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Blick über einen Teich

Projekt "nordwärts"

Bild: Dagny E. Klemm

Stadtentwicklung

"KuDeQua" will Potenziale in Dortmunder Norden aufspüren

Nachricht vom 13.07.2017

Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von Bürgerbeteiligung Versorgungslücken in betroffenen Quartieren zu identifizieren. Die Stadt Dortmund koordinert das Verbundvorhaben KuDeQua federführend.

KuDeQua

Die Partner Stadt Dortmund, NRW.Bank und IAT mit Vertretern des Begleitforschungsvorhabens vom Difu (Deutsches Institut für Urbanistik).

Wie das nördliche Ruhrgebiet insgesamt ist auch der Norden Dortmunds durch Brachflächen und Leerstände, ein Überangebot an Arbeitskräften, ein Defizit bei den quartiersbezogenen Dienstleistungen und Versorgungsangeboten sowie auf der Nachfrageseite durch vergleichsweise finanzschwache Haushalte, vielfach mit Migrationshintergrund und Sprachbarrieren, gekennzeichnet. Quartiere, die einerseits von den positiven Entwicklungen des Strukturwandels in der Vergangenheit nicht profitieren konnten und andererseits vor besonderen demographischen, sozialen und kulturellen Herausforderungen stehen, lassen dennoch große Potenziale vermuten.

Genau hier setzt das Projekt KuDeQua "Quartierslabore - Kultur- und demographiesensible Entwicklung bürgerschaftlich getragener Finanzierungs- und Organisationsmodelle für gesellschaftliche Dienstleistungen im Quartier" an, welches gemeinsam von der Stadt Dortmund mit dem Projekt "nordwärts", dem Institut Arbeit und Technik (IAT) und der NRW.BANK als Förderbank für Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde.

Das Verbundvorhaben, welches von der Stadt Dortmund federführend koordiniert wird, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" über drei Jahre gefördert. Zum offiziellen Projektstart trafen sich nun die Partner am 21.06.2017 im Rathaus der Stadt Dortmund zu einem Auftakttreffen.

Formen der Bürgerbeteiligung sollen neue Modelle entwickeln

Ziel des Projektes ist es, Versorgungslücken in betroffenen Quartieren zu identifizieren. Dazu werden in Quartierszirkeln, in Workshops, über Begehungen und weitere innovative Beteiligungsformate die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen und darauf aufbauend gesellschaftliche Dienstleistungen nicht nur entwickelt, sondern auch praxisnah in den Quartieren erprobt. Hierbei sollen besonders Fragen zu neuen und alternativen Finanzierungs- und Organisationsmodellen beantwortet werden.

Die Erkenntnisse bezüglich dieser Finanzierungs- und Betreibermodelle werden generiert und anderen Kommunen in Form eines digitalen und analogen Wegweisers zur Verfügung gestellt, so dass auch andere Kommunen von den Ergebnissen profitieren können. Das Projekt entwickelt somit Hilfestellungen für zukünftige "Sozialunternehmungen" in Form von Unternehmens-, Finanzierungs- und Betreiberkonzepten.

Zum Thema

Das langjähirge Projekt "nordwärts" lenkt den Blick der Stadtgesellschaft bereits auf die Stärken des Dortmunder Nordens.