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Projekt "nordwärts"

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Franziska Lütz

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"nordwärts"

Bürger*innen können bei Neugestaltung der Münsterstraße mitwirken

Nachricht vom 29.01.2021

Die Stadt Dortmund gestaltet den nördlichen Bahnhofsvorplatz um und auch die benachbarte Fußgängerzone Münsterstraße soll einen räumlichen Bezug zum Hauptbahnhof erhalten. Das Koordinierungsprojekt "nordwärts" hat sich der Einkaufsmeile in der Nordstadt angenommen und wird ihr gemeinsam mit den Bürger*innen ein neues Gesicht verleihen.

Münsterstraße

Münsterstraße
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Katharina Kavermann

Die Münsterstraße zwischen der kreuzenden Mallinckrodtstraße im Norden und der Brücke am Burgwall im Süden soll in den kommenden Jahren attraktiver werden. Viele wünschen sich für die "in die Jahre gekommene Dame Münsterstraße ein neues Kleid". Grund ist aber auch handfeste Kritik an bestehenden Zuständen: Die Pkw-Stellplätze reichen nicht aus, gleichzeitig wirkt die Fahrbahn in der Mitte der Straße trennend, der Belag muss erneuert, die Aufenthaltsqualität auf dem Platz vor der Josefskirche soll verbessert werden und zur Mallinckrodtstraße hin ist die Sackgassenlösung unbefriedigend.

Klimawandel bringt Herausforderungen mit sich

Auch neu erkannte Herausforderungen kommen auf die Stadt Dortmund zu: So müssen mit dem Klimawandel einher gehende künftige Starkregenereignisse oder Hitzeperioden bedacht werden. Wie verhindert man einen Hitzestau in der Straßenschlucht? Das kann bei den bestehenden Freiflächen dazu führen, dass Teile der Pflasterung aufgenommen und der darunter liegende Erdboden als Versickerungsmöglichkeit freigelegt wird.

Das ist eine neue Chance zum Beispiel für schattenspendende Bepflanzungen, die auch Hitzeperioden und Trockenheit gut überstehen. Planer sprechen dann von "Entwicklung eines multifunktionalen und resilienten Stadtraums in einem zentralen Einzelhandelsbereich". Schon einige Zeit beinhaltet das vom Rat beschlossene "nordwärts"-Teilprojekt "Aufwertung der oberen/südlichen Münsterstraße" dieses Arbeitspaket.

Bürger*innenbeteiligung im Werkstattverfahren

Alles beginnt nun mit einem "Werkstattverfahren Münsterstraße". Anfang Februar 2021 erfolgt die Ausgabe der Aufgabenstellung an drei Planungsteams. Mit dabei sind die Büros "Kraft.Raum" aus Krefeld, "ClubL94" aus Köln und "Treibhaus Landschaftsarchitekten" aus Hamburg. Sie bilden die Expertenseite für den Prozess des Werkstattverfahrens.

Am 19. Februar startet dann das Verfahren mit dem Auftaktgespräch mit Vertreter*innen der Stadt, den drei Büros und den Vertreter*innen einer Empfehlungskommission. Sie besteht aus Vertreter*innen der Bereiche Landschaftsplanung und Architektur, der Zivilgesellschaft sowie Vertreter*innen der Verwaltung.

Workshops für Bürger*innen

Die Präsentation der Aufgabenstellung und der Workshop mit den Planer*innen im April 2021 sind dann für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier können sich Interessierte zum freiraumplanerischen Konzept für die Münsterstraße informieren und den drei Planungsteams bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Geplant ist auch die Möglichkeit, im Internet die Entwicklung der Lösungsansätze kommentieren zu können. Interessierte sind eingeladen, sich über die Veranstaltungen oder die Internetpräsenz aktiv in den Prozess einzubinden. Sie können an der Veranstaltung als Gast teilnehmen und sich so schon während des laufenden Prozesses über die Ideen der Planungsbüros informieren. Folgende öffentliche Veranstaltungen bilden den Rahmen des Werkstattverfahrens.

Über den genauen Veranstaltungsort wird noch informiert. Den Termin kann man sich schon jetzt vormerken:

Donnerstag, 22. April 2021 ab 17:00 Uhr
Bürger*innen-Werkstatt zur Zwischenpräsentation der ersten Bearbeitungsphase

  • Vorstellung der Planungsbüros
  • Vorstellung der ersten Ideen
  • Ideenwerkstatt

Im Anschluss an die Werkstatt entwickeln die Planungsteams ihre Ideen zu den Konzeptvarianten weiter, welche sie in einem Abschlussforum präsentieren werden:

Donnerstag, 24. Juni 2021 ab 17:00 Uhr
Abschlussforum Ergebnispräsentation der zweiten Bearbeitungsphase

  • Vorstellung der Werkstattbeiträge
  • Gemeinsamer Raum zur Diskussion

Ende Juni 2021 wird die Empfehlungskommission die Entwürfe bewerten und anschließend sagen, wie mit den weiteren Arbeiten weitergehen könnte.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.