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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bauen und Verkehr

Kosten übersteigen Budget: Abriss und Neubau der B1-Brücke Lindemannstraße wird verschoben

Nachricht vom 06.09.2022

Mit dem geplanten Abriss und Neubau der Fuß- und Radwegebrücke Lindemannstraße kann erst nach Ende der EURO 2024 begonnen werden. Ursprünglich sollte die neue Brücke vor Beginn der Fußball-EM fertig gestellt sein. Doch das ist leider unmöglich geworden.

Die Lindemannbrücke an der B1.

Wird erst später neu gebaut: Die Lindemannbrücke an der B1.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Amanda Bick

Im Vergabeverfahren hatte sich gezeigt, dass das Gesamtinvestitionsvolumen aus dem Baubeschluss in Höhe von 9,9 Millionen Euro deutlich überstiegen würde. Ein Grund dafür ist die aktuelle Marktsituation infolge verschiedener globaler Krisen. Das betrifft auch die Beschaffungslage bei Baumaterialien, insbesondere beim Stahl, der für den Brückenneubau benötigt wird.

Am Dienstag, 6 September, ging Baudezernent Arnulf Rybicki weiter ins Detail: "Wir haben zwei Ausschreibungen durchgeführt - für den Abriss und den Neubau. Und da war eine Erkenntnis, dass wir es mit einer bedeutsamen Kostenerhöhung zu tun haben, die den bisherigen Rahmen deutlich sprengen würde."

Faktoren wie die Kosten für Stahl führen zu einem unkalkulierbaren Risiko, die Brücke bis zum Beginn der UEFA EURO 2024 rechtzeitig fertigzustellen. Die laufenden Vergabeverfahren für den Abbruch und Neubau der Brücke Lindemannstraße wurden daher rechtssicher aufgehoben. Die Umsetzung von Abriss und Neubau soll nun im Juli 2024 beginnen.

Was war geplant?

Die bogenförmige Brücke, die an zentraler Stelle über die B1 führt und für eine fußläufige Anbindung des Kreuzviertels und des Innenstadtbereichs an Messeareal, Westfalenhalle, Stadion sowie weitere Sportstätten, Naturschutzgebiet Bolmke und Kleingartenanlagen sorgt, stammt aus den 1950er Jahren. Sie ist aufgrund ihrer Steigung von mehr als sechs Prozent als nicht barrierefrei anzusehen.

Daher wurde am 16. Dezember 2021 durch den Rat der Stadt Dortmund der Beschluss gefasst, das Brückenbauwerk abzureißen und durch einen barrierefreien Neubau zu ersetzen (DS-Nr. 22409-21). Der Zeitplan war dabei so aufgestellt, dass der Neubau der Brücke bis zum Start der Fußball-Europameisterschaft im Sommer 2024 fertiggestellt sein würde. Nachdem der Baubeschluss gefasst worden war, wurden umgehend die erforderlichen Ausschreibungsverfahren für die Arbeiten vorbereitet und durchgeführt.

Wie geht es weiter?

Das Bestandsbauwerk wird zunächst weiter genutzt. Verschiedene Ertüchtigungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Ausbesserung der Brückenbeschichtung sowie der Anschlussbereiche und eine höhenmäßige Anpassung der Pflasterflächen im Übergangsbereich, werden eine uneingeschränkte Benutzung in den nächsten Jahren gewährleisten.

Mit geringem finanziellem Aufwand soll eine sichere Verkehrsbeziehung vom Kreuzviertel zu den Veranstaltungs-, Sport- und Erholungsbereichen südlich der B1 aufrechterhalten werden - bis die neue Brücke kommt. Geplant ist weiterhin, den Max-Ophüls-Platz bis EM-Beginn mit geeigneter Bepflanzung zu gestalten und optisch aufzuwerten.

Nach dem neuen Zeitplan sollen die Arbeiten zur Verkehrssicherung (Einrichtung Baustelle, Umleitungen etc.) im Juli 2024 erfolgen. Die Abbrucharbeiten sind für August bis Oktober 2024 geplant. Der Brückenneubau soll sich dann sofort anschließen und bis März 2026 andauern. Von Januar 2026 bis Juli 2026 sind die Arbeiten für die Freianlagen eingeplant.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.