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Projekt "nordwärts"

Bild: Franziska Lütz

"nordwärts"

Bürger und Studierende geben Ideen für Umgestaltung der Bornstraße - Ingenieurbüro soll Planung übernehmen

Nachricht vom 04.09.2018

Die Bornstraße ist eine der wichtigsten Magistralen im Dortmunder Norden. "Nordwärts" will der Straße ein neues Profil geben. Studierende und Bürger haben Ideen gesammelt, die Bornstraße als eine Promenade mit breiterem Grünstreifen und Wasserelementen zu etablieren. Die weitere Planung soll ein Ingenieurbüro übernehmen.

Seit drei Jahren verfolgt das Dekadenprojekt "nordwärts" der Stadt Dortmund das Ziel, den Strukturwandel in den nördlichen Stadtbezirken voranzutreiben, um die Lebensbedingungen in allen Dortmunder Stadtteilen zu harmonisieren. Im ersten Jahr wurden in Beteiligungsverfahren fast 2.000 Projektideen gesammelt. Ein wichtiges Thema dabei war die Verbesserung der Eingangssituation der nördlichen Stadtteile und -bezirke an ihren Einfallstraßen (Magistralen).

In einem ersten Schritt erfolgte die Identifizierung der wichtigsten Magistralen (ohne BAB) im "nordwärts"-Gebiet, wie z.B. die Münsterstraße, die Bornstraße sowie die Rheinische Straße. Als Pilotprojekt wurde die Bornstraße/Derner Straße von U-Bahn-Haltestelle Franz-Zimmer-Siedlung bis zum Schwanenwall ausgewählt.

Die insgesamt 4,6 Kilometer lange Strecke wurde in drei Abschnitte unterteilt: Der erste Abschnitt führt vom Wallring bis zur Bergmannstraße, der zweite Teil reicht von der Bergmannstraße bis zur Bahnbrücke nördlich Am Waldfried, der dritte Streckenabschnitt erstreckt sich von der o.g. Bahnbrücke bis zur Stadtbahnhaltestelle Franz-Zimmer-Siedlung.

Ideenwerkstätten als Grundlage für Rahmenplanung

Mit dem langfristigen Ziel, die Straße als städtischen Lebensraum zurückzugewinnen und ihr ein Profil und Identität zu geben, wurde im Juni 2016 in der WAM-Medienakademie eine Ideenwerkstatt durchgeführt, die sich an die Fachöffentlichkeit und lokale Akteure richtete. An Hand von Streckenplänen konnten die Teilnehmenden ihre Ideen und Visionen diskutieren und zu Papier bringen.

Im nächsten Schritt hat im März 2018 eine weitere Werkstatt zum ersten südlichen Teilabschnitt des Piloten Bornstraße / Derner Straße, vorwiegend mit Bürgern, stattgefunden.

Idee: "Bornpromenade" mit breiteren Grünstreifen und Wasserelementen

Als Ergebnis der Werkstatt kann zusammengefasst werden, dass insgesamt ein rundes einheitliches Bild der Bornstraße in Form einer Allee oder eines Boulevards also „Die Bornpromenade“ gewünscht ist. Es werden einheitliche gestalterische Elemente wie die Beleuchtung, die Fassadengestaltung, Gestaltung des öffentlichen Raumes mit Kunst/Wasserelementen gewünscht. Große Einigkeit herrschte auch bei der Gestaltung des Straßenraumes. Hier wird die Auflösung des Mittelstreifens bevorzugt und die Grünstreifen und Radwege sollen am Rande verbreitert werden, damit sowohl Fußgänger als auch Radfahrer ihre Wege sicher nutzen können.

Planung soll an externes Ingenieurbüro vergeben werden

Die nächsten Planungsschritte sollen an ein externes Ingenieurbüro vergeben werden. In einer Rahmenplanung sollen die identitätsstiftenden Gestaltungsvorgaben für den gesamten Abschnitt der Magistrale Bornstraße entwickelt und festgelegt werden. Auf dieser Basis ist dann die Vorplanung für den südlichen Teilabschnitt zu erstellen. Die Ergebnisse beider Werkstätten dienen als Grundlage für die städtebauliche Rahmenplanung der gesamten sowie der Vorplanung für die südliche Bornstraße.