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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Verkehr

Alle 320 Laternenlader in Dortmund sind nun installiert: E-Autos einfach und bequem an grüner Leuchte laden

Nachricht vom 17.11.2022

Im Dezember 2019 ging der erste NOx-Block-Ladepunkt an der Lippestraße im Kaiserstraßenviertel an den Start – rund drei Jahre und 319 "Grüne Leuchten" später wurde das Gemeinschaftsprojekt des Konsortiums StraBelDo in der Carl-Holtschneider-Straße in der Innenstadt-Nord abgeschlossen. Die wichtigsten Ziele: Elektromobilität attraktiver gestalten, E-Autofahrer*innen ohne eigene Lademöglichkeit unterstützen, Stickoxid-Emissionen verringern. Das Projekt ist zentraler Baustein der Smart City-Strategie der Stadt Dortmund.

Darüber, dass die Menschen in Dortmund nun auch an 320 Laternen ihre E-Fahrzeuge laden können, freuen sich Meinolf Pflug, Fachkoordinator Straßenbeleuchtung beim Tiefbauamt der Stadt Dortmund, Tim Psztur und Marcel Nierhoff (Technischer Service, Beleuchtungsservice bei DEW21), und Carsten Henderkott, Projektleiter bei SPIE. Das beigefügte Foto ist an einem Ladepunkt an zentraler Stelle in der Schmiedingstraße entstanden.

Darüber, dass die Menschen in Dortmund nun auch an 320 Laternen ihre E-Fahrzeuge laden können, freuen sich Meinolf Pflug, Fachkoordinator Straßenbeleuchtung beim Tiefbauamt der Stadt Dortmund, Tim Psztur und Marcel Nierhoff (Technischer Service, Beleuchtungsservice bei DEW21), und Carsten Henderkott, Projektleiter bei SPIE. Das beigefügte Foto ist an einem Ladepunkt an zentraler Stelle in der Schmiedingstraße entstanden.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Die Ladepunkte wurden in bereits bestehende Straßenlaternen integriert und sind durch den knallig-grünen Anstrich gut zu erkennen. Das Aufladen von elektrischen Fahrzeugen erfolgt über das Standard-Ladekabel vom Typ II, das flexibel an jeden Laternenlader angeschlossen werden kann. Bezahlt wird mit einer Kundenkarte der DEW21 oder mit dem Smartphone via Direct Payment.

"Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen E-Fahrzeuge nutzen. Mit dem NOx-Block-Projekt wollen wir in erster Linie jene Personen erreichen, die keine eigene Lademöglichkeit zuhause haben", erklärt Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamts. Entsprechend wurden dicht besiedelte Quartiere mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern als Standorte ausgewählt. Eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr war ein weiteres Kriterium.

Dortmund ist Vorreiter-Stadt bei Laternenladern

Rafael John Santiago aus dem Büro Chief Information Innovation Office (CIIO) betont die Vorreiterrolle Dortmunds: "In Deutschland gibt es keine andere Stadt, die bei der Ladeinfrastruktur an Laternen so gut aufgestellt ist wie Dortmund. Die grünen Lader haben dem Ausbau einen massiven Aufschwung gegeben. Durch den niederschwelligen Zugang zu den Ladepunkten erreichen wir mit diesem Angebot sehr viele Menschen", so Santiago.

"Wir setzen hier in Dortmund gemeinsam mit der Stadt und weiteren Partner*innen innovative Technik für den Ausbau der Ladeinfrastruktur ein, mit der wir auch bundesweit Neuland beschreiten", betont auch DEW21-Geschäftsführer Peter Flosbach. "Damit stärken wir das Lade-Angebot und blicken gleichzeitig auch in die Zukunft. Das Modellprojekt hilft uns, gemeinsam zu erfahren, in welchen Bereichen die Nachfrage besonders hoch ist, damit wir den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur aus Kundenperspektive optimal planen können. Erste Projekte für 2023 sind schon auf dem Weg." Gerade richtet DEW21 neue öffentliche Ladestellen am Rodenbergcenter ein, an der Hörder Hafenstraße schreiten die Planungen voran.

