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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Hitze-Knigge

Gesundheitsgefahr Hitze: Stadt gibt Tipps zum Verhalten an heißen Sommertagen

Nachricht vom 12.07.2022

Über 30 Grad am Tag, über 20 in der Nacht: Hohe Temperaturen stellen den Körper vor Herausforderungen. Das Umweltbundesamt und die Stadt Dortmund geben in einem Hitze-Knigge Tipps, worauf Bürger*innen achten sollten. Er informiert auch über das richtige Verhalten bei hitzebedingten Erkrankungen.

Frau trinkt Wasser, die Sonne scheint

Bei Temperaturen über 30 Grad gilt es, besonders stark auf den eigenen Körper zu achten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): www.stock.adobe.com / kieferpix

Für die kommenden Tage und Wochen sagen Meteorolog*innen eine weitere Hitzephase voraus. Wenn die Stadt zum Backofen wird, suchen diejenigen, die können, das kühle Nass oder schattige Plätze. Das sind erste richtige Verhaltensweisen bei heißen Temperaturen, um sich zu schützen.

Gefahr für Senior*innen, Kleinkinder und gesundheitlich vorbelastete Bürger*innen

Während viele sich über die sommerlichen Temperaturen und Aktivitäten freuen, lauert für andere eine große Gefahr. Insbesondere für Senior*innen, Kleinkinder sowie für gesundheitlich vorbelastete Bürger*innen sind heiße Tage über 30 Grad und Tropennächte über 20 Grad eine besondere gesundheitliche Herausforderung.

Hitze-Knigge gibt Tipps für richtiges Verhalten

Das Umweltbundesamt hat hierfür einen Hitze-Knigge [pdf, 1,6 MB] bereitgestellt, den die Stadt Dortmund mit lokalen Informationen und Angeboten ergänzt und nun veröffentlicht hat. Der Hitze-Knigge klärt über hitzebedingte Risiken auf und gibt Verhaltenstipps zur Vorbeugung und zur Erkennung von akuten Notfällen.

Junge trinkt an einem Trinkbrunnen in Hörde

An zentralen Plätzen in Dortmund finden sich Trinkbrunnen der DEW21.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Arens

Es gilt, an heißen Tagen besonders auf sich und seine Mitmenschen zu achten und sich über Handlungsmöglichkeiten zu informieren.

Allgemeine Tipps:

  • regelmäßig Wasser trinken und leichte Kost essen
  • frühmorgens und nachts lüften
  • Hitzebelastung z.B. in direkter Sonneneinstrahlung und in parkenden Autos meiden
  • luftige Kleidung, Kopfbedeckung und UV-Schutz tragen

Bei diesen Symptomen Rettungsdienst rufen und erste Hilfe leisten:

  • Wiederholtes, heftiges Erbrechen
  • Plötzliche Verwirrtheit
  • Bewusstseinstrübung
  • Bewusstlosigkeit
  • Sehr hohe Köpertemperatur (über 39 Grad)
  • Krampfanfall
  • Kreislaufschock
  • Heftige Kopfschmerzen

Seniorenbüros bieten Beratung an

Die Seniorenbüros Innenstadt Nord und Ost bieten bis zum 31. August 2022 montags bis donnerstags, zwischen 12:00 und 14:00 Uhr, eine telefonische Hitze-Sprechstunde an. Im Lokal-Teil des Hitze-Knigge (ab Seite 16) finden sich weitere Veranstaltungen in den Monaten Juli und August.

Masterplan Integrierte Klimaanpassung Dortmund

Wie die Klimamodelle und die vergangenen Sommer zeigen, werden anhaltende Hitzeperioden zunehmen. Um angemessen reagieren zu können, reicht ein Hitze-Knigge allein natürlich nicht aus. Der Masterplan Integrierte Klimaanpassung Dortmund (MiKaDo), der im Rahmen der Mantelvorlage Klimaschutz und Klimaanpassung zur Umsetzung beschlossen wurde, sieht unter anderem die Erstellung eines Hitzeaktionsplans vor. Solch ein Plan hat zum Ziel, ein Informations- und Warnsystem für Hitzeperioden zu etablieren und entsprechende Vorkehrungen und Maßnahmen zu treffen. Hier macht sich das Umweltamt in Kooperation mit dem Gesundheitsamt auf den Weg, diese Schlüsselmaßnahme umzusetzen.

Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung

Am 15. Juli 2022 startet ein Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung sowie Entsiegelung für Bürger*innen. Jede Dach-, Fassaden-, Hof- und Vorgartenbegrünung leistet einen Beitrag zur Kühlung der Stadt. Weitere angestrebte Maßnahmen und Aktivitäten zur Reduzierung der Hitzebelastung in der Stadt finden sich im Konzept auf der Internetseite.

Infos und Tipps rund um das Thema Hitze

Der Hitze-Knigge ist gedruckt erhältlich u.a. in den Seniorenbüros der Stadt Dortmund, den Bezirksvertretungsstellen sowie bei der Verbraucherzentrale. Außerdem steht er hier zum Download zur Verfügung und kann unter www.dortmund.de/klimaanpassung eingesehen werden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.