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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Energie

Mehr Anträge im Bereich Wohngeld wahrscheinlich - Verwaltung bereitet sich vor

Nachricht vom 06.09.2022

Um eine mögliche Energie-Krise zu vermeiden, hat die Stadt Dortmund bereits Energiesparmaßnahmen angekündigt. Auf Grundlage weiterer Maßnahmepakete der Bundesregierung stellt sich die Verwaltung nun auf eine erhöhte Anzahl an Wohngeldanträge ein.

In der Pressekonferenz der Verwaltungsspitze am Dienstag, 6. September, ist die Energiekrise in Deutschland bzw. Dortmund erneut ein Thema. "Der Stand ist unverändert", so Oberbürgermeister Thomas Westphal. "Wir arbeiten weiterhin daran, dass wir keine Mangellage haben werden."

Situation ist unverändert

Neben Gas gibt es nun auch die Sorge, dass der Strom knapp werden könnte bzw. sich die Strompreise entsprechend erhöhen. "Wir haben letzte Woche angekündigt, welche Maßnahmen wir als Stadt ergreifen, um eine Notlage zu vermeiden ", erklärt der OB. "Die neuen Maßnahmenpakete der Bundesregierung, die am Wochenende beschlossen wurden, halte ich für den richtigen Weg und ein gutes Signal", resümiert er weiter.

Die Koalition untersucht derzeit, wie Deutschland die nächsten Monate mit einer möglichen Preisinflation umgehen könne. Sie konzentriere sich verstärkt auf Regulierungen, was an der Strompreisbremse zu beobachten sei. "Eine Expertenkommission wird dies weiter durcharbeiten. Das freut mich sehr, denn ich finde, dass wir diese Entwicklung brauchen", erklärt der OB. Es könne zwar insgesamt alles schneller gehen, "aber die Schritte gehen in die richtige Richtung".

Pakete für Menschen in schwieriger finanzieller Lage

Gerade Bürger*innen im Land mit geringerem Gehalt treffe die Energiekrise schwer. "Die beschlossenenen sozialen Sicherungspakete sind eine gute Maßnahme, um die Menschen zu entlasten. Uns als Stadt geht es nun darum, wie wir uns darauf vorbereiten können. Die Wohngelderhöhung hilft, dass niemand auf Mehrkosten sitzen bleibt, deswegen ist das eine richtige Maßnahme, die ergriffen wurde", so der OB weiter.

Es ginge in der Stadt nun darum, sich auf die Situation vorzubereiten, dass künftig mehr Wohngeldanträge gestellt werden würden. "Wir gehen davon aus, dass sich die Zahl der Wohngeldempfänger*innen erhöhen, wahrscheinlich sogar verdoppeln wird", so Dezernent Ludger Wilde, der für das Amt für Wohnen zuständig ist. Man überlege nun, wie die kommenden zusätzlichen Bedarfe personell gelöst werden können. "Wir bereiten uns auf diesen Hype vor", erklärt Wilde weiter.

Auf die Frage, ob man das Hilfsnetzwerk in der Stadt ausbauen wolle, antwortet der OB, dass "die Netzwerkarbeit für uns nichts Neues" sei. Man lotet die Möglichkeiten aus, aber "die Kosten dürfen nicht zu hoch sein, sonst ist unser Spielraum begrenzt".

Text: Angela Seger

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Die Stadtwerke Dortmund informieren regelmäßig über die Gasversorgung und Preisentwicklung auf ihren Seiten.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.