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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Besuch aus Düsseldorf

Integrationsministerin Paul und Staatssekretär Bahr informieren sich in Dortmund über die Strategie der Stadt zur Integration

Nachricht vom 15.07.2022

Integrationsministerin Josefine Paul und Staatssekretär Lorenz Bahr haben am Donnerstag, 14. Juli, mit einer Delegation die Stadt Dortmund besucht und sich ein Bild davon gemacht, dass Vielfalt in Dortmund gelebt wird.

Integrationsministerin Josefine Paul und Staatssekretär Lorenz Bahr informierten sich in Dortmund über die Strategie der Stadt zur Integration

Lorenz Bahr, Staatssekretär und Josefine Paul NRW-Integrationsministerin (vorne v.l.) haben sich in Dortmund umfassend über die Integrations-Standarts in der Stadt informiert. Dortmund gilt als Best-Practise-Beispiel im Land.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Erste Station war die Stadtverwaltung. Hier ließen sich die Ministerin und der Staatssekretär umfassend über die Strategie der Stadt Dortmund in Sachen Integration informieren. Sie haben den Austausch gesucht mit denen, die das Thema Ankommen, Unterstützen und Integrieren vor Ort in den Kommunen in allen Facetten umsetzen.

Die Strategie der Stadt Dortmund mit ihrem multimodalen und integrativen Ansatz gilt bei Vielen als ein Best-Practice-Beispiel. Davon wollten sich Josefine Paul und Lorenz Bahr selbst ein Bild machen.

Großes ehrenamtliches Engagement

"Die Kommunalen Integrationszentren und die Migrant*innenselbstorganisationen leisten hervorragende Arbeit vor Ort. Sie spielen eine zentrale Rolle für gelungene Integration und sind meist erster Anlaufpunkt, wenn zugewanderte Menschen Fragen haben oder Unterstützung benötigen. Das ehrenamtliche Engagement in den Migrant*innenselbstorganisationen hat mich besonders beeindruckt. Den zahlreichen Freiwilligen und Aktiven gilt mein Dank und Respekt", sagte Ministerin Paul.

"Integration findet vor Ort in der Kommune statt. Wie gut diese Arbeit gelingt, haben wir bei unserem Besuch in Dortmund eindrucksvoll erleben können. In den Kommunen werden die Weichen für Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen gestellt, egal welcher Herkunft oder Einwanderungsgeschichte", sagte Staatssekretär Bahr.

Es ging auch darum, zu erkennen, an welchen Stellschrauben in Zukunft gedreht werden muss, damit die Arbeit vor Ort nicht nur leichter, sondern noch effektiver werden kann. Wie gelingt die Schnittstellenarbeit? Welche Hemmnisse gibt es? Werden Fördermittel des Landes gut eingesetzt? An welchen Stellen braucht es etwas mehr Gelder, an welchen vielleicht auch weniger Vorgaben des Landes NRW? Welche Akzente sollten die künftigen Landesprogramme setzen?

Vielfalt wird in Dortmund gelebt

In Dortmund haben rund 38 Prozent der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte. Bei dem Austausch erläuterte die Stadt Dortmund ihr Vorgehen und ihre Erfahrungen. Das Kommunale Integrationszentrum (MIA-DO-KI) bündelt und vernetzt amts- und dezernatsübergreifend alle Ebenen, die sich bei der Verwaltung mit dem Thema Integration befassen. Integration wird als Querschnittsaufgabe verstanden, die überall mitzudenken ist. Das MIA-DO-KI, das im "Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates" angesiedelt ist, arbeitet dabei eng und in Verantwortungsgemeinschaft mit den Dezernaten "Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit", "Schule, Jugend und Familie" sowie "Recht, Ordnung, Bürgerdienste und Feuerwehr" zusammen. Dabei geht es sowohl um verlässliche Lenkung, Steuerung und Koordinierung, als auch um die Vermeidung von Doppelstrukturen. Die vielfältigen Ansätze in Beratung, Stärkung und Hilfe sind eng angelehnt an den Alltag der Menschen und finden auf Augenhöhe statt.

Die Arbeit von MIA-DO-KI ist eng mit der Umsetzung des Dortmunder "Masterplan Migration/Integration" verknüpft. Die Konzentration auf die Schwerpunkte "Integration durch Bildung" und "Integration als Querschnittsaufgabe" sowie die Landesprogramme KOMM-AN NRW und dem Kommunalen Integrationsmanagement (KIM) werden in enger Kooperation mit kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie dem Integrationsrat der Stadt Dortmund umgesetzt. Es kommt darauf an, Vielfalt zu leben. Dies bedeutet auch, Themen wie Integration, Inklusion und Diversität zusammen zu betrachten, Schnittstellen zu schaffen und daraus neue Perspektiven zu entwickeln. Der enge Verbund aus Verwaltung und freien Trägern wird als unbedingt notwendiger Schlüssel für gute Arbeit gesehen.

Weitere Stationen des Besuchs

Die Ministerin und der Staatssekretär haben in Dortmund auch noch die Migrant*innenorganisationen "Train of Hope" sowie den "Verbund sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund" (VMDO) besucht und sich vor Ort mit den Mitarbeiter*innen ausgetauscht. Mit beiden Einrichtungen arbeitet auch die Stadt Dortmund eng zusammen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.