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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Verkehr

Neues Parkleitsystem in Dortmund kündigt sich "leuchtend" an

Nachricht vom 19.07.2022

Inzwischen ist es im Stadtbild nicht mehr zu übersehen: Die Erneuerung des Parkleitsystems kommt Schritt für Schritt voran - viele LED-Anzeigen leuchten schon und kündigen an: "Hier entsteht das neue Parkleitsystem der Stadt Dortmund."

Eine Anzeigetafel wird am Königswall in Dortmund angebracht.

Nicht nur am Königswall zu sehen: Die Anzeigetafeln fürs neue Parkleitsystem in der City.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Christian Schön

Voraussichtlich Ende August 2022 wird das Parkleitsystem in den vollautomatisierten Betrieb genommen. Spätestens bis Ende des Jahres werden dann in der zweiten Stufe auch die Kassen-Schranken-Systeme an den vier Park-&-Ride-Anlagen Hafen, Hauptfriedhof, Schulte-Rödding und Westfalenpark ihre Arbeit aufnehmen. Die Arbeiten liegen damit fast im Zeitplan.

Seit Anfang Dezember 2021 wird das neue innovative Parkleitsystem Innenstadt nach und nach aufgebaut. Nachdem die alten Anzeigen demontiert waren, wurden sukzessive neue LED-Anzeigen montiert. Im innerstädtischen Bereich werden 64 großflächige LED-Anzeigen und 45 statische Wegweiser (normale Schilder) installiert.

Verkehrsströme intelligent lenken

Die Anzeigetafeln sind aber nur das sichtbare Zeichen des neuen Systems. Der eigentliche Quantensprung liegt in der Technik, die hinter dem System steckt und ganz neue Möglichkeiten eröffnet: Alle LED-Anzeigen stehen mithilfe sogenannter Lichtwellenleiter-Kommunikationsstrecken (LWL) oder LTE-Anbindungen mit der neuen Parkleitsystem-Zentrale in Verbindung. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktionszeit im Schadensfall und sorgt auf Grund hoher Bandbreiten für eine sichere und schnelle Datenverbindung zwischen der PLS-Zentrale und den LED-Anzeigen.

Antrieb, auf Bus und Bahn umzusteigen

An den Haupteinfallsrouten in die Innenstadt werden zudem Bluetooth-Scanner installiert. Sie erkennen sich nähernde Bluetooth-Geräte und übermitteln an die Parkleitsystem-Zentrale anonymisierte Werte, aus denen die Software die aktuell benötigten Reisezeiten zwischen den verschiedenen Scannern ableiten kann.

Das System vergleicht diese Werte mit den Fahrzeiten des ÖPNV. Der ermittelte Reisezeitvorteil wird in Echtzeit den Verkehrsteilnehmenden auf den LED-Anzeigen an den P+R-Anlagen angezeigt. Diese Info soll die PKW-Fahrenden zum Umstieg in den ÖPNV motivieren. Das System kann schnell reagieren: Auf Verkehrsstörungen (zum Beispiel bedingt durch Veranstaltungen), Straßensperrungen oder große Baustellen kann es somit frühzeitig aufmerksam machen und auf Ausweichrouten hinweisen. Das Ziel ist, die Verkehrsströme umfassend zu lenken.

Infos nicht nur auf den Anzeigetafeln

Mit dem neuen Parkleitsystem kann die Stadt dem Open-Data-Portal exakte Restplatzkapazitäten in den Parkhäusern und Tiefgaragen liefern. Diese Daten werden dann auch auf dem Mobilitäts-Daten-Marktplatz des Bundes veröffentlicht. Mittels dieser Datenzugangspunkte können auch Drittanbieter wie zum Beispiel Navigationsgerätehersteller*innen oder App-Entwickler*innen ihren Service optimieren und die Nutzenden besser zu den gewünschten Zielen führen.

Kostenloses Parkticket für Umsteiger*innen

Wenn in Stufe 2 die Kassen-Schranken-Systeme an den vier Park-&-Ride-Anlagen Hafen, Hauptfriedhof, Schulte-Rödding und Westfalenpark ihre Arbeit aufnehmen und an das Parkleitsystem angeschlossen werden, stehen diese vier Anlagen wieder für den Zweck zur Verfügung, für den sie eigentlich gedacht waren: zur Förderung des bequemen Umstiegs in Bus und Bahn.

ÖPNV-Nutzer*innen können die Anlagen dann auch weiterhin kostenlos nutzen. Wenn sie ihr Parkticket nach spätestens 24 Stunden am Kassenautomat einführen, kann im nächsten Schritt das ÖPNV-Ticket gescannt werden. Der Automat setzt dann das Parkticket für die Ausfahrt auf Null. Alle anderen Parkenden müssen den jeweiligen Tarif der geltenden Parkgebührenordnung (derzeit 0,50 Euro je Stunde – Tagessatz 6 Euro) entrichten.

Hinweis: Das alte Parkleitsystem ist zwar aus dem Straßenraum verschwunden, es ist jedoch online weiterhin verfügbar und zeigt die Anzahl der noch freien Parkplätze in den bekannten Parkhäusern und Tiefgaragen in der City an. dortmund.de/parken wird bei der Umstellung dann auf das neue System umgeleitet.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.