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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Achtung Eichenprozessionsspinner - Saison der Raupen ist in Dortmund gestartet

Nachricht vom 07.06.2022

Ein paar Dortmunder*innen haben sie bereits gesehen und gemeldet: die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen des Falters können gefährlich für den Menschen werden. Deshalb ist jetzt die Mithilfe der Bürgerschaft gefragt.

Raupen des Eichenprozessionsspinner fressen Blätter einer Eiche

Sie schauen harmlos aus, sind es aber nicht: Raupen des Eichenprozessionsspinners
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): www.stock.adobe.com / Countrypixel

Eine Handvoll Meldungen über die Sichtung der Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) gibt es schon. Sie zeigen: Die Saison startet gerade. Die Raupen des Falters sind fast nur zu entdecken, wenn sie bereits das dritte Larvenstadium erreicht haben. In diesem bilden sie die gefährlichen Brennhaare aus, die die Haut und selten auch Augen und Atemwege angreifen können, wenn Menschen mit ihnen in Berührung kommen.

Suche nach Nestern ist Routine

In diesem Jahr sieht der erste Befallsdruck geringer aus als in den vergangenen Jahren. Ursache hierfür könnte das konsequente und dauerhalte Entfernen des Befalls durch alle beteiligten Stadtämter in den vergangenen Jahren sein. "Das Absaugen der Raupen und ihrer Nester ist inzwischen für unsere Fachbereiche zur Routine geworden", sagt Arnulf Rybicki, Dortmunds Dezernent für Bauen und Infrastruktur. "Die Abläufe sind klar und auch für einen großen Befall sind wir durch die Verträge mit unseren externen Partner*innenfirmen gut gerüstet, sollten die eigenen Kolonnen nicht ausreichen."

Parks sollen bestenfalls nicht gesperrt werden müssen

Zwar ist noch nicht abzusehen, mit welchem Befallsdruck in 2022 gerechnet werden muss. Aber mit Blick auf das geänderte Nutzungsverhalten der Bevölkerung seit dem Pandemiegeschehen ist es dem Grünflächenamt wichtig, Bereiche in Grün- und Parkanlagen sowie Rasenflächen oder Spielplätze möglichst nicht sperren zu müssen. Die EPS-Nester sollen so schnell und effizient wie möglich beseitigt werden, damit das Dortmunder Grün den Bürger*innen und deren Kindern weiterhin die Möglichkeit bietet, sich draußen zu erholen.

Dortmunder*innen melden die Raupen

Um die Gefahren möglichst schnell beseitigen zu können, ist es wichtig, nicht nur gut ausgerüstet und personell richtig aufgestellt zu sein. Ebenso wichtig ist, dass die Bürger*innen mithelfen, indem sie eigene Beobachtungen von Raupenprozessionen oder zufällig entdeckten Nestern im öffentlichen Raum, an städtischen Kitas oder Schulen melden.

Achtung Verwechslungsgefahr: Weil einige Bürger*innen die Raupen mit anderen Arten verwechseln, ist dieser Hinweis wichtig: Der EPS ist wirtsspezifisch. Wenn Sie Raupen entdecken und nicht sicher sind, ob es sich um EPS-Raupen handelt, hilft der genaue Blick auf die Baumart. Der Eichenprozessionsspinner kommt nahezu ausschließlich an Eichen vor. Daher ist der Rückschluss "keine Eiche = keine Gefahr" fast immer zulässig.

Am häufigsten werden die EPS-Raupen mit denen der Gespinstmotte (Yponomeutidae) verwechselt. Sie lebt an vielen Großgehölzen und ist vollkommen ungefährlich für den Menschen. Sie schadet – selbst bei völligen Kahlfrass – noch nicht einmal ihrer Wirtspflanze nachhaltig. Gegen die Gespinstmotte muss daher auch nichts unternommen werden.

So können sie ein Nest des Eichenprozessionsspinners melden:

  • Über das Online-Tool dortmund.de/raupenmelder: Ein spezielles Kontaktformular hilft dabei, möglichst präzise und standortscharfe Angaben zu machen. Fotos können direkt hochgeladen und weitere Hinweise übermittelt werden. Das Tool ist der schnellste und effizienteste Weg, weil die Online-Meldungen automatisch durch das System anhand verschiedener Kriterien geprüft werden. So ist sofort erkennbar, ob beispielsweise ein Spielplatz oder eine Schule betroffen ist. Dies bedeutet eine enorme Vereinfachung und Beschleunigung der Abläufe im Hintergrund.
    Das Online-Tool ist optimiert für jedes Endgerät. Der Standort eines Raupen-Nestes kann auf einer Karte genau markiert und gemeldet werden. Zudem ist für Nutzer*innen erkennbar, ob ein Nest bereits gemeldet wurde. Auf Wunsch erhalten die Hinweisgebenden nach der Beseitigung eines Nestes eine Rückmeldung.
  • Per E-Mail an raupenmelder@dortmund.de mit der Möglichkeit, Fotos im Anhang zu schicken.
  • Über die Raupenmelder-Telefon-Hotline: montags bis freitags von 8:00 bis 16:00 Uhr unter 0231 50-16320.

Zum Thema

Einen Flyer zu den Gefahren des Eichenprozessionsspinners bietet das Grünflächenamt online an.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.