Gebäude

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Günther Wertz

Teilnehmende Denkmäler und Programmpunkte im Stadtbezirk Aplerbeck

Karte

Der Steigerturm mit Florianturm im Hintergrund
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Burkhard Treude

Aplerbeck

(3) Steigerturm Berghofen und die historische Dorfmitte

Berghofer Schulstraße 12, 44269 Dortmund, Ortsteil: Berghofen
Haltestelle: Berghofen Zentrum, Fußweg ca. 3 min

Der Steigerturm mit dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Berghofen wurde 1914 – eine Woche vor Beginn des Ersten Weltkriegs – eingeweiht. Damals bildete das Gebäude-Ensemble das Zentrum Berghofens, wo Bauern ihre Tiere und Produkte anboten. Bis 1979 gab es noch Kühe auf dem Hof Wilberg, schräg gegenüber dem Steigerturm. 2014 gab die Freiwillige Feuerwehr den Standort auf und bezog ihr neues Quartier an der Goymark. Ein Jahr später gründete sich der gemeinnützige Verein „Unsere Mitte Steigerturm e.V.“, der das Gebäude zunächst von der Stadt Dortmund mietete und später in Erbpacht erwarb.

Der Verein ist zurzeit mit den Planungen beschäftigt, das Gebäude zu einem Bürgerzentrum mit Kultur-, Bildungs- und Heimatforum umzubauen und zu erweitern.

Als Baustein seiner Quartiersentwicklungs-Initiative „Gemeinsam für ein l(i)ebenswertes Berghofen“ bietet der Verein am Denkmaltag eine Führung durch die historische Dorfmitte an.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00 Uhr
Wanderung durch die historische Dorfmitte Berghofens, begleitet durch jetzige und ehemalige Bewohner*innen des Ortes um den Steigerturm, Dauer ca. 2 Std., max. 30 P.

Ein Schwerpunkt der Führung wird u. a. die Frage sein, welche Möglichkeiten es gibt, historische Gebäude, die nach wie vor das Ortsbild prägen, zu erhalten. Spenden sind willkommen.

Merkmale: Rundgang/Führung im Freien, barrierefrei zugänglich, Essen/Getränke erhältlich

Veranstalter: Unsere Mitte Steigerturm e.V.

Wasserschloss Haus Rodenberg
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Aplerbeck

(4) Wasserschloss Haus Rodenberg

Rodenbergstraße 36, 44287 Dortmund, Ortsteil: Aplerbeck
Haltestellen: Aplerbeck, Fußweg ca. 4 min; Rodenbergstraße, Fußweg ca. 2 min

In der Geschichte von Haus Rodenberg lassen sich viele Spuren der Vergangenheit entdecken. Es wurde erstmalig 1290 als Rittersitz von Diederich von Rodenberg urkundlich erwähnt, der mit der Burg Haus Rodenberg zu Aplerbeck durch den Grafen von der Mark belehnt wurde. In seiner Geschichte hat das Haus schon viele verschiedene Eigentümer, Pächter und Verwalter erlebt. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1985 war es im Besitz des Adelsgeschlechts von Alvensleben. Danach erwarb die Stadt Dortmund Haus und Hof Rodenberg. 1989 fiel der Rat der Stadt Dortmund einen Grundsatzbeschluss zur umfassenden Restaurierung des Wasserschlosses. Das Nutzungskonzept sieht die Volkshochschule als Hauptnutzerin vor, um so auf bestmögliche Art und Weise das Haus für Bürger*innen zugänglich zu machen.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00–18.00 Uhr
Das Haus ist geöffnet.

11.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung: „Haus Rodenberg in Fotografien und Gemälden“ mit Anette Göke, anschließend bis 12.00 Uhr Besichtigung der Ausstellung, VHS-Nr. 22-60004.

12.00–13.30 Uhr
Erzähl-Café „Mein Leben in und um Haus Rodenberg – Augenzeug*innen erzählen“, Moderation: Frank Scheidemann, VHS-Nr. 22-60006.

14.30–16.30 Uhr
Kinderaktion Kostümspaß mit Erinnerungsfotos im Schlossambiente, Kostüm Som-mer/Fotograf Dirk Leiß, VHS-Nr. 22- 60008.

15.00 und 17.00 Uhr
Führungen „Die Geschichte von Haus Rodenberg“ mit Anette Göke und Jörg Wiedel-mann, Treffpunkt: am Glockenturm/ Eingang VHS, max. 20 P., VHS-Nr. 15.00 Uhr: 22-60010 und 17.00 Uhr: 22-60012.

Anmeldung für Vernissage, Erzähl-Café und Führungen erbeten unter www.vhs.dortmund.de oder am Veranstaltungstag vor Ort.

