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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Stadtentwicklung und Wirtschaft

"Stadt nach Acht"-Konferenz hat bundesweit positives Echo

Nachricht vom 12.09.2022

Europas wichtigste Fachkonferenz zum Nachtleben mit über 100 nationalen und internationalen Sprecher*innen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Nachtkultur sorgt für positiven Nachhall. Anfang September fand sie erstmalig in Dortmund statt.

25 Diskussionsrunden und Workshops zu den Themen Stadtentwicklung, Nachtökonomie, Kultur, Gesundheit und Sicherheit mit rund 500 Gästen im Dortmunder U und domicil sowie ein begleitendes Kulturprogramm “Dortmund nach Acht“ mit über 3.000 Gästen in acht ausgewählten Dortmunder Clubs, die Verleihung des Livespielstätten-Preises des Kulturbüros der Stadt Dortmund, dazu im Anschluss das erste Bundestreffen der Nachtbürgermeister*innen bzw. Nachtbeauftragten am 3. September im Deutschen Fußballmuseum – das alles war die Konferenz "Stadt nach Acht" 2022 in Dortmund.

Heike Marzen, Geschäftsführerin der Dortmunder Wirtschaftsförderung, resümiert: "Wir haben seitens der Wirtschaftsförderung die Konferenz gefördert und über acht Monate in der Vorbereitung und Kuration intensiv unterstützt und es geschafft, die internationalen Netzwerke der 'Stadt nach Acht'-Konferenz zu nutzen und mit den für Dortmund und NRW relevanten Themen und Akteur*innen der Nachtkultur zusammen zu bringen. Ein überaus positives Signal des Aufbruchs, um unserer Stadt und der Region national wie international im Bereich Nightlife und Clubkultur Sichtbarkeit zu geben. Es gibt durchweg begeisterte Rückmeldungen aus vielen Städten quer durch die Republik. Daraus wird nur Positives für Dortmund und die Region entstehen!"

An Hotspots wie dem Dortmunder U sollen die Dortmunder Guides sichtbar werden und in Kommunikation mit den Feiernden treten.

An Hotspots wie dem Dortmunder U sind die Dortmunder Guides unter anderem anzutreffen und und nehmen die Kommunikation mit Feiernden auf.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Kommunales Konfliktmanagement: "Dortmund Guides"-Projekt wird zum Konferenz-Highlight

Das "Dortmund Guides"-Pilotprojekt der Wirtschaftsförderung, ein Deeskalationsteam, das nächtliches Feiern und urbanes Leben auf öffentlichen Plätzen moderiert, ist nicht nur bei Dortmunder Jugendlichen wie Anwohner*innen beliebt, sondern sorgt für bundesweite Resonanz. In der Pressekonferenz der Verwaltungsspitze am Dienstag, den 13. September, erörterte Heike Marzen den Erfolg des Konzepts: "Jugendliche brauchen Räume, um sich zu treffen und auszuprobieren, wie Anwohner*innen ihren verdienten Schlaf. Unser Ansatz, diesen vermeintlichen Nutzerkonflikt mittels Beziehungsmanagement zu moderieren, kommt überall an. Hier wird nicht einzig das Konzept gelobt, sondern vor allem das Teamwork zwischen Wirtschaftsförderung, Polizei, Ordnungsamt, Jugendamt und allen anderen beteiligten Partnern. Wie wir hier mit agilen Methoden arbeiten, mutig neue Wege gehen, wird von anderen Städten als einzigartig betrachtet. Vertreter*innen aus einigen Städten sind teilweise nur wegen dieser Thematik nach Dortmund angereist. Zudem liegen uns bei der Wirtschaftsförderung ausschließlich positive Einlassungen von Polizei, Grünflächenamt und Ordnungsamt vor, die das Dortmund Guides-Projekt kausal mit weniger eigener Einsätze verbinden", so Heike Marzen weiter. Auch Oberbürgermeister Thomas Westphal betont den Erfolg - nicht nur der Konferenz, sondern auch des Einsatzes der "Dortmund Guides": "Die Ergebnisse der Entwicklungen im Rahmen der 'Stadt nach Acht'-Konferenz helfen auf langer Strecke, dass Nachtleben in Dortmund weiterzuentwickeln."

Gründung der Interessengemeinschaft "NACHT KONSIL"

Dortmunds Nachtbeauftragter Chris Stemann über die Nachhaltigkeit des ersten Bundestreffen der Nachtbürgermeister*innen und Nachtbeauftragten: "New York City, Amsterdam und später Mannheim und Stuttgart waren Pionierstädte, die Stellen der Nachtbürgermeister, Night Mayors oder Nachtbeauftragten geschaffen haben, um Nacht- und Clubkultur zu stärken. Die Kollegen aus Mannheim und Stuttgart haben seit fünf Jahren versucht, ein solches bundesweites Netzwerktreffen zu organisieren und damit viel Vorarbeit für das Treffen in Dortmund geleistet. Wir haben nun das erste Bundestreffen in Dortmund realisiert. Die "IG NACHT KONSIL", die zum Wissenstransfer/Nachtkultur in über 20 Städten in Deutschland dienen soll, wurde am 3. September in Dortmund gegründet und wird dazu beitragen, vorhandene Strukturen der Zusammenarbeit zwischen den Städten zu verstetigen." Die Vertreter aus Leipzig und Mannheim sind zusammen mit Stemann als Bundessprecher benannt worden.

Zum Thema

Die "Stadt nach Nacht" ist eine Nachtleben-Konferenz des Bundesverbands der Clubs, Festivals, Musikspielstätten und der Live-Kommunikation.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.