In den kommenden Monaten werden 20 Prozent der neuen Laternen-Ladeparkplätze für E-Fahrzeuge reserviert. Die Blockade der Elektrotankstellen durch konventionell betriebene Fahrzeuge soll so gezielt reduziert werden.

Hintergründe zum NOx-Block-Projekt

Bis September 2022 sind insgesamt 320 Ladepunkte an Beleuchtungsmasten im öffentlichen Raum in Dortmund entstanden. Damit sind alle Projektziele nach Plan eingehalten worden, sowohl in Bezug auf den Zeit- als auch den Kostenrahmen.

Zielgruppe sind insbesondere Menschen, die keine Lademöglichkeit auf dem eigenen Grundstück haben, und Pendler*innen, die auf Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum angewiesen sind.

Durch den Aufbau der Ladeinfrastruktur können E-Fahrzeuge mit bis zu 11 kW an den Straßenlaternen geladen werden. Alles, was dafür benötigt wird, ist ein Standardladekabel mit Typ-II-Stecker. Zur Authentifizierung und Bezahlung kann entweder eine Ladekarte mit RFID-Chip, eine App auf dem Smartphone oder eine Webseite mit Direct Payment verwendet werden.

Beim Laternenlader handelt es sich nicht um eine Ladesäule, sondern eine Huckepack-Lösung an einer bestehenden (neuen) Infrastruktur, die eine Ladeleistung von bis zu 11 kW zur Verfügung stellt (ggf. wird sie auch auf 5 kW abgeregelt, wenn es netzseitig erforderlich ist).

Gemeinsames Projekt des Konsortiums StraBelDo

Den Auftrag, das innovative Projekt in Dortmund umzusetzen, hat das Konsortium StraBelDo (Straßenbeleuchtung Dortmund) erhalten. Die Partner Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) und SPIE Deutschland & Zentraleuropa wurden zuvor von der Stadt damit beauftragt, die Straßenleuchten in Dortmund zu modernisieren, zu warten und instand zu setzen. Dabei stellen sie auf LED-Technologie um und versehen sie mit einem smarten Lichtmanagement. Die Erfahrungen aus der Erneuerung der Beleuchtungsanlage brachten sie in das zukunftsweisende Projekt mit ein. SPIE übernimmt dabei als technischer Dienstleister die Installation der Ladesäulen, die Verkabelung und den Anschluss an das Netz. Die DEW21 übernimmt den Messstellenbetrieb, den Beratungs-Service rund um die neue Technik und sorgt damit dafür, dass das Laden zuverlässig funktioniert.

Baustein der Smart City-Strategie

Das Projekt NOx-Block ist ein wesentlicher Baustein der Smart City-Strategie in Dortmund und Teil einer kommunalen Lösungsstrategie, um E-Mobilität attraktiver zu machen. Wissenschaftlich begleitet wird der Aufbau von der TU Dortmund sowie der Bergischen Universität Wuppertal, die Auswirkungen auf das Stromnetz und lokale Stickoxid-Emissionen untersuchen. Das Projekt wird von der Bundesregierung im Sofortprogramm "Saubere Luft" mit ca. 10 Millionen Euro gefördert.

Hintergrund des Projektantrages

Die Stickoxidkonzentrationen in der Atemluft sind in deutschen Ballungsräumen nach wie vor zu hoch. Besonders problematisch sind Räume, die mehrere Zentren mit starken Pendlerströmen aufweisen. Die Elektrifizierung des PKW-Verkehrs trägt dazu bei, die lokalen Stickoxid-Emissionen zu verringern und somit die Luftqualität zu verbessern.

Insgesamt werden für das Projekt in den drei Städten Dortmund, Schwerte und Iserlohn bis zu 680 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge im öffentlichen, halböffentlichen und privaten Raum aufgebaut.

Interaktive Ladesäulenkarten finden Sie online.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.