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Projekt "nordwärts"

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Franziska Lütz

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Innenstadt-Nord

10-Jahres-Projekt "nordwärts" legt Zwischenbericht vor

Nachricht vom 12.05.2020

Die Verwaltungsspitze hat in ihrer Sitzung am Dienstag, 12. Mai, den Zwischenbericht zu den Ergebnissen und Wirkungen des Projektes "nordwärts" zur Kenntnis genommen und die Vorlage an die politischen Gremien weitergeleitet.

Positive Wirkungen in allen Bereichen

"nordwärts" hat sich 2015 zum Ziel gesetzt, Flächenpotenziale zu entwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, die Umwelt- und Lebensqualität zu steigern und den Bereich Qualifizierung und Bildung zu stärken. Zur "Projekthalbzeit" nach fünf Jahren zeigen sich dank der kooperativen Zusammenarbeit der gesamten Stadtverwaltung, Politik und der Mitwirkung der Dortmunder Stadtgesellschaft deutliche positive Wirkungen in allen genannten Bereichen.

Hohe Investitionen und neue Jobs in Dortmunds nördlicher Hälfte

Die Investitionen und das Interesse der Investoren an Flächen sind stetig gestiegen. Ca. 750 Mio. Euro private Investitionen sind geflossen und rund 6.500 neue Jobs entstanden. Das bisher noch nicht in Entwicklung befindliche Wirtschaftsflächenpotenzial lässt auf die Entstehung von weiteren 10.000 hoffen.

Wichtiger Treiber ist auch die Allianz Smart City Dortmund, über deren Engagement Investitionen generiert und Fördergelder eingeworben werden. Auch die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist sehr erfolgreich. Die Koordinierungsstelle "nordwärts" hat in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Instituten Fördergelder in Höhe von 10,3 Mio. Euro eingeworben.

Für Großprojekte wie Smart Rhino, die Internationale Gartenausstellung IGA 2027, die Entwicklung der Stahlwerkstraße, den Energiecampus, das Bahnhofsumfeld, die Hafenentwicklung etc. haben die Planungen begonnen.

Umwelt- und Lebensqualität steigt

Das touristische Interesse an Dortmunds nördlicher Hälfte ist auch durch das "nordwärts"-Erlebnisroutenheft gestiegen. Durch die Vielzahl von Projekten wie z. B. Klimainseln und Pocketparks, gemeinsame Freiflächenentwicklung etc. wird an der Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität gearbeitet.

Spürbare Entwicklung der Infrastrukturen im Bildungsbereich

Die Plätze in den Offenen Ganztagsschulen im "nordwärts"-Projektgebiet sind von 4.000 auf ca. 5.500 Plätze angestiegen.

Rund 1,5 Mio. Euro externe Fördermittel konnten für Projekte im Bildungsbereich für die nördliche Hälfte von Dortmund eingeworben werden. Die Sicherung gleicher Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen in Dortmund steht stark im Fokus. Ab 2020 werden in die Schullandschaft des Projektgebietes 184 Mio. Euro investiert.

Zahlreiche neue Kitas, Ersatzneubauten und Gruppenerweiterungen mit rund 750 U3-Plätzen und ca. 1.500 Ü3-Plätzen sind entstanden. In der Kindertagespflege wurden in Großtagespflegestellen und Kinderstuben rd. 530 Plätze für U3-Kinder eingerichtet. Weitere sind geplant.

Wohnungswirtschaft zeigt großes Engagement

Die Wohnungswirtschaft hat in der nördlichen Hälfte von Dortmund in mehr als 10.000 Wohnungen ca. 297 Mio. Euro investiert. Zudem sind 812 Neubaumietwohnungen mit öffentlichen Mitteln gefördert worden. Vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Mieten wird damit ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem, barrierefreiem Wohnraum geleistet.

Die Unternehmen investieren nicht nur in den Wohnungsbau sondern verstärkt in das Wohnumfeld und unterstützen auch nachbarschaftliche Aktivitäten. Es zeigt sich: Die Wohnungswirtschaft hat sich zum Wohnstandort "nordwärts" bekannt und sieht dort Potenziale für die Zukunft. Wohnquartiere werden damit gestärkt bzw. stabilisiert und das Wohnen im "nordwärts"-Gebiet immer attraktiver. Eine hohe Wohnqualität leistet einen Beitrag zur höheren Lebensqualität.

"nordwärts" ist bei den Bürger*innen angekommen

Rund 28.000 Bürger*innen haben sich bis Ende 2019 ganz aktiv beteiligt. Zusätzlich haben tausende Menschen die Chance genutzt, sich auf rund 280 verschiedenen Veranstaltungen zu informieren, sich auszutauschen und sich zu begegnen.

In der "nordwärts"-Projektrunde 2019 wurden überwiegend Projekte aus der Zivilgesellschaft eingereicht (80 Prozent) – das zeigt: "nordwärts" ist in der Bürgerschaft angekommen. Auf nationalen und internationalen Fachkonferenzen besteht hohes Interesse am Projekt, damit wird die Sichtbarkeit der Stadt – auch als Wissenschaftsstadt – gesteigert.

Auch Kinder und Jugendliche haben sich aktiv z. B. bei den Erlebnistagen auf der Kokerei Hansa oder der Erlebnisnacht auf der Zeche Hansemann beteiligt. Zahlreiche neue Vereine sind gegründet worden, Bürgerzentren sind entstanden. Die gezielte Vernetzung von Bürger*innen-Treffs aus verschiedenen Stadtbezirken des "nordwärts"-Projektgebietes hat zu einem stadtbezirksübergreifenden Austausch geführt. Wissen und Erfahrung wird geteilt – so können Entwicklungsprozesse vor Ort optimiert werden.

Die Aktivitäten lassen sich auch in Zahlen ausdrücken: Das ehrenamtliche Engagement im "nordwärts"-Projektgebiet ist von 2016 bis 2018 um ca. 28 Prozent gestiegen.

Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung ziehen an einem Strang

Ehrenamtliches Engagement beweist auch das über 90 Mitglieder starke Kuratorium. Es ist ein neues Netzwerk entstanden, das verlässlich und kooperativ den Gesamtprozess berät und diverse Initiativen und eigene Projekte initiiert hat.

Derzeit gibt es 217 "nordwärts"-Teilprojekte. 49 davon sind umgesetzt, 97 gestartet und 46 in Vorbereitung, Weiterentwicklung oder Qualifizierung. 25 Projekte sind noch nicht begonnen. Für die "nordwärts"-Teilprojekte wurden aus dem städtischen Haushalt bereits 1,2 Mio. Euro als Anschub- oder Co-Finanzierung ausgezahlt.

Die aktuellen Sachstände der Teilprojekte sind in der "nordwärts"-Online-Karte transparent dargestellt.

So geht es im Projekt "nordwärts" weiter

Die "nordwärts"-Teilprojekte werden weiterqualifiziert und in der Umsetzung begleitet, damit diese bis 2025 umgesetzt werden und in eine Abschlusspräsentation einfließen können. Die Verfahren zur Übertragbarkeit der bisherigen Projektergebnisse auf die Gesamtstadt werden weiterentwickelt. Die Verstetigung von Teilprojekten und des Gesamtvorhabens im Sinne der weiteren Harmonisierung der Lebensbedingungen innerhalb Dortmunds und die Mitwirkung der Bürger*innen steht auch in den kommenden Jahren weiterhin im Fokus.

Zum Thema

Weitere Details zum Projekt "nordwärts" finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.