Friedensplatz altes Stadthaus

Nachrichtenportal

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Umwelt

Kostenlose Sperrmüll-Sammlung - EDG bittet um Beachtung der Vorgaben

Nachricht vom 29.11.2022

Was darf bei der Sperrmüll-Sammlung vor die Tür gestellt werden, was nicht? Darüber informiert die Entsorgung Dortmund GmbH nun gesondert, denn bei der letzten Sammel-Aktion rund um den Borsigplatz wurde viel Müll abgeladen.

EDG-Mitarbeiter laden Sperrmüll ein

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): EDG Dortmund

Die EDG bietet in jedem Stadtteil Dortmunds gebührenfreie Sperrmüll-Sammelaktionen an. Der digitale Abfallkalender erleichtert die Planung für die Anwohner*innen. Nach Angabe der eigenen Adresse zeigt der Kalender an, wann die Straße für welche Abfallsammlung angefahren wird.

Sperrmüll am Abholtag bis 7:00 Uhr sicher bereitstellen

Der Sperrmüll muss am Abfuhrtag bis spätestens 7:00 Uhr bereitstehen. Später herausgestellter Sperrmüll wird nicht mitgenommen. Der Sperrmüll muss ebenerdig und ausschließlich auf öffentlichen Flächen, z.B. auf dem Gehweg bereitgestellt werden. Dabei darf er andere Verkehrsteilnehmer*innen nicht behindern und muss, wenn nötig, gesichert werden.

Bei Sperrmüll handelt es sich um sperrige Hausratsgegenstände, die wegen ihrer Abmessungen nicht in die Graue Tonne (Restmülltonne) passen bzw. deren Leerung behindern würden, die in haushaltsüblichen Mengen anfallen und von Hand zu verladen sind.

Zum Sperrmüll zählt, was man bei einem Umzug mitnehmen kann, aber keine Kisten und keine Säcke. Alles, was im Haushalt fest verbaut ist, ist kein Sperrmüll.

Diese Gegenstände zählen z.B. zum Sperrmüll:

  • Möbel jeglicher Art, z.B. Schränke, Küchenschränke, ohne E-Geräte
  • Stühle, Tische, Polstermöbel, Sessel, Matratzen, Bettgestelle, Lattenroste, Spiegel
  • Gegenstände aus Metall bzw. Kunststoff, z. B. Wäscheständer, -korb, Kinderspielzeug (Bobbycar), Liegestuhl, Kleintierkäfig, Kinderwagen, Fahrrad, Schubkarre
  • Gartengeräte: nicht elektrisch, Bügelbrett, Terrassenstrahler ohne Gasflasche, Gardinenstange, Innenrollo, Blumenkasten
  • Aquarium ohne Technik
  • leere Kiste/Koffer, Sandkasten, Schlitten, Leiter, Skier, Tischtennisplatte, Zelt (verpackt)
  • Lampenschirm (groß) ohne Technik
  • Teppich (-fliesen, -läufer) gerollt/gebündelt, Linoleumboden, Laminat gebündelt
  • Wandbild (groß), Kunstdruck, Ölgemälde o.ä., Leinwand

Abfälle und Gegenstände, die nicht zum Sperrmüll gehören, werden am Aktionstag grundsätzlich nicht mitgenommen - unabhängig davon, wo sie abgelegt wurden. Sperrmüll auf Privatgrundstücken wird aus Haftungsgründen nicht abgeholt.

Das Bereitstellen von Gegenständen, die nicht zum Sperrmüll zählen, kann als unerlaubte Abfallablagerung gewertet und mit einem Bußgeld geahndet werden. Die nachträgliche Abholung von Sperrmüll und anderen Gegenständen, die nicht zum Sperrmüll gehören, ist kostenpflichtig.

Diese Gegenstände sind z.B. kein Sperrmüll:

  • Gartenhäuser, Gartenzäune, Bauholz
  • Bauabfälle, wie z. B. Badewanne, Waschbecken, Keramik, Mauersteine, Fenster, Türen, Heizkörper
  • Renovierungsabfälle, wie z. B. Tapeten, Fliesen
  • Gefährliche Abfälle, wie z. B. Lösungsmittel, Farben, Lacke, Batterien, Teerpappe
  • Leuchtstoffröhren-/Neonröhren, Gasflaschen
  • Elektro- und Elektronikgeräte, wie z. B. Kühlschrank, Mikrowelle, Staubsauger, Nachtspeicheröfen, Ölradiato-ren
  • Autoteile, Felgen, Autoreifen, Feuerlöscher
  • Müllsäcke
  • Alttextilien, Bettwäsche, Schuhe, Handtücher, Vorhänge, Gardinen
  • Pappe, Kartonagen, Papier
  • Grün-, Strauch- und Baumschnitt, große Pflanzen

Bilanz der Aktion im Stadtteil Borsigplatz

Nach der gebührenfreien Sperrmüllsammlung vom 26. November im Stadtteil Borsigplatz zieht die EDG eine erschreckende Bilanz. Außer Sperrmüll wurden in einem katastrophalen Ausmaß auch andere Abfälle für die Abholung abgelagert. Entgegen der Planungen, am Aktionstag nur Sperrmüll zu sammeln, sah sich die EDG gezwungen, auch alle anderen Abfälle abzufahren.

Nur so konnten die Verkehrssicherheit gewährleistet und Umweltgefährdungen ausgeschlossen werden. Im Stadtteil Borsigplatz wurden insgesamt 96 Tonnen Sperrmüll und 17 Tonnen andere Abfälle eingesammelt. Es waren 29 Einsätze des Schadstoffmobils notwendig, um gefährliche Abfälle abzuholen, darunter auch solche, deren Zusammensetzung und damit ihr Gefährdungspotential nicht eindeutig waren.

Der Ermittlungsdienst Abfall, der an zwei Tagen im Einsatz war, stellte zahlreiche Ablagerungen die nicht zur Kategorie Sperrmüll gehören, und durch Gewerbetreibende fest. Es wurden vier Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten geschrieben.

Nächste Sammlung am 3. Dezember im Stadtteil Hafen

Für den nächsten Termin am 3. Dezember im Stadtteil Hafen weist die EDG alle Anwohner*innen daher nochmals sehr eindringlich darauf hin, die Vorgaben für die Sperrmüll-Sammlung einzuhalten.

EDG kontrolliert Einhaltung der Vorgaben

Die EDG wird die Vor-Ort-Beratung und Kontrolle der Einhaltung der Vorgaben weiter fortsetzen. Ziel ist es, u.a., festzustellen, wo Sperrmüll und andere Gegenstände auf privatem Gelände abgestellt sind, welche Gegenstände, die nicht zur Kategorie Sperrmüll gehören, bereitstehen und wo schon frühzeitig herausgestellt wurde.

Den Anwohner*innen soll nach Ansprache die Möglichkeit gegeben werden, für Abhilfe zu sorgen. Mitarbeiter*innen des Ermittlungsdienstes Abfall werden vor und am Aktionstag im Stadtteil Hafen insbesondere da unterwegs sein, wo viele Wohnungen sind.

Zum Thema

Die nächsten Termine für die gebührenfreie Sperrmüll-Sammlung und den Link zum digitalen Abfallkalender sind hier zu finden.

Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten einer Beteiligungsgesellschaft der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.