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Projekt "nordwärts"

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Franziska Lütz

Quartiersentwicklung

Veranstaltung "Ideen für Marten" wirft Blick auf wirtschaftliche und städtebauliche Problemlagen in Marten

Nachricht vom 16.08.2019

Im Zuge der dritten Veranstaltung der Veranstaltungsreihe "Ideen für Marten" des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten "nordwärts"-Projektes "KuDeQua" wurde am Montagabend, 12. August, ein Blick in die Dortmunder Nordstadt geworfen und über städtebauliche und wirtschaftliche Problemlagen im Ortsteil Marten gesprochen.

Fazit des Austausches: Ein Quartiers- und Gewerbeflächen-Management als ständiger Ansprechpartner vor Ort wäre sinnvoll.

Hubert Nagusch, Leiter des Nordstadtbüros, berichtete über seine Erfahrungen mit der lokalen Ökonomie in der Dortmunder Nordstadt. Unter lokaler Ökonomie versteht man die Wiederherstellung von wirtschaftlichen Kreisläufen in einem Stadtteil, der von sozialen oder städtebaulichen Problemlagen bedroht ist.

Umwandlung leerstehender Ladenlokale

Nagusch stellte die Mikrofinanzierungsgenossenschaft "NORDHAND eG" als Unternehmens-Netzwerk vor, ebenso den Unternehmenswettbewerb "Nordstern" und das Ausbildungsvermittlungsprojekt "ABI/ABLA". Sehr interessant für die Martener Bürger*innen waren auch die Ausführungen zur Umwandlung leerstehender Ladenlokale in Wohnraum oder die Gründung eines Gewerbevereins bzw. eines Eigentümer-Forums.

"Nur wirtschaftlich tragfähige Invests haben eine dauerhafte Zukunft", betonte Nagusch. Dabei helfen könnte ein kompetentes Quartiers- und Gewerbeflächen-Management in Marten, ein fester Ansprechpartner vor Ort, "der den Hut aufhat". Zu dieser Überzeugung gelangten in der anschließenden Diskussion viele der anwesenden Martener und viele Fachleute.

Nächste Veranstaltung im "Meilenstein" am 26. August

Die nächste Veranstaltung der Reihe "Ideen für Marten" findet am Montag, 26. August, 18:00 Uhr, im Martener "Meilenstein", In der Meile 2, statt und wird sich mit alternativen Finanzierungsinstrumenten für quartiersbezogene Unternehmungen befassen.

Interessierte Teilnehmer*innen sind herzlich eingeladen und können sich melden bei:

Felix Brückner
Tel. 0231 50-28240
E-Mail: fbrueckner@stadtdo.de

Zum Thema

KuDeQua steht für "kultur- und demographiesensible Entwicklung bürgerschaftlich getragener Finanzierungs- und Organisationsmodelle für gesellschaftliche Dienstleistungen im Quartier". Mit dem über drei Jahre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt möchten die Partner in ausgewählten Dortmunder Quartieren Bedarfe für gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen identifizieren. Darauf aufbauend sollen gemeinsam mit den Menschen vor Ort neue Dienstleistungen entwickelt werden, die durch innovative Finanzierungs- und Organisationsmodelle die Realisierung von Geschäftsmodellen oder Sozialunternehmungen, die die Bedarfe vor Ort decken können, steigern. Projektpartner sind die Stadt Dortmund, das Institut Arbeit und Technik (IAT) und die NRW.BANK.