Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Ausstellung "Was ich anhatte..." widmet sich dem Thema der sexualisierten Gewalt gegen Frauen

Nachricht vom 30.06.2022

Vor wenigen Tagen wurde eine neue Wanderausstellung feierlich in der Berswordt-Halle eröffnet. Besucher*innen erhalten in "Was ich anhatte..." authentische Einblicke in die Erfahrungen von Frauen, die Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind.

Sweatshirts, Jeans und Bommelmütze: Die Opfer sexualisierter Gewalt trugen alltägliche Kleidungsstücke.

Sweatshirts, Jeans und Bommelmütze: Die Opfer sexualisierter Gewalt trugen alltägliche Kleidungsstücke.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Beatrix Wilmes

In der Ausstellung wird kein voyeuristischer Blick auf die Tat geworfen. Sondern im Zentrum stehen unverfälschte Aussagen entschlossener Frauen und eine Installation persönlicher Kleidungsstücke, die von den Betroffenen getragen wurden.

An der Eröffnungsfeier, die vom Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund und vom Soroptimist Club Dortmund ausgerichtet wurde, nahmen mehr als 80 Gäste teil. Die Ausstellung wurde von Bürgermeister Norbert Schilff eröffnet, der auf die besondere Bedeutung der Ausstellung einging. "Es ist wichtig, für das Thema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren. Es ist wichtig, den betroffenen Frauen und Mädchen Hilfe zu bieten. Es ist wichtig, dass die Frauen und Mädchen wissen, wo sie Hilfe bekommen können. Noch wichtiger wäre es mir aber, dass diese Hilfsangebote gar nicht notwendig werden, dass es keine Opfer von Gewalt mehr gibt. Vielleicht können wir mit dieser Ausstellung und der gleich folgenden Diskussion zumindest ein wenig von alledem bewirken", so Schilff.

Mit Vergewaltigungsmythen aufräumen

Die Gleichstellungsbeauftragte Maresa Feldmann betonte die Dringlichkeit, mit sogenannten Vergewaltigungsmythen aufzuräumen, die Frauen eine Mitschuld an dem Geschehen geben. "Völlig unabhängig von Kleidung oder Verhalten der Frauen - die Schuld liegt allein beim Täter! Dies möchte die Wanderausstellung zum Ausdruck bringen: Es spielt keine Rolle, welche Kleidung getragen wurde. Eine Frau wird nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock trägt. Es geht bei Vergewaltigungen vor allem um eines: um Macht."

Ausstellung gibt vielen Frauen eine Stimme

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion, an der Vertreter*innen der Frauenberatungsstelle und des Frauenhauses sowie der Opferschutzbeauftragte der Polizei Dortmund und die Kuratorin der Ausstellung Beatrix Wilmes teilnahmen, ging Ursula Bissa, Präsidentin des Soroptimist-Club Dortmund, auf die Intention der Ausstellung ein: "Wir freuen uns, die Ausstellung 'Was ich anhatte...' mit einem hochkarätigen Podium zu eröffnen. Wir wollen das Thema öffentlich machen, dafür sensibilisieren und den vielen starken Frauen, die in der Ausstellung über ihre Erfahrungen berichten, eine Stimme geben."

Zum Thema

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Juli im Schaufenster in der Berswordt-Halle zu sehen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.