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Bild: Franziska Lütz

Memorandum

Smart City-Initiatoren bestätigen Zusammenarbeit

Nachricht vom 08.06.2017

"Wir machen Zukunft!" - unter dieser Überschrift hat sich im Dezember 2016 die "Allianz Smart City Dortmund" zusammengefunden. Jetzt haben die 65 Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Bemühungen erneut bekräftigt.

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Amr Salem (Managing Director Smart + Connected Communities CISCO) unterzeichnen das Memorandum zur weiteren Zusammenarbeit

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Amr Salem (Managing Director Smart + Connected Communities CISCO) unterzeichnen das Memorandum zur weiteren Zusammenarbeit
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Smarte Projekte entwicklen und gemeinsam Geschäftsfelder, Technologien und Netzwerke der Zukunft erschließen, darum geht es bei der Allianz Smart City Dortmund. Am Donnerstag, 8. Juni, unterzeichneten die Initiatoren der "Allianz Smart City Dortmund", die Stadt Dortmund, die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK) und der IT-Ausrüster Cisco ein entsprechendes "Memorandum of Understanding" (MoU).

Dortmund wird zu einem Innovationslabor für neue Konzepte und Projekte

Oberbürgermeister Sierau

"Gemeinsam mit international agierenden Unternehmen wie Cisco, Deutsche Telekom, Siemens, Hitachi, Schneider Electric, innogy, Microsoft, Materna, adesso und vielen mehr wollen wir Dortmund zu einer der ausgewählten Modellstädte 'Smart City' in Deutschland entwickeln. Dabei setzen die Unterstützer der Initiative auf die Einbindung der vielfältigen Unternehmens- und Wissenschaftsexpertise der Mitglieder, um von existierenden Smart-City-Projekten lernen zu können und konkrete Projektideen für Dortmund entwickeln zu können, erläutert Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Ziele. Konkrete Projekte werden etwa in den Bereichen Energiemanagement, Mobilität und Logistik, Mensch & Demographischer Wandel, IT-Plattformen und Bürgerservices, Städtische Infrastruktur und Sicherheit angestrebt.

Dortmund im Fokus von Investoren

"Die gemeinsamen Anstrengungen der Initiatoren werden dazu führen, dass sich mit Hilfe intelligenter Systeme die Stadt Dortmund zu einem liebens- und lebenswerten sowie leistungsstarken Kraftzentrum entwickeln wird", beschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber seine Erwartungen. Schreiber ist sich sicher, "dass der innovative Mittelstand, eine exzellente Wissenschaftslandschaft sowie kreative Startups die Treiber des Projekts sein werden". So rückt Dortmund noch stärker in den Fokus potenzieller Investoren.

Dortmund ist eine einzigartige Stadt

Amr Salem, Cisco

Digitale Technologien und Systeme werden unser Leben und Arbeiten noch stärker beeinflussen als das Internet. In einigen Jahren werden 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Dies wird zwangsläufig zur Beeinträchtigung der Lebens- und Leistungsqualität des Standorts führen.

"Smart City bedeutet Lebensqualität", sagt Amr Salem, Managing Director Smart + Connected Communities, Cisco. "Technologie erlaubt uns, die individuellen Herausforderungen jeder Stadt und jeder Region anzunehmen, und das Leben für alle Menschen dort besser zu machen. Dortmund ist eine einzigartige Stadt - und dieses Potenzial wollen wir mit der 'Allianz Smart City Dortmund' heben."

Wie geht es konkret weiter?

Zur Entwicklung der Pilotprojekte und Kooperationsgemeinschaften wurden bereits themenspezifische Workshops durchgeführt. Im Anschluss geht es nun um die Konkretisierung der Umsetzungsaktivitäten, Prüfung der Machbarkeit und Definition der Pilotgebiete. "Wir werden die Arbeits- und Projektlenkungsstruktur einrichten und die Informations- und Kommunikationsarchitektur entwickeln. Ab Ende Juli 2017 erwarten wir die ersten Entscheidungen der Partner, welche Pilotprojekte gemeinsam umgesetzt werden sollen", so Michaela Bonan, Leiterin der Allianzgeschäftsstelle Smart City Dortmund.

Zum Thema

Als "Smart City", als schlaue Stadt, versteht sich ein stadtweites Computer- und Sensornetz als Plattform für Bürgerdienste, digitale Infrastruktur sowie Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Zu den Funktionen zählen Verkehrsflusserkennung und –steuerung, Überwachung von Infrastrukturen wie Wasserversorgung, anonymisierte Videoüberwachung sowie digitalisierte Bürgerdienste, die Behördengänge sparen. Eine konkrete Anwendung ist die Beleuchtung von Straßen nach Bedarf: So kann beispielsweise die Beleuchtung gedimmt werden, wenn keine Menschen auf der Straße sind, um Energie zu sparen. Diese smarten Straßenleuchten dienen dann häufig auch als Träger weiterer Sensoren sowie als Zugänge zum stadtweiten Netzwerk.