Dortmund überrascht. Dich.
Hafenkran bei Nacht

Projekt "nordwärts"

Bild: Franziska Lütz

Engagement

"nordwärts prämiert": Erste "nordwärts"-Projekte ausgezeichnet

Nachricht vom 01.06.2018

Drei Jahre ist das städtische Projekt "nordwärts" dabei, den Dortmunder Norden zu stärken und unentdeckte Schätze ans Licht zu bringen. Eine Vielzahl von Einzelprojekten wurde bereits initiiert. Grundlage ist die Mitwirkung aller Beteiligten, denn hinter jedem einzelnen Projekt steckt Engagement, ohne das "nordwärts" nicht funktionieren würde. Mit der Auszeichnung "nordwärts prämiert" werden nach und nach umgesetzte "nordwärts"-Projekte gewürdigt.

Die erste Auszeichnung fand am Montag, 28.Mai 2018, im Rahmen der Veranstaltung "nordwärts sorgt für gutes Klima" des "Forum Stadtbaukultur" statt.

Insgesamt sechs "nordwärts"-Projekte konnten sich über ein "nordwärts prämiert" freuen. Hierzu gehörten das Binarium in Huckarde (Projekt-Nr. 019), das stadtbezirksübergreifende Projekt "Dortmund all inclusive" (Projekt-Nr. 360), das Flüchtlingsforum im DKH (Projekt-Nr. 806), die Neugestaltung des Außengeländes des Kinder- und Jugendbereiches des Dietrich-Keuning-Hauses in der Innenstadt-Nord (Projekt-Nr. 807), das Projekt "Technische Hauptschule" in Scharnhorst (Projekt-Nr. 875) sowie die Fußballgolf-Anlage in Eving (Projekt-Nr. 881).

Informationen zu den Projekten gibt es in der "nordwärts-Onlinekarte" unter der entsprechenden Projektnummer auf der Internetseite .

Bilderstrecke: Qualitätssiegel „nordwärts prämiert“ zum ersten Mal verliehen

Am 28. Mai wurde zum ersten Mal das Qualitätssiegel „nordwärts prämiert“ an „nordwärts“-Projekte verliehen. 10.000 Dortmunderinnen und Dortmunder beteiligten sich in den letzten drei Jahren in der Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von rund 240 "nordwärts"-Projekten. Einsatz und Qualität der Projekte werden durch das Qualitätssiegel gewürdigt. Im Rahmen der Veranstaltung „Forum Stadtbaukultur: ‚nordwärts‘ sorgt für gutes Klima“ freuten sich die ersten sechs Projekte über die Ehrung. Hierzu gehörten das BINARIUM Huckarde, das Flüchtlingsprojekt im Dietrich-Keuning-Haus, das stadtbezirksübergreifende Projekt „Dortmund all inclusive“, die Neugestaltung des Außengeländes des Kinder- und Jugendbereiches ebenfalls im Dietrich-Keuning-Haus, das Projekt „Technische Hauptschule“ in Scharnhorst sowie die Fußballgolf-Anlage in Eving.

Verleihung Qualitätssiegel "nordwärts prämiert" 12 Bilder
Harriet Ellwein, stellvertretende nordwärts-Leiterin und Kuratoriumsmitglied Ubbo de Boer mit dem Qualitätssiegel 'nordwärts prämiert'
Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Alle Bilder dieser Serie finden Sie auch im Bilderstrecke.

Auszeichnung: Danke für das große Engagement

"Mit der Auszeichnung sagen wir 'Danke' und würdigen, was Sie als Projektverantwortliche, Ideengeber und Beteiligte für 'nordwärts' geleistet haben", erläuterte Harriet Ellwein, stellvertretende Leiterin der Koordinierungsstelle "nordwärts", den Hintergrund. "Wir haben Projekte aus unterschiedlichen Stadtbezirken und Projektfamilien ausgewählt, um einen Blick über den Tellerrand anzustoßen. Natürlich werden in diesem Jahr noch weitere Projekte ausgezeichnet, diese dann aber auf anderen Veranstaltungen und ebenfalls bunt gemischt – wie der bunte Strauß, mit dem wir 'nordwärts' gestartet sind". Durch die Auszeichnung der Projekte "querbeet" wird das Kennenlernen der Projekte und Bezirke untereinander und damit die Vernetzung von Themen ermöglicht.

Überreicht wurde die Auszeichnung, die neben einer Urkunde auch eine Plakette, Fensteraufkleber und den Zugang zum "nordwärts-prämiert"-Logo enthält, von Ubbo de Boer, dem Vorsitzenden des "nordwärts"-Kuratoriumsvorstandes: "Wir freuen uns darüber, dass bereits in so kurzer Zeit Projekte umgesetzt werden konnten, die den Dortmunder Norden nach vorne bringen", so de Boer.

