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Projekt "nordwärts"

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Franziska Lütz

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Quartiersentwicklung

Das "nordwärts"-Forschungsprojekt KuDeQua findet nach drei Jahren seinen Abschluss

Nachricht vom 02.09.2020

Nach dreijähriger Projektlaufzeit hat das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte "nordwärts"-Projekt "KuDeQua – Kultur- und demografiesensible Entwicklung bürgerschaftlich getragener Finanzierungs- und Organisationsmodelle für gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen im Quartier" am 31. August 2020 seinen Abschluss gefunden.

Unter anderem entstand ein praxisnaher Wegweiser, der Kommunen in ihrer Quartiersentwicklung unterstützen soll.

Nachhaltige Quartiersentwicklung im Fokus

Ziel des Verbundprojektes der Stadt Dortmund, des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik und der NRW.BANK aus Münster war es, in zwei Dortmunder Quartieren der Frage auf den Grund zu gehen, wie gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen mithilfe alternativer und bürgerschaftlich getragener Organisations- und Finanzierungsmodelle erhalten oder neu entwickelt werden können. Übergeordnet stand hierbei im Fokus, Kommunen in ihrer nachhaltigen Quartiersentwicklung zu unterstützen sowie kommunale und auch bürgerschaftliche Akteure dazu zu befähigen, im Quartier fehlende Angebote eigenständig zu identifizieren und bestehende Angebote zu erhalten oder Neue aufzubauen.

Multifunktionaler Raum und interaktive Veranstaltungsreihe

Entstanden ist hierbei unter anderem ein Konzept für einen multifunktionalen Raum im Quartier Dortmund-Marten, der als sozialer Treffpunkt Angebote für Jugendliche und Erwachsene wie etwa Co-Learning, eine Tausch- und Leihbörse, die Vermittlung von ärztlichen Hausbesuchen oder auch Postdienste unter einem Dach bündeln und durch eine Ankernutzung wie ein Café wirtschaftlich operieren soll.

Ein geeigneter Ort wurde gefunden, die Umsetzbarkeit des Konzeptes soll in den zukünftigen Entwicklungen des Quartiers mitgedacht werden. Zur Bündelung solcher und weiterer Aktivitäten wird durch die Stadt Dortmund zeitnah ein Quartierskoordinator für Marten eingestellt. Die Stadt Dortmund möchte außerdem, aufbauend auf Erkenntnissen des Projektes, ihre Beratungsangebote weiter ausbauen und unter anderem ein Unterstützungszentrum für Unternehmer*innen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ins Leben rufen.

Mit einer interaktiv angelegten Veranstaltungsreihe konnten Bürger*innen darüber aufgeklärt werden, wie durch bürgerschaftlich organisierte Angebote zentralen Herausforderungen, wie etwa dem wachsenden Leerstand, begegnet werden kann, und wie solche Angebote auch langfristig bestehen und zur Belebung von innerstädtischen Quartieren beitragen können. Die Inhalte der Veranstaltungen wurden hierbei auf Basis der geäußerten Wünsche und Interessen der Bürger*innen stetig angepasst.

"Quartiersentwicklung" – Ein Wegweiser für Kommunen

Ein im Projekt entwickelter praxisnaher Wegweiser "Quartiersentwicklung" soll Kommunen zudem Lösungen zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Quartiere aufzeigen. In ihm finden sich die wichtigsten Erkenntnisse aus drei Jahren KuDeQua. So enthält er, unterlegt mit konkreten Beispielen, Instrumente zur Quartiersanalyse, zu Formen der Koproduktion sowie Maßnahmen zur Finanzierung von schwachrentierlichen bis rentierlichen Angeboten. Der Wegweiser kann ab sofort auf der Internetseite des Projektes kostenfrei heruntergeladen werden. Ebenfalls dort findet sich ein kurzes Video, das die Inhalte des Projektes noch einmal ansprechend in Szene setzt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.