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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Freizeit

Bürgerhaus Dorstfeld öffnet erstmals im November – Zusätzliche Mittel für die Fertigstellung bereitgestellt

Nachricht vom 02.09.2022

Das neue Bürgerhaus "Pulsschlag" in der alten Waschkaue der Zeche Dorstfeld wird im November erstmals seine Pforten für die Öffentlichkeit öffnen. Auch der große neue Kinder- und Jugendtreff in dem Gebäude geht dann mit einer Veranstaltung, die im Detail noch in Planung ist, in Betrieb.

Damit kommen die Umbauarbeiten des Kooperationsprojektes zwischen Bürgerhaus Dorstfeld eG und Stadterneuerung zum Abschluss, die im Frühjahr 2020 mit Abrissarbeiten in der Waschkaue begonnen hatten. Angesichts einiger überraschender Funde und einer massiven allgemeinen Baupreissteigerung benötigt das Projekt bis zur Fertigstellung allerdings weitere 793.000 Euro, die die Stadt bereitstellt.

Damit trägt die Stadt nun einen Anteil von rund 3,04 Millionen Euro an den gesamten Investitionskosten für den Umbau in Höhe von rund 7,58 Millionen Euro. Land und Bund übernehmen mit einem Zuschuss von etwa 4,39 Millionen Euro den Großteil der Kosten. Die Dorstfelder Bürgerhaus-Genossenschaft eG als künftige Betreiberin unterstützt den Umbau mit Eigenleistungen in Höhe von 150.000 Euro.

Verzögerungen durch archäologische Entdeckungen

Die jetzt zum Tragen kommenden Kostenerhöhungen gehen zurück auf die Folgen mehrerer unerwarteter Entdeckungen. Archäologische Funde sowie Hohlräume und Schadstoffe unterhalb des Gebäudes hatten zu Verzögerungen geführt. Auch im Außenbereich gab es immer wieder Überraschungen, die auf den rund 100-jährigen Betrieb der Zeche bis 1963 zurückzuführen sind – nicht alle baulichen Veränderungen wurden damals in den Akten der Gewerbepolizei verzeichnet. So haben große unterirdische Fundamente, nicht dokumentierte Rohrleitungen und punktuelle Bodenverunreinigungen den Aufwand immer wieder erhöht und eine mehrfache Anpassung der Planung erfordert.

Durch diese Verzögerungen waren beauftragte Baufirmen nicht mehr an ihre Verträge gebunden. Einige dieser Firmen haben nun Anspruch auf einen Ausgleich für zwischenzeitliche Kostensteigerungen, die vor allem durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine entstanden sind. Andere Firmen haben gekündigt, so dass die Arbeiten zu den gestiegenen Preisen neu vergeben werden mussten.

Bis zur Eröffnung werden das Haus und die direkt angrenzenden Außenanlagen nun fertig sein, ebenso wie ein provisorischer Parkplatz. Der endgültige Parkplatz wird, wie geplant, erst auf dem Deckel des neuen Regenrückhaltebeckens gebaut. Dieses wird Ende März 2023 fertiggestellt. Die komplette Fertigstellung aller Außenanlagen ist dann für Herbst 2023 geplant.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.