Gelegenheiten zur Begegnung schaffen und Menschen zusammenbringen

"Wir wollen Menschen zusammenbringen, die sich sonst nie begegnet wären und dafür Gelegenheiten der Begegnung, thematisch und räumlich, schaffen", brachte Martin Eder vom Planerladen e.V. den Gedanken hinter dem Projekt "Dortmund all inclusive" auf den Punkt. Insgesamt zwölf Veranstaltungen luden zum Austausch unter Bewohnern verschiedener Stadtbezirke ein: Ob die Begehung des Skywalks in Hörde, ein Tag auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in Scharnhorst oder der Besuch des Shiva Hindu Tempels in Hombruch – für jeden war etwas dabei.

Menschen miteinander in Kontakt bringen möchte auch das Flüchtlingsforum im Dietrich-Keuning-Haus. Ziel ist es unter anderem, Flüchtlinge in die Stadtgesellschaft zu integrieren. In einem Deutschkurs speziell für Frauen wird die deutsche Sprache mit dem Fokus auf den Alltag vermittelt. "Wir möchten Frauen unterstützen, alltägliche Situationen wie einkaufen oder den Besuch beim Arzt besser zu meistern", so Kursleiterin Claudia Haas. Daneben gibt es eine Vielzahl an Beratungs-, Bildungs-, Informations- und Kulturangeboten sowie besondere Angebote für Kinder und Jugendliche. "Für das Dietrich-Keuning-Haus als dem größten soziokulturellem Stadtteilzentrum der Dortmunder Nordstadt ist es selbstverständlich, diese Menschen bei der Integration zu unterstützen", betonte Levent Arslan, kommissarischer Leiter des DKH.

Spiel, Sport und Spaß: Sportpark DKH und Fußballgolf-Anlage

Das DKH konnte sich über eine weitere Auszeichnung freuen: Die Neugestaltung des Außengeländes des Kinder- und Jugendbereiches ist ebenfalls ein "nordwärts"-Projekt, das Anfang diesen Jahres erfolgreich umgesetzt werden konnte. Kinder und Jugendliche wünschten sich einen geschützten Ort, an dem sie ungestört spielen können. Dies war bisher unmöglich, da der Bereich als öffentliche Wegefläche, insbesondere als Abkürzung zwischen Bahnhof und Dortmunder Norden, genutzt wurde. "Mit dem Sportpark DKH konnten wir den Wunsch erfüllen. Jetzt bieten unter anderem ein künstlicher Kletterfelsen und eine freie Spielfläche mit weichem Tartanboden viel Platz zum Spielen und Toben", so Arslan. Dabei ist die Neugestaltung die größte Veränderung seit Entstehung des Hauses.

Vom Sport- und Spielangebot für Kinder und Jugendliche ging es weiter zum "Sport für Jedermann": Erbaut auf dem ehemaligen Zechengelände der Zeche Minister Stein in Eving bietet die Fußballgolf-Anlage eine Mischung aus Sport und Spaß für Jung und Alt. Ziel ist es, einen Fußball mit möglichst wenigen Schussversuchen durch verschiedene Hindernisse bis in ein Bodenloch zu spielen. "Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns hier in Dortmund bei der Errichtung der Anlage unterstütz haben. Die Auflagen waren hoch, aber die Stadt stand uns stets konstruktiv zur Seite", bedankte sich Geschäftsführer Stephan Stiens, der die Auszeichnung gemeinsam mit Betriebsleiter Markus Havelt entgegennahm.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden das Binarium, ein Computermuseum in Huckarde, das anhand von über 250 Exponaten die Geschichte der Videospielkonsolen und Heimcomputer erzählt, und die "Technische Hauptschule" in Scharnhorst, mit dem Ziel, der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, die Übergangsquote zu verbessern und die Lernorte zu vernetzen.

Weitere Auszeichnungen sind geplant

Alle ausgezeichneten "nordwärts"-Projekte sind in ihrer Art und Weise verschieden, sie unterscheiden sich in Inhalten, Ansätzen und Zielen. Dennoch ist ihnen eines gemeinsam: Sie tragen dazu bei, den Blick der Öffentlichkeit auf den Dortmunder Norden und seine Stärken zu lenken und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität. "Außerdem sorgen sie auf ihre Weise für ein 'gutes Klima'", so Harriet Ellwein.

Zum Thema

Eine Übersicht der ausgezeichneten Projekte ist demnächst auf der "nordwärts"-Internetseite zu finden. Zwei weitere Auszeichnung sind für 2018 noch geplant: Bei der Themenveranstaltung "Qualität und Vielfalt von Bürgerbeteiligung" am Montag, 18. Juni 2018, und während des Akteurscafés "nordwärts" am Sonntag, 17. Juli 2018.