Gebäude

Denkmalbehörde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Günther Wertz

Teilnehmende Denkmäler und Programmpunkte im Stadtbezirk Eving

Karte

Außenansicht des Ev. St. Johann-Baptist-Kirche
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Eving

(8) Ev. St. Johann-Baptist-Kirche

Widumer Platz 1, 44339 Dortmund, Ortsteil: Brechten
Haltestelle: Brechten-Zentrum, Fußweg ca. 5 min

Die St.-Johann-Baptist-Kirche ist Mittelpunkt und Wahrzeichen eines Dortmunder Stadtteils, der neben Spuren von Mittelalter auch die der Industrialisierung und des Strukturwandels trägt. Die Wand- und Gewölbemalereien des Chores sind um 1250 entstanden und über die Jahrhunderte mehrfach übermalt und zuletzt Anfang der 1960er-Jahre wieder freigelegt worden. Erhalten geblieben ist u. a. eine in Westfalen einzigartige figürliche Darstellung des Jüngsten Gerichts. Diese wurde 2015 im Rahmen des Forschungsprojekts „Bildwelten – Weltenbilder. Romanische Wandmalerei in Westfalen“ von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen eingehend untersucht. Die Nutzung und Erhaltung der Kirche erfolgt in regelmäßiger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. So wurden größere Projekte wie der Einbau der Klais-Orgel von 2011 oder die neue Beleuchtungsanlage von 2017 vom Denkmalschutz begleitet.

Am Denkmaltag kann in und um die Kirche erkundet werden, welche ursprünglichen Zeugnisse heute noch ablesbar sind.

Programm vor Ort am Sonntag

10.00 Uhr
Gottesdienst

11.00–16.00 Uhr
Die Kirche ist zu besichtigen.

Je nach Bedarf werden Führungen durch Mitarbeitende des Teams „Offene Kirche“ angeboten.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich

Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Brechten

Seit 2003 ist der Turm eingerüstet (Aufnahme 2007)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Im Auftrag der Denkmalbehörde Dortmund: Günther Wertz

Eving

(9) Lindenhorster Kirchturm

Alte Ellinghauser Straße 5-7, 44339 Dortmund, Ortsteil: Lindenhorst
Haltestelle: Lindenhorst Friedhof, Fußweg ca. 5 min

Bereits seit 2003 ist der Kirchturm der 2013 entwidmeten Lindenhorster Kirche eingerüstet und mit einer Plane versehen, um den weiteren Verfall abzuwenden. Seit der Jahreswende 2009/10 ringt ein Förderverein um den Erhalt des romanischen Kirchturms, der als letztes bauliches Relikt an die in Lindenhorst ansässige Nebenlinie des Dortmunder Grafenhauses erinnert, die seit 1316 die Dortmunder Grafen stellte. In der Kirche wurde 1534 die letzte Dortmunder Gräfin, Katharina aus dem Hause Lindenhorst, bestattet.

Der Turm mit seinen beiden mittelalterlichen Glocken ist die älteste Kulturspur Lindenhorsts und zugleich eines der ältesten erhaltenen Bauwerke in Dortmund. Der Förderverein hat durch vielfältige kulturelle Veranstaltungen – u. a. mit Orgelkonzerten, Lesungen und Ausstellungen – ein Startkapital für die Sanierung des Turms gesammelt.

Mittlerweile hat die Stadt Dortmund das Areal erworben und plant noch für dieses Jahr den Start der Sanierung des Turmes. Die Kirche wird in die Gestaltung einer Kindertagesstätte einbezogen, die auf dem Grundstück errichtet werden soll.

Programm vor Ort am Sonntag

12.00 Uhr
Führung durch die entwidmete Kirche durch Mitglieder des Fördervereins, Dauer ca. 30 min.
Spenden sind willkommen.