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Denkmalbehörde

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Stadtumbau Dorstfeld

Stadt fördert Erhalt der Werkssiedlung Oberdorstfeld

Nachricht vom 04.09.2019

Mit einem Förderprogramm zur denkmalgerechten Instandsetzung und Aufwertung der Werkssiedlung Oberdorstfeld unterstützt die Stadt Dortmund die Eigentümer. Die Förderbedingungen sollen verbessert und die Förderrichtlinien entsprechend neu gefasst werden.

Werkssiedlung Oberdorstfeld

Werkssiedlung verdeutlicht Bedeutung des Bergbaus
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Katrin Pinetzki

Alle in den Richtlinien aufgeführten Fördergegenstände sollen zukünftig mit 50% der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Die Beschränkung der Förderung auf 12 bis 30 € pro Quadratmeter gestalteter Fläche wird bei den hier betroffenen kleinen Flächen entfallen.

Um einen Anreiz für die denkmalgerechte Aufwertung der Siedlung zu schaffen, werden die Eigentümer*innen bei ihren Aufwertungsmaßnahmen finanziell unterstützt – mit Hilfe eines speziell für die Werkssiedlung Oberdorstfeld konzipierten Förderprogramms. Im Mai 2017 hatte die Stadt Dortmund den Startschuss für das Hof- und Fassadenprogramm in der Werkssiedlung gegeben. Bis zum 31. Dezember 2020 unterstützen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund Investitionen in das denkmalgeschützte Aussehen der Siedlungshäuser und Vorgärten mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung.

40 Vereinbarungen getroffen

Bisher hat die Stadt Dortmund mit Eigentümer*innen rund 40 Vereinbarungen über Investitionen in Höhe von insgesamt rund 227.000 Euro abgeschlossen. Diese denkmalgerechten Maßnahmen werden mit rund 94.000 Euro Fördermitteln bezuschusst. Bis zum 31. Dezember 2020 stehen damit noch rund zwei Drittel des gesamten Fördervolumens von 290.000 Euro für private Denkmaleigentümer*innen zur Verfügung, um bauliche Maßnahmen zur Erhaltung und gestalterischen Aufwertung des historischen Erscheinungsbildes zu fördern. Die Chancen auf einen Zuschuss stehen also noch gut. Gefördert wird auch der Rückbau von gestalterischen Schwachstellen, insbesondere aus der Zeit vor der Unterschutzstellung.

Aufgrund der städtebaulichen und baugeschichtlichen Bedeutung der Werkssiedlung besteht ein großes öffentliches Interesse am Erhalt des historischen Erscheinungsbildes. Hierzu bedarf es des Engagements und der Bereitschaft möglichst vieler Denkmaleigentümer*innen, Instandsetzungen, bauliche Maßnahmen und gestalterische Verbesserungen an Fassaden und Grünflächen, insbesondere Vorgärten mit ihren Zuwegungen, Treppen und Einfriedungen vorzunehmen.

Bereits im Jahr 1993 wurde die ab 1913 errichtete Werkssiedlung Oberdorstfeld wegen ihrer Bedeutung für die Geschichte des Arbeiterwohnungsbaus und ihres Zeugniswertes für die Dortmunder Stadtentwicklung unter Denkmalschutz gestellt. Inzwischen sind jedoch viele Gebäude instandsetzungsbedürftig, Grün- und Freiflächen pflegebedürftig. Darüber hinaus werten bauliche Veränderungen aus der Zeit vor der Unterschutzstellung und ungenehmigte Maßnahmen das historische Erscheinungsbild ab.

Zum Thema

Das Hof- und Fassadenprogramm für die Werkssiedlung Oberdorstfeld wird gemeinsam vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und dem Amt für Stadterneuerung betreut. Erste Ansprechpartnerin ist die Denkmalbehörde am Burgwall 14.

Das Antragsformular, Info-Flyer und weiterführende Informationen zum Hof- und Fassadenprogramm stehen auch im Internet bereit.