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Stadtgeschichte

Dortmund soll ein Denkmal zu Ehren von Gastarbeiter*innen bekommen

Nachricht vom 16.11.2021

Die Stadt möchte den sogenannten Gastarbeiter*innen ein Denkmal setzen. Es soll an die Leistungen der Menschen erinnern, die ab den späten 1950er Jahren u.a. aus Südeuropa und der Türkei angeworben wurden, und ihren Anteil an der Dortmunder Stadtgeschichte würdigen.

Die Verwaltungsspitze gab am Dienstag, 16. November, eine entsprechende Beschlussvorlage zur Beratung in die politischen Gremien. Der Rat der Stadt wird am 16. Dezember darüber beraten.

Im Dortmunder Stadtgebiet gibt es derzeit fast 900 erfasste Werke der Kunst im öffentlichen Raum, von denen sich einige auch auf die Geschichte der Stadt beziehen. Ein Kunstwerk, das die Migration thematisiert, fehlt jedoch bislang. Dies soll sich nun ändern. Dabei soll das Denkmal, das auf eine Anregung aus der Politik zurückgeht, in Teilhabe aus der Mitte der Gesellschaft heraus entwickelt werden.

"Das Wirtschaftswunder der Bundesrepublik ist nur durch die Zureise von Gastarbeiter*innen erklärlich", sagte Kulturdezernent Jörg Stüdemann. "Dadurch ist unser Stadtbild wesentlich durch Einwanderung geprägt, ob Enkel oder Urenkelkinder. Um der ersten Generation zu gedenken, soll es das Denkmal geben."

Beirat bzw. Jury wird eingebunden

Der Beschlussvorschlag sieht vor, einen Beirat einzurichten, bestehend aus Vertreter*innen des Integrationsrates, des Kulturausschusses sowie der Museen und des Stadtarchivs. Später soll dieser Beirat als Jury für einen Kunstwettbewerb fungieren.

Im ersten Schritt sind die migrantischen Communities, Vereine und Selbstorganisationen, aber auch alle interessierten Dortmunder*innen angesprochen, Ideen über Aussage, Form, Aussehen und Standort des geplanten Denkmals zu entwickeln. In einem Symposium werden die Ideen vorgestellt und fließen als Vorgaben bzw. Kriterien in einen Kunstwettbewerb ein.

Der Wettbewerb soll mit 200.000 Euro ausgestattet werden und im Laufe des Jahres 2022 starten - begleitet von der städtischen Stabsstelle "Kunst im öffentlichen Raum". Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden öffentlich präsentiert, um den Bürger*innen Gelegenheit zu geben, diese zu kommentieren und zu diskutieren. Die Jury wird am Ende die drei besten Entwürfe prämieren und der Politik zur Beschlussfassung vorlegen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.