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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Wirtschaft

Energiecampus, CleanPort & Co.: Technologieförderung in Dortmund legt Jahresabschluss 2021 vor

Nachricht vom 19.05.2022

Dortmund möchte investieren - in Technologien der Zukunft wie Wasserstoff. Das Sondervermögen "Verpachtung Technologiezentrum Dortmund" ist ein wichtiges Instrument der Technologieförderung der Stadt Dortmund. Das eigenbetriebsähnlich geführte Sondervermögen legte jetzt den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 vor.

Der Jahresabschluss 2021 des Sondervermögens "Verpachtung Technologiezentrum Dortmund" (SVTZ) weißt einen Jahresüberschuss von rd. 716 000 Euro aus. Dieser ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr einige Grundstücksverkäufe realisiert werden konnten. Strukturbedingt ist das SVTZ nicht auf eine Gewinnerzielungsabsicht angelegt. Inzwischen werden jedoch in einigen Geschäftsbereichen des Sondervermögens regelmäßig bei guter Auslastung Überschüsse erzielt, die helfen, strukturell bedingte Defizite aus anderen Geschäftsbereichen aufzufangen.

Nachhaltige Rendite für den Standort

Das Sondervermögen agiert als Zuschussempfänger nicht gewinnorientierter Strukturförderungen des Landes sowie der EU und kofinanziert die Projekte mit dem städtischen Eigenanteil. Damit erzielt das Sondervermögen seit über zwei Dekaden eine nachhaltige Rendite für den Standort Dortmund. Vor allem die Innovationen und Investitionen, die durch angesiedelte Unternehmen in den Technologiezentren in Dortmund geschaffen werden, prägen die Technologielandschaft der Wirtschaftsregion Dortmund.

Energiecampus + CleanPort

Im Frühjahr 2021 hat der Rat die Konkretisierung des städtebaulichen Entwurfs für die Entwicklung des Energiecampus beschlossen. Der Energiecampus wird als zukunftsweisendes und weitgehendes energieautarkes Technologiegebiet mit Modellcharakter geplant und aufgebaut. Es ist beabsichtigt, mit Verortung des Themas Wasserstoff einen lebendigen und weitgehend autarken Innovationscampus für die Forschung, Produktion und Entwicklung von Energieformen und Technologien der Zukunft zu entwickeln.

Im Mai 2022 beschäftigte sich der Rat über die Weiterentwicklung des Technologiezentrums CleanPort am Hafen als industrielle Produktionsfläche für die Wasserstoffproduktion. Das Sondervermögen erarbeitet seit 2021 zusammen mit Expert*innen, Partner*innen und potentiellen Interessent*innen an der Weiterentwicklung eines Konzepts, das den CleanPort als hochtechnologischen Standort konkretisiert. Darüber hinaus hat sich die Stadt Dortmund - unter Federführung des Sondervermögens - gemeinsam mit einigen Partnern zum Ziel gesetzt, ein Konzept für ein Wasserstoffökosystem zu entwickeln, existierende Initiativen stärker zu verbinden und weitere Akteure zu aktivieren, um den sektorübergreifenden Einsatz von Wasserstoff Realität werden zu lassen.

Logistik und Informationstechnologie verbinden

Für die Errichtung des "Competence Center Logistik & IT" wurde im Dezember 2021 eine Förderung durch das Land NRW in Höhe von rund 6,9 Millionen Euro bewilligt, um den Standort Dortmund mit zukunftsfähiger Hochtechnologie zu stärken. Die Verbindung zwischen Logistik und Informationstechnologie (IT) stärkt die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Hieraus erwächst der Anspruch der Logistikwirtschaft und -wissenschaft, eine taktgebende Führungsrolle in der Informatik und bei der Entwicklung von Informationstechnologien zu übernehmen. Das Competence Center Logistik & IT wird durch vier verschiedene wissenschaftliche Institutionen genutzt. Diese Institutionen arbeiten in Verbundprojekten eng mit Unternehmen zusammen und nutzen die bestehende Infrastruktur des Logistik Campus. Kernnutzer des Kompetenzzentrums ist die Fraunhofer Gesellschaft. Des Weiteren ist ein Teil des Competence Centers zur Nutzung durch Unternehmen vorgesehen.

Stabile Auslastung

Alle weiteren Technologiezentren zeigen weiterhin eine stabile Auslastung von durchschnittlich 94 Prozent, die sich auch 2021 erfreulicherweise ergebniswirksam in dieser Form fortsetzt. Mit 211 Betrieben und über 2.700 Mitarbeiter*innen ist das TechnologieZentrum Dortmund inzwischen eine zentrale Einrichtung in der Forschungs- und Entwicklungslandschaft es östlichen Ruhrgebiets und damit ein wichtiger Impulsgeber für den Strukturwandel der letzten Jahrzehnte in Dortmund.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.