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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Dortmunder U

"Neun Sonnen" lädt zum immersiven Ausstellungserlebnis ein

Nachricht vom 09.09.2022

Seit dem 8. September kann man im Dortmunder U in virtuelle Welten eintauchen: Unter dem Titel "Neun Sonnen - Erzählungen utopischer, digitaler Welten" lädt die große neue Ausstellung auf Ebene 2 dazu ein, alternative Realitäten zu entdecken, zu entschleunigen und spielerisch neue Räume zu erkunden.

die Arbeit „Schwebende Malerei“ von Eunjeong Kim

Die Arbeit "Schwebende Malerei" von Eunjeong Kim
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Miu-Wah Lok

Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar 2023 zu sehen, der Eintritt ist frei.

Der Ausstellungstitel ist inspiriert von einem Zitat der amerikanischen Science-Fiction-Autorin Octavia E. Butler: "There is nothing new under the sun, but there are new suns." (Es gibt nichts Neues unter der Sonne, aber es gibt neue Sonnen).

In der interaktiven Ausstellung präsentieren elf deutsche und internationale Medienkünstler*innen ihre Zukunftsvisionen neuer Welten und thematisieren unser Verhältnis zu Technik und Natur.

ein Blick in die Ausstellung

Ein Blick in die Ausstellung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Miu-Wah Lok

Die Künstlerin, Kuratorin und Szenografin Vesela Stanoeva hat nicht nur eine eigene künstlerische Arbeit beigesteuert, die interaktive Installation "Chasing Landscapes". Sie hat die Ausstellungsetage der UZWEI auch mit nichts als einem Netz und weißem Papier verwandelt.

Das Ergebnis ist ein Kunstwerk für sich: 15.000 schmale weiße Papierstreifen unterschiedlicher Längen hängen an einem Netz von der Decke und umgeben die Besucher*innen wie Wolken, schaffen Räume und Durchgänge, leiten von Installation zu Installation. Teils entsteht ein höhlenartiger Eindruck, teils ist der Flattervorhang Kulisse oder Projektionsfläche. Dank der farbigen Beleuchtung und der sphärischen Klänge des Sounddesigners Christian Bröer, die einem beim Rundgang begleiten, taucht man hier nicht nur in virtuelle Welten ein - sondern erst einmal in diesen analogen Kosmos aus Flexibilität, Licht und Sound.

Breites Spektrum künstlerischer Perspektiven

Es sind Videoarbeiten, Games, digitale Malerei, Experimente mit Virtual oder Augmented Reality, die die Besucher*innen auf 300 qm erwarten. Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum künstlerischer Perspektiven. Lotta Stöver lädt in ihrer Arbeit "Sleep Like Mountains" dazu ein, sich auf den Boden zu legen und von einem Körperscanner vermessen zu lassen.

Basierend darauf startet der Rechner einen Vergleich mit den Geodatensätzen der Erde - und verrät, welcher Ort auf der Erde dem gescannten Körper am ähnlichen ist.

Eunjeong Kim ist mit Gemälden vertreten, jedoch sind ihre Arbeiten "Schwebende Malerei", deren Elemente die Besucher*innen mit Hilfe eines bereit liegenden Tablets herauslösen und zum Fliegen bringen können. Die Künstlerinnen Glor1a und alpha_rats kreierte ein Spiel, um die eigene Psyche zu erforschen und in einer künstlichen Welt ein Leben ohne binäres Denken kennenzulernen. Vesela Stanoevas "Chasing Landscapes" zeigen postapokalyptische, aquarellartige und sich ständig verändernde Landschaften, in die die Besucher*innen aktiv eingreifen können.

ein Bild der Künstlerin, Kuratorin und Szenografin Vesela Stanova (rechts) mit uzwei-Leiterin Mirjam Gaffran

Ein Bild der Künstlerin, Kuratorin und Szenografin Vesela Stanova (rechts) mit uzwei-Leiterin Mirjam Gaffran
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Miu-Wah Lok

Digitales Gästebuch vor Ort

Johanna Mangold erzählt in ihrer Videoarbeit "in the forest #1" die Beziehung zwischen einer tropischen Ameisenart und einem parasitären Pilz als giftige Romanze, und Lena Biersch programmierte in "Me, Myself & My Avatars" eine virtuelle Realität, in der man mit einer VR-Brille ausprobieren kann, inwieweit sich das eigene Gehirn auf sonderbare Avatare einlässt: Kann man mit seinem menschlichen Körper auch einen Schwanz steuern? Kann man die Umgebung verändern? Kann man auch aus mehreren Körpern zugleich bestehen?

Die Besucher*innen können ihre Gedanken und Meinungen direkt vor Ort in ein digitales Gästebuch tippen, das sogleich auf einem Endlos-Papier ausgedruckt wird. Auch Instagram-Beiträge, die mit dem Hashtag #neunsonnenexperience gepostet werden, landen als Papierstreifen voller Text ganz real in der Ausstellung.

Zum Thema

Beteiligte Künstler*innen: Johanna Mangold, Lena Biresch, Glor1a, Eunjeong Kim, Vesela Stanoeva, Dimitris Gkikas, Andrea Familari, Baum & Leahy, Lotta Stöver, MengXuan Sun und Christian Bröer.

Weitere Informationen finden Sie online.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.