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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Franziska Lütz

Engagement

Haus Wenge in Lanstrop: Dachorganisation soll Interessen im Bürger*innen-Zentrum zusammenführen

Nachricht vom 18.09.2020

Das bürgerschaftliche Engagement in Lanstrop wird künftig in einer gemeinsam zu bildenden Dachorganisation gebündelt, die in "Haus Wenge" den Hut auf hat. Dies ist ein Ergebnis vom "2. Runden Tisch Haus Wenge", der am 25. August 2020 getagt hat.

Haus Wenge in Lanstrop: Dachorganisation soll Interessen im Bürger*innen-Zentrum zusammenführen

V.l.n.r.: Heinz Bünger, Heinz Pasterny, Werner Gollnick und Melissa Raidt vor dem Haus Wenge
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Der rund 400 Jahre alte Rittersitz in Lanstrop ist von der Stadt Dortmund angemietet und wird derzeit saniert. Entstehen soll nach dem Willen des Dortmunder Rates ein selbstverwaltetes Bürger*innenzentrum, das für alle Lanstroper*innen offensteht. Vereine können es dann nutzen; Ausstellungen, Konzerte, Festivals, Lesungen, Veranstaltungen der Erwachsenenbildung sollen dort stattfinden.

Aber auch für ganz persönliche Feste wie Hochzeiten oder "runde" Geburtstage soll das Haus offenstehen. Lanstrop hatte einen prominenten Bürger, den Schriftsteller Max von der Grün. Für sein heute noch aktuelles literarisches Erbe könnte ein dauerhafter Ort der Pflege und Verbreitung gefunden sein.

Gemeinsame Trägerorganisation finden

Doch wer soll diesen Ort für alle verwalten? Die Lanstroper*innen sollen das selber machen, soviel steht fest. Doch über das genaue "Wie" gibt es unterschiedliche Ansichten. Den Prozess zur Findung einer gemeinsamen Trägerorganisation begleitet die Koordinierungsstelle "nordwärts"; dort hat man auch das "nordwärts"-Kuratorium als Expert*innen-Gremium hinzugezogen.

Heinz Bünger, Mitglied im "nordwärts"-Kuratoriumsvorstand, hat einen "Runden Tisch Haus Wenge" ins Leben gerufen. Unter seiner Leitung hat dieser am 25. August 2020 zum 2. Mal getagt. Ein Ergebnis: "Wir suchen eine Dachorganisation, die die vielfältigen Interessen – auch der Lanstroper Vereine – bündelt. Sie alle und auch engagierte Bürger*innen sollen mitmachen. Der künftige 'Verein der Vereine' braucht eine Organisationstruktur und eine Satzung." Dazu organisiert Heinz Bünger am 26. Oktober 2020 einen ersten Workshop.

Herausforderung und Herzensangelegenheit

Für den Fachbereich Liegenschaften der Stadt Dortmund ist das Projekt "Haus Wenge" eine Herausforderung, aber auch eine Herzensangelegenheit: Voraussichtlich im 1. Quartal 2021 sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen; vorausgesetzt es treten keine Überraschungen bei einem Wasserschloss diesen Alters auf.

Heinz Pasterny, langjähriger Bezirksbürgermeister in Scharnhorst (SPD), hat im Schulterschluss mit seinem Stellvertreter Werner Gollnick (CDU) bereits in einer Lenkungsgruppe und in einem eigens gegründeten Verein für "Haus Wenge" gearbeitet und freut sich nun. "Es braucht eine Allianz der Willigen. Für Lanstrops Bürgerschaft bietet sich die Chance eines Ortes des gemeinsamen Miteinanders. Und das in einer Zeit, in der es immer weniger Möglichkeiten gibt, sich zum Beispiel in Gaststätten mit Sälen oder kirchlichen Gemeindezentren zu treffen", so Pasterny.

Und vielleicht gelingt es, das Bürger*innenzentrum "Haus Wenge" in Lanstrop zu einem Musterbeispiel zu machen, das Nachahmung auch in anderen Stadtteilen findet.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.