Außenansicht des Turms mit Haupteingang der Ev. Kirche St. Georg
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Ulrich Wemhöhner

Aplerbeck

(5) Ev. Kirche St. Georg

Ruinenstraße 37, 44287 Dortmund, Ortsteil: Aplerbeck
Haltestellen: Lübckerhofstraße, Fußweg ca. 3 min; Aplerbeck U, Fußweg ca. 5 min; Do-Aplerbeck Bf, Fußweg ca. 10 min

Die Ev. Kirche St. Georg ist eine Kreuzbasilika im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck. Die rund 850 Jahre alte Kirche ist die einzige Kreuzbasilika in Dortmund und wurde 1990 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.
Im Wandel der Zeiten veränderte sich die Kirche von einer „Trutzburg“ zu einer Ruine (Ende 19. Jahrhundert), zu einem Veranstaltungsraum (1930er-Jahre) und mit den Restaurierungsarbeiten in den 1960er-Jahren zu einer verlässlich geöffneten Kirche.
In ihren romanischen Anfängen um 1150/60 wurde St. Georg als dreischiffige Kreuzbasilika auf einem Vorgängerbau errichtet. Den massiven quadratischen Turm baute man um 1300 an. Er diente dem Schutz der Einwohner*innen. Der ursprüngliche, nur über eine Leiter zugängliche Turmeingang befand sich zwei Meter über dem heutigen Hauptportal.
Als Spuren unserer Vorfahren sind an der Georgskirche zahlreiche Grabplatten zu se-hen. In 2022 werden die wertvollsten restauriert und anschließend in die Kirche verbracht.

Erkundung der erhaltenen historischen Räume im ehem. Rittersitz sowie der heutigen Einrichtungen des Wasserschlosses.

Programm vor Ort am Sonntag

09.30 Uhr
Gottesdienst

11.00–17.00 Uhr
Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.

Ab 11.00 Uhr
Zu jeder vollen Stunde: Führung durch Mitglieder des Fördervereins, max. 15 P.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalterin: Ev. Georgs-Kirchengemeinde Dortmund

Das ehem. Kriegsgefangenenlager ist heute als solches nicht mehr zu erkennen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Barbara Niekam

Aplerbeck

(6) Ehem. Kriegsgefangenenlager in Sölde

Sölder Straße 23 a, 44289 Dortmund, Ortsteil: Sölde
Haltestellen: Sölde Friedhof, Fußweg ca. 3 min; Bf. Do-Sölde, Fußweg ca. 13 min

Von 1939 bis 1945 befand sich in Dortmund an der Westfalenhalle ein Kriegsgefangenenstammlager, genannt Stalag VI D. Als die dortigen Kapazitäten nicht mehr ausreichten, entstand auf dem ehemaligen Volkspark-Gelände eine Barackenanlage für die Gefangenen. Wegen Überbelegung des Lagers und der herrschenden Hungersnot der Be-völkerung wurden Gefangene zur Bestellung und Aussaat auf den Feldern in die umlie-genden Dörfer umgesiedelt.

Für den Ortsteil Sölde waren es in der Mehrzahl sowjetische, serbische und französische Kriegsgefangene, aber auch Polen und Belgier. Nur noch wenige Relikte in Dortmund sind Zeugnisse dieser inzwischen 77 Jahre alten Vergangenheit. Dazu gehört ein Gebäude des Sölder Kriegsgefangenenlagers. Heute kann man es nicht mehr als solches erkennen: es ist ein gepflegtes, einfaches, längliches Einfamilienhaus, Stein auf Stein gebaut, 25 m lang und 5 m breit. Das Gebäude sieht so aus, als sei es in den 1960er- Jahren gebaut worden, diente jedoch in den 1940er-Jahren als Unterkunft für französische Kriegsgefangene.

Programm vor Ort am Sonntag

11.00 und 16.00 Uhr
Baugeschichtliche Führungen/Vorträge mit Einleitung zum Thema Kriegsgefangenenlager in Sölde und dem Bau des Lagers bis zur Übernahme durch die heutige Eigentümerfamilie. Erzählung über Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter*innen in Sölde.
Nur noch wenige Sölder Bürger*innen erinnern sich an ein Gefangenenlager, aber an Zwangsarbeiterlager. Wir folgen der „KulturSpur“ der noch wenigen Relikte der NS-Vergangenheit. Eine kleine Fotostrecke von alten und neuen Bildern wird gezeigt, Dauer ca. 1-1,5 Std.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich (es ist kein barrierefreies WC vorhanden)

Veranstalter: Sölder Geschichts-Stammtisch