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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Stadtbezirk Innenstadt-West verleiht gleich drei hoch dotierte Preise

Nachricht vom 09.09.2022

Die Kultur fördern und einer einstigen Stadträtin gedenken, das hat sich das Stadtbezirksmarketing Innenstadt-West auf die Fahne geschrieben. Deshalb steht nun wieder die Verleihung des Rosa-Buchthal-Preises an. Zudem verliehen werden der Ehrenring des Stadtbezirks sowie der Heinrich-Schmitz-Preis.

Das Stadtbezirksmarketing Innenstadt-West verleiht am Freitag, 23. September, zum zweiten Mal den Rosa-Buchthal-Preis. Zum achten Mal wird der Ehrenring des Stadtbezirks verliehen - und zum zehnten Mal der Heinrich-Schmitz-Preis. Alle Auszeichnungen werden gemeinsam vergeben - im Dortmunder U.

Preisträger*innen haben viele Talente

Über den mit 10.000 Euro dotierten Rosa-Buchthal-Preis kann sich Filmemacher Younes Laaguidi freuen. Dieser beendete 2020 den Bachelor in Audiovisual Design in Rotterdam und ist seit der Rückkehr nach Dortmund Lehrer für Cinematografie sowie unabhängiger Dokumentarfilmregisseur. Weitere Informationen zu Younes Laaguidis Arbeiten finden Sie unter youneslaaguidi.com.

Hintergrund zum Preis: Die 1874 geborene Rosa Buchthal, Mitglied der DDP und Mitbegründerin des Vereins der liberalen Frauen Dortmunds, war das erste weibliche Mitglied des Dortmunder Magistrats. Von 1923 bis 1927 war sie als Stadträtin für den Kulturbereich zuständig.

Mit dem Ehrenring des Stadtbezirks Innenstadt-West werden 2022 folgende Persönlichkeiten geehrt: die Schriftstellerin Gabriella Wollenhaupt, der Moderator Uwe Kisker, der Verein Frau Lose e.V. sowie die Quartiersdemokratin Vivianne Dörne und der Politiker Emanuel Katsougris, der sich sowohl für die Bezirksvertretung engagiert als auch für die griechische Gemeinde.

Junge Leute werden ebenso bedacht

Die diesjährige Bewerbung zum Heinrich-Schmitz-Preis stand unter dem Motto "Das andere Dortmund". Jugendliche oder junge Erwachsene sollten zu dem Thema Fotos oder Bilder einreichen - so kam ein buntes Potpourrie zusammen, welches die Jury mit Preisen belohnen konnte.

Es werden vier Preise je 1.000 Euro vergeben: Die 15-jährige Jasmina Gerhardt hat über Wochen allein ein Projekt erarbeitet. Es handelt sich um Zeichnungen, die andere Versionen Dortmunds zeigen. Sie sagt dazu: "Das andere Dortmund bedeutet auch das andere Auge. Es sind alle Versionen Dortmunds auf das Auge zurückzuführen."

Ole Hass, Tobias Krebs und Mika Halsband sind Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Ihre Präsentation handelt von unterschiedlichen Lebenswelten in der Dortmunder Innenstadt.

Salvatore Di Dino hat eine Fotostrecke über "Dortmund - die Bierstadt des Ruhrgebiets" eingereicht - die verschiedenen Blickwinkel darauf sind realistisch und auch kritisch.

Die Schüler Lukas Wieczorek, Noah Altmeyer und Marcel Anspach von der Wilhelm-Busch-Realschule haben sich damit beschäftigt, wie bestimmte Orte in Dortmund sich von der Vergangenheit bis jetzt verändert und entwickelt haben. Sie führen vor Augen, wie diese in der Zukunft aussehen könnten. Sie nennen es "Das neue Dortmund".

Hintergrund zu Heinrich Schmitz

Der 1865 in Dortmund gestorbene Schmitz gehört zu den wenigen Dortmundern, die ein Ehrengrab von Seiten der Stadt erhalten haben. Er war einer der 31 Unterzeichner einer Adresse an das preußische Kultusministerium wegen Mängeln im Schulwesen. 1864 gehörte er zu den Führenden unter 3.000 Männern, die eine Petition an den Preußischen Landtag wegen des Erlasses eines Unterrichtsgesetzes richteten.

Dieser Beitrag befasst sich mit zentralen Angelegenheiten des Stadtmarketing der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.