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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

E-Mobilität

Grüne Straßenlaternen - einige Stellflächen werden bald zu exklusiven E-Ladeplätzen

Nachricht vom 18.07.2022

Immer mehr E-Fahrzeuge rollen über Dortmunds Straßen. Das heißt zugleich: Es werden mehr Ladesäulen im öffentlichen Raum benötigt. Beim Projekt NOX-Block werden seit Anfang 2021 hunderte Straßenlaternen zu Ladepunkten umgewandelt. Ein Teil davon wird bald als exklusiver E-Ladeplatz ausgewiesen.

Viele Straßenlaternen in Dortmund sind nun auch E-Ladesäulen.

20 Prozent der 320 Ladepunkte, die beim NOX-Block-Projekt entstehen, stehen bald exklusiv E-Fahrzeugen zur Ladung zur Verfügung.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / CIO

Manche E-Auto-Besitzer*innen installieren, wenn man Eigentum hat, eigene Ladepunkte zu Hause - doch was ist mit Pendler*innen oder Personen, die auf öffentliche Angebote angewiesen sind? Im gleichen Zuge stellen sich diejenigen, die an einem E-Auto interessiert sind, die Frage: Wo werde ich mein Fahrzeug laden?

Um E-Mobilität zu unterstützen und Hürden abzubauen, werden über das vom Bund geförderte Forschungsprojekt NOX-Block bis Ende 2022 rund 400 Dortmunder Straßenlaternen im öffentlichen Raum, unter Beteiligung der Stadtwerke Dortmund und städtischen Dienstleister*innen, zu Ladesäulen erweitert.

Neben Dortmund machen auch die Städte Schwerte und Iserlohn mit. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die TU Dortmund und die Bergische Universität Wuppertal, die die Auswirkungen auf das Stromnetz und lokale Stickoxid-Emissionen untersuchen. Das Projekt wird von der Bundesregierung im Sofortprogramm "Saubere Luft" mit ca. 10 Millionen Euro gefördert. Hintergrund: Die Stickoxidkonzentrationen in der Atemluft sind in deutschen Ballungsräumen nach wie vor zu hoch. Weniger Verbrenner auf deutschen Straßen können dazu beitragen, diese kritischen Werte zu verringern.

Ladepunkte aktuell nicht exklusiv für E-Fahrzeuge

Die Laternen wurden vor der Erweiterung selbstverständlich auf Konflikte, z. B. Zufahrten, geprüft. Derzeit sind sie aber nicht exklusiv für E-Fahrzeuge reserviert. Warum? Der Fördermittelgeber des NOX-Block-Projekts hatte ausdrücklich einen leicht zugänglichen Ansatz ohne Sonderrechte gefordert. Zum einen, um Erfahrungen zu sammeln und zum anderen, da die Laternen überwiegend in dicht besiedelten Wohngebieten mit teils hohem Parkaufkommen stehen.

Mehr E-Fahrzeuge heißt mehr Bedarf nach Ladesäulen

Seit dem Projektstart Anfang 2019 sind die Zulassungszahlen bei E-Fahrzeugen in Dortmund stark gestiegen, weshalb mittlerweile ein geänderter Bedarf besteht. Um diesem nachzukommen und gleichzeitig die Akzeptanz von Bürger*innen ohne E-Fahrzeug in Gebieten mit schwieriger Parksituation aufrechtzuerhalten, wird in Zukunft jeder fünfte der insgesamt 320 Ladepunkte als exklusiver E-Ladeplatz ausgewiesen.

Die entsprechenden Standorte hierfür werden aktuell festgelegt. Dies hat der Rat der Stadt im März 2022 beschlossen. Der Fördermittelgeber ist bei dieser Entscheidung selbstverständlich ebenfalls einbezogen worden.

Das Tiefbauamt wird eine entsprechende Beschilderung und Bodenmarkierung umsetzen. Im nächsten Jahr werden die Ladevorgänge auf den reservierten und nicht-reservierten Standorten evaluiert, um die weitere Vorgehensweise festzulegen.

Zum Thema

Den Auftrag, das Projekt in Dortmund umzusetzen, hat das Konsortium StraBelDo (Straßenbeleuchtung Dortmund) erhalten und erbringt alle Leistungen aus einer Hand.

Das Projekt NOX-Block ist ein wesentlicher Baustein der Smart-City-Strategie in Dortmund und Teil einer kommunalen Lösungsstrategie, um E-Mobilität attraktiver zu machen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.