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Nordwärts-Schulstunde im Heinrich-Heine-Gymnasium

Projekt "nordwärts"

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Naeve

"Umsonstladen" und Stadtgärtnern in Nette – "Nordwärts" - Schülerwünsche

Eine besondere Schulstunde auf Einladung von "Nordwärts"-Mitarbeiterin Harriet Ellwein fand am Abend des 15.2. im Heinrich-Heine-Gymnasium in Dortmund-Nette statt.

Sieben Schülerinnen und Schüler des Erdkundekurses in Klasse 12 präsentierten ihren Kurskolleg/innen, Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch und rund 25 Akteuren aus dem Stadtbezirk und der Stadtverwaltung ein interessantes Projekt: "Probleme und Strategien einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung – am Beispiel von Nahversorgung und Nebenzentren".

"Nordwärts" hatte die Abiturient/innen gefragt, ob sie Ideen für die Beseitigung der Leerstände in Nette und andere Vorschläge für ihren Stadtbezirk hätten. Diese ließen sich – zusammen mit Erdkundelehrer Axel Torka – nicht zweimal bitten. Sie entwarfen Konzepte für einen „Umsonstladen“ in Nette – einer Art organisierter Tauschbörse im Stadtbezirk und Pläne für das "Café Chaos" in Mengede. Eine Freifläche in Nette sollte ein neuer Ort für ein kooperatives Projekt zum "Stadtgärtnern" werden. Auch kleinere Details waren den jungen Leuten nicht entgangen. Die Vermüllung an der S-Bahn-Station in Westerfilde oder die Schwierigkeit, das Einkaufszentrum in Bodelschwingh zu erreichen: Hier fehle ein Zebrastreifen, resümierten die jungen Expert/innen.

Nordwärts-Schulstunde im Heinrich-Heine-Gymnasium

Wichtig war den Schülerinnen und Schülern: "Die Umsetzung der Projekte darf nicht so lange dauern".
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Marcel Naeve

Sehr angetan waren die "Erwachsenen": "Nordwärts"-Partner Dr. Jörg Hopfe von der NRW.BANK, der Landesförderbank, betonte, wie sehr er sich freue, Teil eines solch besonderen Projektes zu sein und lud die Schüler/innen nach Münster ein, um in einer Werkstatt die Ideen weiterzuspinnen. Eine weitere Einladung sprach Michael Konrad, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Mengede, aus: "Als Geschäftsführer des Stadtbezirksmarketings möchte ich euch gerne zu einer Sitzung begrüßen!"

Wichtig war den Schülerinnen und Schülern: "Die Umsetzung der Projekte darf nicht so lange dauern". Arne Thomas vom städtischen Jugendamt schlug vor, den "Umsonstladen" im Rahmen einer Schülerfirma zu gründen und zu betreiben, so dass das Projekt auch von künftigen Schülergenerationen weiterentwickelt werden könne. "Eine gute Idee", befand Schulleiter Dr. Detlef von Elsenau.

Was für die Abiturient/innen besonders wichtig war, sprachen Meret Willing und Melina Dobelmann im Namen ihrer Kurskolleginnen bei der Podiumsdiskussion aus, die von Alexandra Wiemer von Radio 91,2 moderiert wurde: "Wir haben das Gefühl, nicht einfach für die Tonne gearbeitet zu haben. Wir fühlen uns heute Abend wirklich ernstgenommen."