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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Bildung

Stadtteil- und Bildungszentrum Wichlinghofen - Rat entscheidet über Kosten für den Neubau

Nachricht vom 17.01.2023

Bevor die Arbeiten für den Neubau der Wichlinghofer Grundschule mit Turnhalle und Bürgerzentrum starten, muss erst ein Ratsbeschluss eingeholt werden. Denn die Kosten für den Neubau werden höher sein als bisher berechnet. Der Baustart soll im Laufe des Jahres erfolgen.

Auf der Fläche, auf der sich bis vor Kurzem die Wichlinghofer Grundschule an der Vinklöther Mark befand, sind von der Schule nur noch unterirdische Bauteile und Pflasterflächen übrig. Diese Reste der aus den 1970er-Jahren stammenden und mittlerweile abgebrochenen Gebäude (Pavillon und Turnhalle) sollen bis Anfang Februar beseitigt werden. Dann ist die große Freifläche für den Neubau des Stadtteil- und Bildungszentrum (SBZ) Wichlinghofen gut zu sehen.

Diese Veränderung erfreut vermutlich auch die Mitglieder des Bürgervereins "projekt wichlinghofen", der sich seit 2009 für den Neubau der Grundschule einsetzt. Der Verein, der nicht zuletzt durch seine Aktionen und Veranstaltungen im Stadtteil bekannt ist, hat den Planungsprozess mit viel Engagement begleitet.

Neue Kostenaufstellung notwendig

Bevor die Arbeiten für den Neubau der Wichlinghofer Grundschule mit Turnhalle und Bürgerzentrum starten, muss jedoch erst ein Ratsbeschluss eingeholt werden. Die Kosten für den Neubau werden höher sein als im November 2021 berechnet. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die gestiegenen Energiekosten führen auch bei dem Neubau des SBZ Wichlinghofen zu einem Mehrbedarf von rund 8,7 Mio. Euro (Gesamtvolumen: 27,25 Mio. Euro), sodass ein Ratsbeschluss erforderlich ist. "Wir müssen also heute berichten, dass wir einen wesentlich höheren Finanzbedarf für dieses innovative Projekt haben als zunächst angenommen", sagt Baudezernent Arnulf Rybicki nach der Sitzung der Verwaltungsspitze am Dienstag, 17. Januar.

Bis die Arbeiten für den Neubau starten, bleibt das Baugrundstück eingezäunt und es finden keine Bautätigkeiten statt. Der Baustart soll im Laufe des Jahres erfolgen. "Wir wollen im Zeitraum bleiben und ohne Verzögerungen bauen", betont Rybicki.

Multifunktionale Nutzung für alle Altersgruppen

Das SBZ wird nach Fertigstellung als Grundschule und Bürgerhaus multifunktional unter einem Dach genutzt und dient den Stadtteilbewohner*innen als zentrale Anlaufstelle und Treffpunkt in der Ortsmitte Wichlinghofens. Zukünftig finden hier verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen rund um die Themen Freizeit, Kultur und Bildung statt, die vom Wichlinghofer Bürgerverein organisiert werden und an denen es im Stadtteil aufgrund von fehlenden Räumlichkeiten derzeit mangelt.

Die alte Turnhalle wird durch einen Neubau für den Schulsport und den TuS Wichlinghofen 77 e.V. ersetzt. Die attraktiv gestaltete Stadtteilterrasse mit der Funktion eines kleinen "Stadtteilplatzes" und der abwechslungsreiche Schulhof- und Spielbereich laden Groß und Klein zum Verweilen ein und dienen als Treffpunkte im Freien. "Wir haben eine Mehrfachnutzung in diesem Falle, sodass wir von diesem Bauprojekt weiter überzeugt sind", fasst Rybicki zusammen.

SBZ soll Pendeln zwischen Stadtteilen minimieren

Der Bau des SBZ wirkt sich insgesamt positiv auf den Klimaschutz aus. Das Zentrum ist auf einen bewussten Umgang mit verfügbaren Ressourcen und auf die Minimierung des Energieverbrauchs ausgelegt. Die extensive Dachflächenbegrünung, der Einbau eines "Mini-Blockheizkraftwerks", die Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung, die Verwendung von klimaschonenden Dämmstoffen und die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus gehenden Wärmeschutzmaßnahmen können hierfür exemplarisch genannt werden.

Mit dem Bau des Stadtteil- und Bildungszentrums wird der Grundschulstandort Wichlinghofen langfristig gesichert und ein generationenübergreifender Treffpunkt für den gesamten Stadtteil geschaffen. Das Pendeln in benachbarte Stadtteile für Bildung, Sport und Freizeit, das in Wichlinghofen in hohem Maße per PKW erfolgt, kann für diese Zwecke entfallen. "Wir empfehlen der Politik an diesem Projekt festzuhalten, um diese Wohlfahrtswirkung, die diese Einrichtung für diesen Stadtteil mit sich bringt, auch einzulösen", fasst Planungsdezernent Ludger Wilde zusammen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.