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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

In Workshops kann man jetzt alles zur Open-Source-Tomate Sunviva lernen

Nachricht vom 20.07.2022

Eigene Tomaten anbauen - für viele bereits ein jährlich wiederkehrendes Erlebnis, für andere ist das noch Neuland. Die Stadt Dortmund bietet nun zwei Workshops an, in denen Interessierten erklärt wird, wie aus der Open-Source-Tomatensorte Sunviva eigenes Saatgut gewonnen werden kann.

Gelbe Tomate der Sorte Sunvivas

In Workshops wird vermittelt, wie man ganz einfach Saatgut selbst gewinnt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Culinaris - Saatugut für Lebensmittel

Hybridsamen haben den Effekt einer ersten großzügigen Ernte. Der Nachteil ist aber dann die fehlende Einheitlichkeit: In den darauffolgenden Ernten können Tomaten von Hybridsamen gleich groß werden, aber auch kleiner ausfallen. Die Alternative zu Hybridsaatgut ist samenfestes Saatgut, das nachbaufähig, also fruchtbar, ist und in den nächsten Generationen Pflanzen mit den gleichen Eigenschaften hervorbringt.

Tomaten-Sorte Sunviva soll sich durchsetzen

Die Etablierung der "Open-Source-Saatgut-Stadt-Dortmund" ist das erste Vorhaben aus dem Handlungsfeld Landwirtschaft und Ernährung des städtischen Klimaschutzprogramms Klima-Luft 2030. Um Workshops anzubieten zur Saatgutgewinnung der Open-Source-Tomate Sunviva, kooperiert das Umweltamt mit dem im März gegründeten Verein Ernährungsrat Dortmund und Region.

Saatgut aus Tomaten zu gewinnen, ist einfach

Wie man Saatgut gewinnt: Nur reife und gesunde Tomaten sollten dabei verwendet werden - die Saat selbst ist dann von einer gallertartigen Masse umgeben. Sie sorgt dafür, dass die Samen nicht bereits in der Frucht keimen. Zur Saatgutgewinnung, die Tomate aufschneiden und die umhüllten Samen mit einem kleinen Löffel zusammenschaben. Gemeinsam mit dem Fruchtfleisch die Samen in ein Glas geben, dann Wasser drauf gießen. Innerhalb von etwa sieben Tagen lösen sich die Samen von der gallertartigen Masse und sinken zu Boden. Je größer das Glas, desto besser ist die Trennung zu beobachten. Oben schwimmende Samen sind nicht keimfähig und sollten aussortiert werden. Die Samen anschließend in einem Sieb unter laufendem Wasser von den möglichen Resten der Masse befreien und zum Trocknen etwa zwei bis drei Wochen zum Beispiel auf Küchenpapier legen.

Klingt einfach? Ist es auch! Trotzdem kann es Sinn ergeben, die Praxis gemeinsam einzuüben. Mehr Spaß macht es ohnehin gemeinsam. Und genau dazu dienen die Workshops:

Termine:
Freitag, 19. August, 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Freitag, 2. September, 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Für Schulklassen können gesonderte Termine vereinbart werden.

Ort:
Gärtnerei GrünFrau ("querbeet sozial" / Projekt vom Amt für Stadterneuerung in Kooperation mit GrünBau), Obere Pekingstr. 71, 44269 Dortmund

Die Kosten entsprechen einer je selbst zu wählenden Spende bei GrünFrau für den Ernährungsrat Dortmund und Region e.V. - die Zahl der Teilnehmenden liegt bei je 10 Personen. Als Referent wird der Vorsitzende des Ernährungsrates auftreten, Jörg Lüling.
Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: cnaehle@stadtdo.de

Christian Nähle von der Koordinierungsstelle Klimaschutz und Klimafolgenanpassung im Umweltamt steht auch per Telefon für Rückfragen der Dortmunder*innen zu den Workshops parat - unter 0231 50-28774.

Alle Hintergründe für das städtische Engagement zu Open-Source-Saatgut finden sich unter dortmund.de/saatgut.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.