestattungsbereich verschiedene Einschränkungen mit sich gebracht. Trauerfeiern konnten nicht im gewohnten Rahmen stattfinden und die Trauerhallen nur eingeschränkt genutzt werden. Erhöhte Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz erforderten zusätzliche Aufwendungen.

Friedhöfe im Plus

Vor diesem Hintergrund ist umso höher zu bewerten, dass auch das Wirtschaftsjahr 2021 erfreulich positiv abgeschlossen werden konnte. Statt eines Verlustes wurde ein Überschuss von 198.000 Euro erwirtschaftet. In der Planung musste ein Verlust von rund 734.000 Euro kalkuliert werden. Dies machten vor allem allgemein gestiegene Lohn-und Materialkosten erforderlich. Tatsächlich abgeschlossen wurde das Wirtschaftsjahr 2021 mit einer deutlichen Verbesserung. Diese positive Entwicklung resultiert vor allem aus sparsamer Gestaltung Materialaufwendungen und geringeren Personalaufwendungen.

Auch für den Kernhaushalt der Stadt hat dieses Ergebnis eine positive Wirkung. Die eingeplante Verlustübernahme von 617.000 Euro musste vom Eigenbetrieb Friedhöfe nicht in Anspruch genommen werden und hat im Jahresabschluss 2021 der Stadt zu einer entsprechenden Entlastung geführt.

Zum Thema

Der Verwaltungsvorstand hat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 17. Mai, mit dem Jahresabschluss, dem Lagebericht des Eigenbetriebs "Friedhöfe Dortmund" und dem Bericht des externen Wirtschaftsprüfers für das Wirtschaftsjahr 2021 befasst und das Ergebnis anerkennend zur Kenntnis genommen. Jahresabschluss und Prüfungsbericht werden nun zur Beratung in die politischen Gremien eingebracht.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.